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Schott Solar verdoppelt Produktionskapazität

Die Schott Solar AG plant nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2009/10 (1.10.2009 - 30.09.2010) eine Verdopplung der Produktionskapazitäten für Solarmodule auf rund 830 Megawatt (MW) jährlich. Dazu wird Schott unter anderem am deutschen Produktionsstandort Jena die Waferkapazitäten verdoppeln und gleichzeitig das internationale Produktionsnetzwerk weiter ausbauen: Gemeinsam mit Hareon Solar Technology Co., Ltd. gründet das Unternehmen ein Joint Venture für den Aufbau und Betrieb einer eigenen Produktion von Solar-Modulen in China. Mit diesem Schritt sichert das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit durch Skaleneffekte und die Reduktion der Produktionskosten im Wachstumsmarkt China.

"Asien wird sich zu einer der größten Wachstumsregionen für Photovoltaik entwickeln. Die chinesische Regierung hat die strategische Bedeutung der Erneuerbaren Energien erkannt und setzt konsequent auf diese Zukunftsbranche. Daher nutzen wir jetzt die generell gute Marktsituation für einen strategischen Ausbau unserer Fertigung in dieser Region und die weitere Internationalisierung unseres Solargeschäftes", sagt Prof. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der Schott AG. "Schott produziert seit vielen Jahren auch in Ostasien. Auf diese Weise ist es uns gelungen, langfristig die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland abzusichern und auf den internationalen Märkten konkurrenzfähig zu sein", fügt Ungeheuer hinzu.

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Die erste Ausbaustufe des Joint Ventures mit Sitz in Taicang, nordöstlich von Shanghai, sieht eine jährliche Produktionskapazität von 300 MW an Solar-Modulen vor, ein weiterer Ausbau ist beabsichtigt. Weitere 530 MW fertigt das Unternehmen nach wie vor an den bestehenden Standorten in den USA (Albuquerque, New Mexico) und in der Tschechischen Republik. Dort hatte Schott die Produktionskapazitäten in den vergangenen beiden Jahren bereits mehr als verdoppelt.

Fokus liegt auf Qualität

Das neue Joint Venture ist paritätisch besetzt. Schott Solar verantwortet alle entscheidenden Managementpositionen, die für Qualität und Zuverlässigkeit von Bedeutung sind. Damit sichert das Unternehmen eine gleichbleibend hohe Qualität, unabhängig vom Produktionsstandort. Ein spezielles Zentrum zur Qualitätssicherung in China unterstreicht diesen Anspruch.

"In der geplanten Produktion werden ausschließlich Solarmodule für Schott hergestellt. Dabei bestimmen wir sowohl den Einkauf der Rohmaterialien und Komponenten, als auch den gesamten Produktionsprozess und die Endkontrolle nach unseren Qualitätsrichtlinien. Unsere Mitarbeiter vor Ort garantieren unseren Qualitätsprozess direkt in der Produktionslinie", erklärt Dr. Martin Heming, CEO der Schott Solar AG, und ergänzt: "Unser Joint Venture-Partner Hareon Solar ist ein etablierter Hersteller mit langjähriger Erfahrung in der Produktion von PV-Komponenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Produktion zeichnet sich durch einen durchweg höheren Grad an Automatisierung und Mechanisierung aus, als in der PV-Fertigung in China sonst üblich".

"Wir freuen uns, mit einem so starken globalen Markenunternehmen wie Schott Solar zusammenzuarbeiten, das bekannt ist für seine Innovationskraft und sein technisches Können sowie sein langjähriges Engagement für die PV-Branche", sagt Samuel Yang, President and CEO von Hareon Solar, zur Gründung des Gemeinschaftsunternehmens.

Investitionen in deutsche Standorte

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und den technologischen Vorsprung weiter auszubauen, investiert Schott außerdem in die deutschen Standorte. Die Kapazitäten in der Wafer-Produktion wird das Unternehmen im ersten Halbjahr 2011 auf eine Gesamtleistung von 500 MW verdoppeln. Damit wird die weltweit modernste Fertigung zur Herstellung von Solar-Siliciumwafern weiter ausgebaut. Auch die Zahl der Mitarbeiter der Wafer-Sparte in Jena wird in den nächsten Monaten weiter aufgestockt werden. Dann verlassen 125 Millionen Wafer pro Jahr die weltweit modernste Fertigungsstrecke von Solar-Silciumwafern - das entspricht 4 Wafern pro Sekunde.

Am Standort Alzenau werden Solarzellen produziert. Alzenau ist zugleich das technische Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung bei Schott Solar. lg

 

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