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SMA Solar Technology AG: erfolgreichstes erstes Quartal der Unternehmensgeschichte

Das erste Quartal 2010 war das erfolgreichste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte der SMA. SMA steigerte den Konzernumsatz auf 339,3 Mio. Euro und übertraf damit leicht die am 31. März ausgegebene Umsatzprognose von 310 bis 330 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich der Umsatz nahezu vervierfacht (Q1 2009: 86,7 Mio. Euro).

Die fundamentalen Rahmenbedingungen der Photovoltaikbranche haben sich im ersten Quartal 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich verändert. So war das Umfeld in den ersten drei Monaten 2009 durch die Unsicherheit auf den Finanzmärkten sowie die Aussicht auf weiter sinkende Modulpreise und einem damit verbundenen plötzlichen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen geprägt. Im ersten Quartal 2010 führten hingegen die Vorzieheffekte aufgrund der angekündigten zusätzlichen Anpassung der Einspeisevergütung für Solarstrom in Deutschland, das historisch niedrige Zinsniveau sowie niedrige Modulpreise zu einer Fortsetzung des bereits im zweiten Halbjahr 2009 eingesetzten Nachfragebooms.

Im Berichtszeitraum verkaufte SMA 1.288 MW Wechselrichter-Leistung (Q1 2009: 243 MW). Der Auslandsanteil betrug im ersten Quartal 38,8 % und befand sich damit auf dem Niveau des Gesamtjahres 2009 von 38,4 % (Q1 2009: 52,5 %).
"Nach einem bereits sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2009 war die Nachfrage nach unseren Produkten im ersten Quartal dieses Jahres erneut hervorragend", erklärt Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG. "Wir haben bereits früh auf die sich abzeichnende große Nachfrage reagiert und unsere Produktionskapazitäten innerhalb der letzten Monate auf insgesamt 11 Gigawatt verdoppelt."

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SMA erzielte im ersten Quartal 2010 ein EBIT von 92,4 Mio. Euro (Q1 2009: 6,0 Mio. Euro) und war so erneut hochprofitabel. Die EBIT-Marge liegt mit 27,2 % nur knapp unter dem Rekordwert von 28,7 % im vierten Quartal 2009 (Q1 2009: 6,9 %).

Den Konzernüberschuss steigerte SMA auf 66,6 Mio. Euro (Q1 2009: 5,5 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie liegt zum Bilanzstichtag 31.03.2010 bei 1,92 Euro (Q1 2009: 0,16 Euro).

Das Net Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) stieg zum 31.03.2010 auf 199,6 Mio. Euro an und hat sich somit seit Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres mehr als verdoppelt (31.12.2009: 98,6 Mio. Euro). Die Net Working Capital-Quote, bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate, lag bei 16,8 % und damit in dem vom Vorstand angestrebten Korridor von 16 bis 18 %. Die Zunahme des Net Working Capital ist in erster Linie auf den planmäßigen Aufbau des Vorratsvermögens (insbesondere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) zurückzuführen, wodurch eine möglichst hohe Auslastung der Produktion sichergestellt werden soll.

Der Bestand an Liquiden Mitteln und Wertpapieren hat sich zum Bilanzstichtag 31.03.2010 leicht verringert auf nun 349,3 Mio. Euro (31.12.2009: 365,0 Mio. Euro). Das Nettofinanzvermögen nach Abzug der kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten beträgt 326,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote hat sich nur marginal verändert auf 56,1 % (31.12.2009: 56,7 %).

Nach dem Berichtsquartal hat sich die Nachfrage nach SMA Produkten weiter erhöht. Wesentliche Treiber sind auch im zweiten Quartal Vorzieheffekte durch die geplante Reduktion der Einspeisevergütung in Deutschland zum 1. Juli 2010 und gesunkene Modulpreise. Vor wenigen Wochen haben allerdings wichtige Lieferanten, insbesondere Halbleiterhersteller, der SMA mitgeteilt, dass sie die gemachten Zusagen für zusätzliche Liefermengen nicht einhalten können. Durch die unzureichende Versorgung mit Elektronikkomponenten kann SMA derzeit die Produktion nicht wie vorgesehen wesentlich über die Ausbringungsmenge des vierten Quartals 2009 hinaus steigern. So kann SMA die im ersten Quartal 2010 neu errichtete Wechselrichter-Produktion in Kassel-Waldau mit einer zusätzlichen Kapazität von 5 GW p. a. nur zu einem geringen Teil nutzen. Der Vorstand der SMA geht davon aus, dass sich die Liefersituation in der zweiten Jahreshälfte wieder sukzessive verbessert. Aktuelle Informationen über die Liefersituation stellt SMA auf der Internetseite http://www.SMA.de/Lieferzeiten zur Verfügung.

"Die unzureichende Versorgung mit Elektronikkomponenten betrifft nicht nur alle Wechselrichter-Hersteller, sondern auch eine Vielzahl anderer Branchen", erklärt Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG. "Sobald sich die Materialversorgungssituation aber wieder entspannt, werden wir dann aufgrund des bereits erfolgten Ausbaus unserer Produktionskapazitäten innerhalb kürzester Zeit deutlich mehr Wechselrichter liefern können."

An der Prognose für das Geschäftsjahr 2010 von 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von 20 bis 23 % hält der SMA Vorstand weiter fest.

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