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Schmolz + Bickenbach: Gussteile für Gasturbine von Siemens

Die Gasturbine ist das Herzstück eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks von E.ON in Irsching bei Ingolstadt (Block 4) und wurde bereits mit zwei Umweltpreisen prämiert - dem "Innovationspreis für Klima und Umweltschutz" vom Bundesumweltministerium und vom Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. sowie mit dem Stahl-Innovationspreis "Klimaschutz mit Stahl". Die Besonderheit der Gasturbine: Ein kombiniertes Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk erreicht mit ihr einen Wirkungsgrad von über 60 Prozent - das ist eine Leistungssteigerung von ungefähr zwei Prozent gegenüber bisherigen Lösungen. Diese Differenz klingt zunächst gering, bedeutet in der Realität aber eine Reduzierung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid um rund 43.000 Tonnen pro Jahr. Siemens steigert den Wirkungsgrad unter anderem durch eine Erhöhung der Eingangstemperatur des brennenden Gases um 80 bis 100 Grad Celsius - diese liegt damit nun bei ca. 1.500 Grad Celsius. Aus diesen hohen Temperaturen ergeben sich natürlich höchste Anforderungen an die eingesetzten Materialien. So besteht die Turbine zu 95 Prozent aus hochwertigem Stahl, der den enormen Belastungen ohne Probleme standhalten muss. Als langjähriger Kooperationspartner von Siemens war auch die Schmolz + Bickenbach Guss Gruppe als Edelstahlgusslieferant an dem Projekt beteiligt. Sie lieferte Leitschaufelträger, Stützpfeiler, Pre-Swirler, Ringe, die Wellenabdeckung sowie Transportpoller. Die mit dem Formstoff Sand oder Keramik im Handformguss hergestellten Einzelteile wurden in den eigenen mechanischen Werkstätten sowohl vor- als auch fertigbearbeitet. Umfangreiche Tests während des Gießvorgangs und insbesondere nach der mechanischen Bearbeitung stellten sicher, dass die Gussteile komplett den Siemens-Werkstoff- und -Bauteilspezifikationen entsprechen. lg

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