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Siemens: gewinnt im dritten Quartal weiter an Fahrt

Siemens gewinnt im dritten Quartal weiter an Fahrt Rekordergebnis der Sektoren Auftragseingang mit höchster Zuwachsrate seit 2008 Siemens hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010 zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr Auftragseingang und Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf knapp über 19 Milliarden Euro. Damit lag die Book-to-Bill, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, wieder über eins. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz profitierten von Währungsumrechnungseffekten. Das Ergebnis der Sektoren kletterte um 40 Prozent auf das Rekordhoch von etwas mehr als 2,3 Milliarden Euro. "Siemens hat im dritten Quartal weiter an Fahrt gewonnen", sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG (Bild). "Solche Zuwachsraten beim Auftragseingang gab es zuletzt 2008. Die starke Nachfrage hat zu einem Rekordauftragsbestand geführt. Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen."

Der Auftragseingang stieg in allen drei Sektoren und Berichtsregionen, angeführt von einem Zuwachs in Höhe von 33 Prozent im Sektor Industry. Alle Industry-Divisionen legten prozentual zweistellig zu. Der Sektor Energy meldete ein Auftragswachstum von 18 Prozent, vor allem aufgrund eines deutlich höheren Volumens aus Großaufträgen. Im Sektor verzeichnete die Division Renewable Energy mit knapp 2,3 Milliarden Euro im dritten Quartal den höchsten Auftragseingang aller 14 Divisionen des Konzerns. Der Auftragseingang im Sektor Healthcare stieg im dritten Quartal um 18 Prozent. Der Auftragsbestand der drei Sektoren von Siemens stieg aufgrund der starken Nachfrage auf ein Rekordhoch von 89 Milliarden Euro. Hier spiegelten sich auch positive Währungsumrechnungseffekte wider. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Im Sektor Industry verzeichneten die sich stetig erholenden kurzzyklischen Geschäfte ein starkes Umsatzwachstum, insbesondere in den Divisionen Industry Automation und Osram. Die Erlöse des gesamten Sektors stiegen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei Energy blieb der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Umsatz des Sektors Healthcare wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent, wozu alle Divisionen beitrugen. Alle drei Sektoren erzielten im zweiten Quartal in Folge ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorquartal. Das operative Ergebnis erreichte im dritten Quartal mit mehr als 2,3 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Alle drei Sektoren steigerten ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Sektor Energy arbeitete seinen großen Auftragsbestand weiter erfolgreich ab und lieferte erneut den höchsten Ergebnisbeitrag, angeführt von der Division Fossil Power Generation. Der Sektor Industry erzielte eine hohe zweistellige Wachstumsrate beim Ergebnis, vor allem aufgrund der Erholung seiner kurzzyklischen Geschäfte sowie einer strikten Kostenkontrolle. Auch der Sektor Healthcare steigerte sein Ergebnis um einen hohen zweistelligen Prozentsatz. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten lag im dritten Quartal bei gut 1,4 Milliarden Euro. Das waren 18 Prozent mehr als im dritten Quartal des Vorjahres. Der Gewinn nach Steuern kletterte um neun Prozent auf mehr als 1,4 Milliarden Euro.

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Siemens erwartet weiterhin, dass der Umsatz auch aufgrund des stabilisierenden Effekts des hohen Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2010 organisch um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgehen wird. Für die Summe der Sektoren wird ein Ergebnis über dem Vorjahreswert von 7,466 Milliarden Euro erwartet. Der Anstieg gegenüber der vorherigen Prognose, die sich auf 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro belief, erhöht entsprechend die Erwartungen für das Wachstum (nach Steuern) des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten. Von dieser Prognose sind wesentliche Effekte ausgenommen, die sich aus Restrukturierungen, Portfoliotransaktionen, Wertminderungen oder aus rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten ergeben könnten. lg

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