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Siemens: Streichung von knapp 2000 Arbeitsplätzen

In zwei Divisionen des Siemens-Sektors Industry stehen in naher Zukunft Struktur- und Kapazitätsanpassungen an. Im Zuge eines bevorstehenden Technologiewechsels bei Niederspannungsmotoren ist geplant, die Fertigungsstruktur in diesem Segment der Division Drive Technologies neu zu ordnen. Zudem ist auf Grund der nachhaltigen Volumenseinbrüche im wichtigen Absatzmarkt Maschinenbau eine Anpassung der Fertigungskapazität in der Division vorgesehen. Insgesamt sollen deswegen am Standort Bad Neustadt (Saale) bis 2012 rund 840 Stellen von den heute knapp über 2.000 Arbeitsplätzen abgebaut und etwa 1.200 erhalten bleiben. In Erlangen sollen in dieser Division weitere rund 300 Stellen reduziert werden. Bei der Division Industry Solutions soll der Personalstand in Deutschland auf Grund der rückläufigen Marktvolumina um rund 850 Stellen reduziert werden. Entsprechende Planungen wurden dem Wirtschaftsausschuss der Siemens AG heute vorgestellt. Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern werden dazu unverzüglich aufgenommen.

Obwohl das Unternehmen Anfang der Woche noch einen Gewinnsprung als Start ins neue Geschäftsjahr 2009/10 vermelden konnte, drückte doch die anhaltende weltweite Nachfrageschwäche auf Auftragseingang und Umsatz des Konzerns. Vor allem im industriellen Bereich wirkt sich die Wirtschaftskrise bei Siemens aus, weswegen hier schon länger Stellenstreichungen befürchtet wurden. Auch im Energiesektor brachen die Bestellungen und Umsätze im ersten Quartal im Jahresvergleich ein.

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Insgesamt will Siemens die geplante Reduzierung der Stellen möglichst mittels sozialverträglicher Maßnahmen erreichen. Der Konzern wird hierzu - wie bereits in der Vergangenheit - sämtliche Mittel ausschöpfen. Hierzu gehören unter anderem die freiwillige Beendigung von Arbeitsverhältnissen, das Auslaufen von Befristungen, die Reduzierung von Zeitarbeitnehmern sowie der Personalausgleich zwischen den Standorten und Kurzarbeit.

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