Märkte + Unternehmen

Spectaris: Projektförderung unterstützt Innovationserfolge des Hightech-Mittelstandes

Der Industrieverband Spectaris hat davor gewarnt, die Innovationskraft der mittelständischen Hightech-Industrie durch eine geänderte Förderpolitik zu gefährden. "Die vielversprechenden Voraussetzungen für ein erfolgreiches Innovationsmanagement würden Schaden nehmen, wenn die Mittel für die Projektförderung im Zuge der Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung reduziert würden", sagte der Verbandsvorsitzende Josef May auf dem Jahresempfang in Berlin.

Die durch Spectaris vertretenen Branchen, Consumer Optics, Photonik und Präzisionstechnik, Medizintechnik und Analysen-, Bio- und Labortechnik, vereine ihre enorme Innovationskraft. Durchschnittlich rund neun Prozent ihres Umsatzes investieren diese Unternehmen in Forschung und Entwicklung und damit weit mehr als das verarbeitende Gewerbe in Deutschland, das insgesamt auf eine F&E-Quote von etwa fünf Prozent kommt.14 Prozent der rund 250.000 Beschäftigten in diesen Branchen seien im Bereich Forschung und Entwicklung tätig und rund ein Drittel des Umsatzes erzielten diese Unternehmen mit Produkten, die jünger als drei Jahre sind.

"Damit sind Innovationen eine Triebfeder für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Branchen. Sie haben dafür gesorgt, dass unter diesen Unternehmen Weltmarktführer und Hidden Champions für spezielle Kunden- und Anwendermärkte zu finden sind", unterstrich May. Er machte vor allem das effektive Innovationsmanagement für den Erfolg des Hightech-Mittelstandes verantwortlich: Die aktive Gestaltung der Innovationsprozesse einerseits und eine strikte Orientierung von Forschung und Entwicklung an den Bedürfnissen des Marktes andererseits. "Statt trial and error stehen Kunde und Marktanforderungen im Mittelpunkt des Innovationsmanagements - und das weltweit." Die schlanken Strukturen, der kreative Unternehmergeist und die gewisse Risikobereitschaft des Mittelstandes unterstützten diese Entwicklung.

Anzeige

Für einen Innovationserfolg habe sich hier gerade für kleine und mittelständische Unternehmen die Projektförderung bewährt. Vorrang hätten dabei Forschungsverbünde zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen. Durch die Förderung entstünden entsprechende Netzwerke und damit neue Möglichkeiten bei der Forschung und Entwicklung, aber auch der Vermarktung der Produkte.

May verwies auf erfolgreiche in den Markt gebrachte Innovationen, die durch das Instrument der Projektförderung gezielt begleitet wurden. In dieser Lenkungswirkung bestehe die Überlegenheit der Projektförderung gegenüber einer steuerlichen Förderung. "Wir warnen davor, dass sich die Bundesregierung selbst dieser Möglichkeit beschneidet", sagte Josef May. Es dürfe nicht passieren, dass eine bisher erfolgreiche Netzwerkstruktur von Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zugunsten einer Gießkannenförderung geopfert werde. lg

 

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Automationslösungen von item

Erweitern Sie Ihr Wissen innerhalb der Automation und erfahren Sie alles rund um Motoren, Getriebe und Steuerungen im Leitfaden von item Industrietechnik.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Interessenten können ab sofort auf der Homepage der ACE Stoßdämpfer GmbH die für Ihre Anwendung maßgeschneiderte Gasfeder berechnen und auslegen. Unter ‚Berechnungen' ist das Gasfeder-Berechnungstool auf der Website ace-ace.de zu finden.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

MES macht Schluss mit Stillstand
Die MES-Software von PROXIA unterstützt die Kieselmann GmbH bei der Herstellung von umfangreichen Leitungs- und Ventilsystemen, den Überblick über eine äußerst komplexe Produktion zu behalten. Das MES ermöglicht, die Fertigung wirtschaftlich zu planen und zu organisieren sowie mit sicheren Kennzahlen Effizienzpotentiale aufzudecken und zu nutzen.
Bericht lesen

Zum Highlight der Woche...