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Starke Astronauten dank SolidWorks

Forschungs- und Fitnessgerät gegen Muskelschwund

Die Konstruktionsanforderungen waren streng. Mares musste die Astronauten fixieren, die Bewegung der getesteten Muskeln begrenzen, die Anwendersicherheit gewährleisten und modular aufgebaut sein, damit die Astronauten es montieren, demontieren, verstauen und bedienen können. (Bild: NTE-Sener)


Ein technisch anspruchsvolles System, mit dem Astronauten ihre Muskelkraft im Weltraum prüfen können, hat das spanische Unternehmen NTE-Sener mit Hilfe von SolidWorks für die Europäische Weltraumbehörde ESA entwickelt. Das Forschungs- und Fitnessgerät gegen Muskelschwund Mares (Muscle Atrophy Research and Exercise System) besteht aus einem einstellbaren Stuhl, beweglichen Auflegern, Elektronik, Software und einem Motor. Mares wurde erstmals im April an Bord des Nasa Discovery Space Shuttle eingesetzt und wird in Kürze im europäischen Columbus-Module der internationalen Weltraumstation installiert. „SolidWorks war eine große Veränderung im Vergleich zu unserer vorherigen CAD-Software“, sagt Albert Catalan, Maschinenbauingenieur bei NTE-Sener. „Wir konnten damit schnell Konzepte erstellen, zusammen mit der NASA anschauliche 3D-Modelle im Detail prüfen und eine außergewöhnliche Konstruktion entwickeln, die nebenbei alle realen Kräfte am Mares-System simulierte.“ NTE-Sener erreichte mit SolidWorks die Passgenauigkeit im Space Shuttle durch nahtlosen Datenaustausch mit der NASA, die Erkennung jeglicher Interferenzen zwischen Teilen und konnte das Fehler- und Verletzungsrisiko durch das Analysieren von realen physikalischen Kräften am Mares-System reduzieren. Zudem ließen sich Teile, die von anderen Engineering-Unternehmen geliefert wurden, einfach integrieren. Der Datenaustausch mit Fertigungspartnern erfolgte in deren bevorzugter Form, als SolidWorks-Modell, Step-Datei oder Zeichnung. -mc-

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SolidWorks Deutschland GmbH, Haar Tel. 089/612-956-0, http://www.solidworks.de

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