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Siemens-Studie: Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen nimmt 2011 deutlich zu

Deutsche Unternehmen wollen 2011 verstärkt in Ausrüstung und Infrastruktur investieren. Dies besagt der jüngst von der Sparte Financial Services von Siemens (SFS) veröffentlichte SFS Business Investment Confidence Index. Bereits zum fünften Mal in Folge wurden mehr als 8.000 Unternehmen in mehreren großen Volkswirtschaften zu ihren Investitionsvorhaben befragt. Vor allem bei deutschen Unternehmen lässt sich hier mit einem Anstieg von 79 auf 101 Punkte im Vorjahresvergleich eine deutliche Aufwärtsbewegung verzeichnen. Damit liegt Deutschland vor europäischen Nachbarn wie Großbritannien (83) oder Frankreich (93). Seit 2007 gibt der SFS Business Investment Confidence Index aktuelle Entwicklungen bei Unternehmensinvestitionen wieder. Dabei wird auch deutlich, dass ein anhaltend restriktives Kreditumfeld Unternehmen häufig an der Umsetzung ihrer Investitionspläne hindert. Alternative Finanzierungsmethoden spielen daher eine zunehmend größere Rolle bei der Beschaffung benötigten Kapitals.

Kai-Otto Landwehr, Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens Finance & Leasing GmbH, sagte: "Der Aufschwung in den wichtigen asiatischen Märkten hat maßgeblich zur Erholung der exportgetriebenen deutschen Wirtschaft beigetragen. Um von dieser positiven Entwicklung zu profitieren, wollen Unternehmen wieder verstärkt in Anlagen und Ausrüstung investieren. Doch während der Investitionsbedarf steigt, bleibt der Zugang zu Krediten begrenzt. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen unterschiedliche Methoden der Anlagenfinanzierung wie Leasing- oder Mietvereinbarungen prüfen."

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Der eingeschränkte Zugang zu Finanzierung hemmt das Wachstum deutscher Unternehmen. Vorausschauende Unternehmen bemühen sich daher schon längst darum, ihre Abhängigkeit von der Kreditfinanzierung zu verringern und alternative Wege zur Beschaffung des benötigten Kapitals aufzutun. Neben kalkulierbaren monatlichen Zahlungen, können so Anpassungen an betriebliche Anforderungen gewährleistet und eine unnötige Bindung von Kapital in Anlageninvestitionen vermieden werden.

"Wer heute investiert, will flexibel bleiben und sich nicht langfristig an Systeme binden, die durch den technischen Fortschritt bald schon überholt sind. Nur wenn Unternehmen eine breitere Palette an Methoden der Anlagenfinanzierung in Betracht ziehen, können sie frühzeitig technologische Weiterentwicklungen einführen und auf Marktschwankungen reagieren, um sich so zukünftig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu sichern", so Landwehr.

SFS misst die Investitionsbereitschaft von Unternehmen seit Anfang 2007 und greift dabei auf ein Modell zurück, das mehrere wesentliche Indikatoren verknüpft: die Wahrscheinlichkeit geplanter Investitionen in neue Ausrüstung und Anlagen innerhalb der nächsten zwölf Monate, die Umsatz- und Gewinnentwicklung der vergangenen zwölf Monate, die erwartete Umsatz- und Ertragsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten sowie die Erwartung eines kräftigen wirtschaftlichen Wachstums innerhalb der nächsten zwölf Monate. Die Daten basieren auf Interviews mit 8.000 Unternehmen in den großen untersuchten Volkswirtschaften, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, USA, China, Polen und Türkei. lg

 

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