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Siemens stärkt Präsenz in Brasilien

Siemens plant, seine Präsenz im wichtigen Wachstumsmarkt Brasilien zu stärken. Damit stellt das Unternehmen die Weichen für langfristiges und nachhaltiges Wachstum im Land. In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen bis zu einer Milliarde US-Dollar investieren, um sein Geschäft in in dem Land auszubauen. Die Investitionen erstrecken sich auf das gesamte Siemens-Portfolio und schließen somit die Sektoren Energy, Industry, Infrastructure & Cities und Healthcare ein.

Schwerpunkt werden die Fertigung und Dienstleistungen vor Ort sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung bilden. Auch das erforderliche Kapital für die Geschäftsausweitung ist darin enthalten. "Wir sind in Brasilien seit über 100 Jahren tätig, und nie waren wir zuversichtlicher als jetzt, was die Zukunft des Landes betrifft. Aus diesem Grunde investieren wir hier", so Peter Y. Solmssen, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Siemens will seinen Umsatz in Brasilien bis 2017 verdoppeln. "Unser Portfolio ist auf die Bedürfnisse des Landes zugeschnitten, und wir investieren kontinuierlich in den Ausbau unseres Portfolios", sagte Paulo Stark, CEO von Siemens Brasilien.

Siemens Brasilien hat in den letzten zehn Jahren Investitionen von ca. 700 Millionen US-Dollar getätigt und in Forschung und Entwicklung vor Ort investiert, acht neue Werke eröffnet und 4.000 neue Stellen geschaffen. Im Geschäftsjahr 2011 beschäftigte Siemens in Brasilien rund 10.000 Mitarbeiter und erzielte dort einen Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar. Brasilien ist eine der am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften der Welt und steigt derzeit schnell zu einer globalen Wirtschaftsmacht auf. "Brasilien braucht jetzt, da seine Wirtschaft in vielen Bereichen ausgebaut wid, eine breiter gefächerte Produktpalette. Deshalb planen wir, unsere Aktivitäten in jenen Bereichen zu erweitern, die für das nachhaltige Wachstum der brasilianischen Wirtschaft entscheidend sind", so Solmssen. Ein Großteil der geplanten Investitionen wird sich auf zukunftsorientierte Energiemärkte ausrichten. Dieses Jahr eröffnet Siemens beispielsweise ein neues, auf die Öl- und Gasindustrie ausgerichtetes Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rio de Janeiro. Das Unternehmen will mindestens 200 hochqualifizierte Forscher und Ingenieure einstellen. Sie sollen an Lösungen arbeiten, die die Effizienz und Zuverlässigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette bei Öl- und Gas hinweg steigern.

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Siemens wird zunächst ca. 60 Millionen US-Dollar in den Aufbau seines neuen Werks in Brasilien investieren. Das Werk soll zur Herstellung von Hoch- und Niederspannungsmotoren und -generatoren für den Binnenmarkt sowie für den Export dienen. Die Initiative ist Teil der Strategie des Unternehmens, energieeffiziente Produkte und Lösungen bereitzustellen. Die Produktionsstätte soll 2014 eingeweiht werden. Zum Zeitpunkt der vollen Inbetriebnahme entstehen hier voraussichtlich rund 300 direkte Stellen.

Siemens weitet auch sein Portfolio im Zukunftsmarkt der intelligenten Stromnetze aus. Im April eröffnete das Unternehmen sein erstes F&E-Zentrum zur Entwicklung von Smart-Grid-Lösungen in Curitiba. Das Unternehmen ist dabei, ein brasilianisches Smart-Grid-Unternehmen zu kaufen, das führend in der Bereitstellung intelligenter Zähler und der damit verbundenen Dienste (Smart Metering) ist. Dieser Spezialist bietet Software und Dienstleistungen zur Verhinderung von nicht technischen Verlusten (NTL) bei der Stromverteilung. Des Weiteren wird Siemens 30 Millionen US-Dollar in den Ausbau seines Geschäfts im Sektor Healthcare investieren. Mit dieser Investition, die das starke Engagement des Sektors in Brasilien unterstreicht, wird die lokale Fertigung und der Aufbau der Supply Chain bildgebender Systeme in Joinville im Bundesstaat Santa Catarina ermöglicht. Ziel ist es, den örtlichen Markt besser bedienen zu können.

Siemens ist seit 1867 in Brasilien tätig. Im vergangenen Jahrhundert kam dem Unternehmen eine wichtige Rolle im Aufbau und in der Modernisierung der brasilianischen Infrastruktur zu. So werden derzeit 50 Prozent der Stromerzeugung, 30 Prozent aller bildgebenden Diagnostikverfahren und über 65 Prozent aller in den letzten zehn Jahren realisierten Offshore-Bohrprojekte im Land durch Anlagen und Systeme von Siemens sichergestellt. Dank dieser soliden Position konnte das Unternehmen nachhaltiges Wachstum erzielen und sein Geschäftsvolumen im Laufe der letzten fünf Jahre ausweiten. kf

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