"Öko-Auszeichnung" für Test Center

SKF Prüfzentrum erhält LEED-Zertifikat in Gold

Im Zuge seines umfassenden Umweltschutzprogramms hat sich der SKF Konzern schon 2010 auf die Fahnen geschrieben, alle neuen Gebäude gemäß den „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED)-Standards zu errichten. Der jüngste Neuzugang im Kreise der ökologisch vorbildlichen Bauten ist das Sven Wingquist Test Center in Schweinfurt: Das Großlager-Prüfzentrum von SKF erhielt das LEED-Zertifikat in Gold.

Wegen ihrer ressourcenschonenden Effekte sind die beiden neuen SKF Prüfstände mit zusammen rd. 3,5 Mio. Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert worden. (Bild: SKF)

Innerhalb Deutschlands ist das Sven Wingquist Test Center bereits das zweite SKF Gebäude mit LEED-Zertifikat. Ende 2014 wurde, nach einer energetischen Generalsanierung, auch die Schweinfurter Hauptverwaltung des Unternehmens ausgezeichnet. Weltweit verfügen nun insgesamt 26 SKF Einrichtungen über diese begehrte Öko-Auszeichnung.

Das LEED-System, das 1998 vom U.S. Green Building Council entwickelt wurde, dient der Klassifizierung „ökologischer Bauten“: Als weltweit genutzte Nachhaltigkeitszertifizierung definiert das System eine Reihe von Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen. Dazu gehören Kriterien wie die Verwendung schadstoffarmer Bau- und Ausstattungsmaterialien, die Energieeffizienz des Gebäudes, Maßnahmen zur Minimierung des Wasserverbrauchs und sogar die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

Freuen sich über die „goldene“ LEED-Zertifizierung des Großlager-Prüfzentrums von SKF (v. l.): Hans-Jürgen Senger (EHS-Koordinator), Jörg Frey (Werkeplanung), Dr. Thomas Zika (Prüfzentrumsleiter) und Dr. Martin Göbel (Test-Chef). Bild: SKF

„Ich freue mich sehr über die LEED-Auszeichnung“, so Hans-Jürgen Senger, Koordinator „Environment, Health and Safety“ (EHS) für die deutsche SKF, „weil das ein weiterer Meilenstein bei der Verwirklichung unserer ehrgeizigen Klimaziele ist. Diese Ziele haben wir erst vor Kurzem aktualisiert und bis 2025 fortgeschrieben. In ihrem Kern steckt die Verringerung unserer Umwelteinflüsse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – also von unserem Rohmaterial über unsere Niederlassungen und Werke samt entsprechender Betriebsabläufe bis hin zur Entwicklung besonders ressourcenschonender Lösungen für unsere Kunden.“

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Im Falle des Prüfzentrums honorierten die Juroren die vorausschauende Planung und umfassende Umsetzung nachhaltiger Gebäudetechnikkonzepte mit 65 von 110 möglichen Punkten. Beispielsweise bewahrt das vom Architekturbüro Tchoban Voss entworfene Zwillingsgebäude, das zusammen mit dem Architekturbüro Holger Philipp und der RMN Ingenieure GmbH auf „LEED-Tauglichkeit“ getrimmt wurde, dank des ökologischen Weitblicks der Projektverantwortlichen sogar einen „kühlen Kopf“: „Die Dach- und Terrassenmaterialien wirken dem ,Wärmeinsel-Effekt‘ entgegen und verhindern dadurch zugleich das künstliche Aufheizen der unmittelbaren Umgebung“, skizziert Jörg Frey von der Werkeplanung bei SKF nur einen der unzähligen Aspekte, die die Baubeteiligten dank der Unterstützung durch das Beratungsunternehmen Baumann Consulting berücksichtigten. „Wenn man so will, haben wir mit dem Sven Wingquist Test Center im Endeffekt einen ,Musterbau‘ für die gesellschaftliche Verantwortung von SKF errichtet“, resümiert Frey.

„Grünes“ Innenleben

Auch das „Innenleben“ des Gebäudes punktet in Sachen Umweltschutz. „Zum Beispiel ermöglichen die beiden neuen Prüfstände sehr schnelle Testzyklen, was im Endeffekt Energie spart“, so Dr. Thomas Zika, Leiter des Prüfzentrums. Außerdem werde die Abwärme der Testanlage per Wärmerückgewinnung für das Prüfzentrum selbst sowie die angrenzende Großlager-Fabrik genutzt. „Nicht zuletzt werden unsere Prüfstände dazu beitragen, optimierte Großlager-Generationen in Zukunft viel effizienter und ressourcenschonender zu produzieren als bislang möglich“, betont Dr. Martin Göbel, Manager Global Testing bei SKF. Aus derartigen Gründen hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie den größeren der beiden neuen „Stresstester“ mit rund 1,9 Mio. Euro gefördert, während der kleinere mit Mitteln in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wurde. kp

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