Geschäftsjahr 2019

Andrea Gillhuber,

Siemens mit „fulminanten vierten Quartal“

Siemens trotzt der schwachen Konjunktur und stellt ein gutes Jahresergebnis vor. Alle Jahresprognosen wurden erfüllt. Dennoch rechnet auch der Konzern mit einem herausfordernden neuen Geschäftsjahr.

Siemens gibt die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 bekannt. © Siemens

„Die Abschwächung der Weltwirtschaft hat sich im Lauf des Geschäftsjahrs 2019 deutlich beschleunigt. Dennoch konnten wir mit einem fulminanten vierten Quartal die Leistungsfähigkeit von Siemens erneut unterstreichen. Unsere Jahresprognose haben wir in allen Punkten voll erfüllt“, so Siemens Konzernchef Joe Kaeser anlässlich der Ergebnisveröffentlichung des Münchner Konzerns.

Der Auftragseingang legte um 7 Prozent auf 98 Milliarden Euro zu, die Umsatzerlöse stiegen um 5 Prozent auf 86,8 Milliarden Euro an. Auch der Auftragseingang (ohne Währungsrechnungs- und Portfolioeffekte) weist ein Wachstum von 6 Prozent auf. Eine Mehrzahl der industriellen Geschäfte trug zum Wachstum bei, hieß es von Seiten Siemens.

Der Gewinn nach Steuern lag mit 5,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert, der weitgehend steuerfreie Gewinne aus der Übertragung der Siemens-Beteiligung an Atos SE an den Siemens Pension-Trust e.V. und dem Verkauf von Anteilen an der Osram Licht AG enthalten hatte. Das Book-to-Bill-Ratio betrug 1,13.

Gutes viertes Quartal trägt zu Wachstum bei

Trotz der schwächelnden Konjunktur legte Siemens im vierten Quartal kräftig zu. Umsatzerlöse stiegen um 8 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro, der Auftragseingang lag mit 24,7 Milliarden Euro um 4 Prozent über dem hohen Vorjahresniveau; das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,01.

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Der kräftige Auftragseingang sei vor allem dem ansteigenden Volumen aus Großaufträgen zu verdanken. Vor allem bei Gas and Power, Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE), Smart Infrastructure sowie Healthineers sind Wachstumstreiber, Mobility musste einen starken Rückgang hinnehmen. Vor allem die sehr starke Entwicklung bei Siemens Healthineers und SGRE wurde betont.

Mit 146 Milliarden Euro verzeichnet der Auftragsbestand begünstigt durch positive Währungsrechnungseffekte einen neuen Rekordwert. Diese erhöhten auch das Wachstum von Auftragseingang und Umsatzerlösen um jeweils zwei Prozentpunkte. Die Zahlen im Detail finden Sie in der Bildergalerie.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht Siemens bei einer verhaltenen weltwirtschaftlichen Entwicklung von einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis aus. Laut Siemens ergeben sich Risiken insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten. Der Konzern unterstellt ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von unseren kurzzyklischen Geschäften bedient werden. 

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