Märkte + Unternehmen

Schuler installiert bislang größte Vorschub-Richtmaschine bei norwegischem Landmaschinenbauer

Die Experten entwickeln ihre bislang größte Vorschub-Richtmaschine mit einem Gesamtgewicht von rund 55-Tonnen. Besonders die Flexibilität der Anlage, mit der zukünftig ein großes Teilespektrum hergestellt werden kann, war für die norwegischen Produktionsplaner eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Dass die Schuler-Lösung zusätzlich für einen langlebigen und stabilen Produktionseinsatz steht, wissen die Landtechnik-Experten aus langjähriger Erfahrung.

Zum ersten Mal startete im Jahr 1973 der Transport einer ähnlich großen Vorschub-Richtmaschine von Heßdorf aus nach Norwegen. Dort sorgte sie dann bei Kverneland für die Bandzuführung in eine Umformpresse und stellte die Produktion unterschiedlicher Pflüge aus Stahl sicher - bis heute.
Die Hermann Schleicher Maschinenfabrik, das Vorgänger-Unternehmen von Schuler Automation, hatte die 55-Tonnen-Anlage entwickelt und konstruiert. "Dass zwischen zwei einzelnen Aufträgen fast 40 Jahre verstreichen, dürfte eine Seltenheit sein", erklärt Projektmanager Michael Weiß von Schuler Automation mit Blick auf die Vorgeschichte und den aktuellen Auftrag. "Heute gilt es, die Flexibilität in den Umformprozessen bei Kverneland zu erhöhen und zum Beispiel sehr unterschiedliche Bandbreiten verarbeiten zu können. Diese Anforderungen konnte die alte Anlage nicht mehr erfüllen. Wir haben deshalb eine völlig neue und passgenaue Lösung im Rahmen unseres Angebots vorgeschlagen. Das hat zuletzt den Ausschlag gegeben."

Anzeige

Produktionssicherheit großgeschrieben
Zwei Faktoren zeichnen die neue Anlage für Kverneland aus: Ihre Ausmaße ermöglichen den Vorschub von sehr großem und festem Bandmaterial, ihre technische Auslegung stellt zudem ein breites Teilespektrum in der Produktion sicher. Dabei kann das stark verzunderte und säbelhaltige Coilmaterial von Kverneland prozesssicher verarbeitet werden. Die Anlage verfügt hierfür über eine Haspel mit einem durchgehenden Spreizbereich von 450 bis 800 Millimetern. 25-Tonnen-Coils können abgewickelt werden. Das Band läuft anschließend durch eine Vorschub-Richtmaschine mit neun synchronisierten Servoachsen und 350 Kilowatt Richt- und Vortriebsleistung. Dabei benötigen die Richtwalzen keine Abstützung. Auf diese Weise wird während des Richtvorgangs die Ablagerung von Zunderrückständen in der Richtmaschine, die sich auf dem Coil-Material befinden, vermieden. "Zusammen mit der vollautomatischen Säbelkompensation, garantiert dies eine hohe Prozessgenauigkeit und trägt somit entscheidend zur Bauteilequalität bei", erklärt Weiß. lg

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige