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SoftM: Softwareumsatz stabil - Ergebnis verbessert

Bei unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern erzielte die SoftM Software und Beratung AG im ersten Quartal 2010 einen Konzernumsatz von 8,8 Mio. Euro (Vj. 10,0). Das Ergebnis im traditionell eher schwachen ersten Quartal konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden: Das EBITDA lag bei
-0,3 Mio. Euro (Vj. -0,7).

Im Geschäftsfeld Standardsoftware - Lizenzerlöse und Pflegegebühren für Standardsoftwareprodukte - wurden im ersten Quartal 2010 Erlöse in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vj. 4,3) erzielt. Dabei konnten die Umsätze mit eigenen Softwareprodukten gesteigert werden; die Erlöse mit dem Java-basierten ERPII-System Comarch Semiramis sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 20 Prozent gestiegen. Der Umsatz mit Softwareprodukten von Drittanbietern sank dagegen aufgrund des Verkaufs des Groupware-Bereichs.

Im Geschäftsfeld Beratung - dazu gehören Beratungs- und Programmierdienstleistungen zur Einführung und Betreuung der Standardsoftware - wurde ein Umsatz von 3,3 Mio. Euro (Vj. 4,1) erzielt. Dieser Rückgang erklärt sich zum einen aus der nach wie vor verhaltenen Nachfrage nach Beratungsleistungen im Mittelstand, zum anderen hat sich hier ebenfalls der Verkauf des Bereichs Groupware ausgewirkt. Auch der Verkauf bzw. die Abgabe der SoftM-Gesellschaften in Polen, Tschechien und Frankreich trugen leicht zum Rückgang bei. Gegenüber dem Vorquartal Q4/2009 (3,1 Mio. Euro) ist der Beratungsumsatz im ersten Quartal 2010 um 0,2 Mio. Euro gestiegen.

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Im Geschäftsfeld Systemintegration - Hardware und Services für IT-Infrastruktur - betrug der Umsatz 1,3 Mio. Euro (Vj. 1,5). Die Erlöse in der Systemintegration lagen damit im ersten Quartal 2010 um 0,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. In diesem Geschäftsfeld werden Server- und Storage-Systeme, Netzwerktechnologien, Sicherheits-und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Virtualisierungslösungen angeboten.

SoftM erzielte im 1. Quartal 2010 ein operatives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von -0,3 Mio. Euro (Vj. -0,7). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug -1,0 Mio. Euro (Vj. -1,6). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) lag in den ersten drei Monaten ebenfalls bei -1,0 Mio. Euro (Vj. -1,6); das Ergebnis nach Steuern betrug -1,0 Mio. Euro (Vj. -1,3); je Aktie belief sich das Konzernergebnis auf -0,15 Euro (Vj. -0,20).
Zur deutlichen Verbesserung des Ergebnisses bei geringeren Umsätzen hat das in der zweiten Jahreshälfte 2009 umgesetzte DASD Programm zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung beigetragen.

Entsprechend den allgemeinen Prognosen für ein leichtes Wachstum des BIP in 2010 erwartet auch der Branchenverband der IT-Industrie Bitkom für 2010 eine geringe Wachstumsrate (1,4 Prozent) in der Informationstechnologie im deutschen Markt. Aufgrund der nach wie vor unsicheren Wirtschaftslage und der Unsicherheit, mit denen die Prognosen über den gesamtwirtschaftlichen Verlauf bisher behaftet sind, kann der Vorstand der SoftM AG derzeit noch keine verlässliche Aussage über den Verlauf des Wirtschaftsjahres 2010 treffen. Beim Konzernumsatz erwartet SoftM eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Beim EBITDA wird mit deutlich positiven Zahlen gerechnet.

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