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Schaeffler Gruppe zeigt operative Stärke

Dr. Jürgen M. Geißinger, CEO Schaeffler Gruppe

Die Schaeffler Gruppe, einer der weltweit führenden Automobil- und Industriezulieferer, hat die schwerste gesamtwirtschaftliche Krise der jüngeren Vergangenheit erfolgreich gemeistert und ist schneller als erwartet zu gewohnter Stärke zurückgekehrt. Das Unternehmen profitiert dabei von der erstarkten Nachfrage aus dem Automobil- und Industriesektor. Die Schaeffler Gruppe arbeitet bereits wieder nahe an der Kapazitätsgrenze und ist in allen Werken weltweit fast ausgelastet. Zugleich zeigen die bereits 2009 gestarteten Kostensenkungs- und Optimierungsprogramme positive Wirkung. Zudem wurden Fortschritte beim Schuldenabbau erzielt und so Flexibilität für Investitionen und weiteres Wachstum geschaffen. Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Umsatz um 31 Prozent auf rd. 4,6 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: rd. 3,5 Mrd. Euro). Die Innovationskraft und operative Exzellenz der Schaeffler Gruppe zeigen sich noch deutlicher in der Ergebnisentwicklung: Im operativen Geschäft erwirtschaftete Schaeffler in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von 739 Mio. Euro (108 Mio. Euro). Die EBIT-Marge stieg auf rd. 16 Prozent (3 Prozent) und liegt damit über dem langjährigen Durchschnitt. Beide Sparten - Automotive und Industrie - haben ihre Umsätze gesteigert und die Ergebnisse deutlich verbessert: In der Sparte Automotive legte das operative Ergebnis (EBIT) im 1. Halbjahr auf 517 Mio. Euro (- 1 Mio. Euro) zu, während das operative Ergebnis der Sparte Industrie sich auf 222 Mio. Euro (109 Mio. Euro) mehr als verdoppelte. Die Erholung im Industriegeschäft folgt der Entwicklung von Automotive erfahrungsgemäß um mehrere Monate zeitversetzt. Dies zeigt die unterschiedliche Umsatzentwicklung beider Sparten zum 1. Halbjahr: Automotive plus 45 Prozent auf rd. 3,1 Mrd. Euro, Industrie plus 5 Prozent auf rd. 1,4 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet die Schaeffler Gruppe einen Umsatz von mehr als 8 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von mehr als 10 Prozent. Dazu sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, CEO der Schaeffler Gruppe: "Die Schaeffler Gruppe hat im 1. Halbjahr ein hervorragendes operatives Ergebnis erwirtschaftet. Wir sind gut in das 2. Halbjahr gestartet und optimistisch, dass wir unsere selbstgesteckten Ziele übertreffen werden." Das Konzernergebnis im 1. Halbjahr betrug minus 260 Mio. Euro. Darin enthalten ist ein einmaliger Verwässerungsverlust in Höhe von 396 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung bei der Continental AG im Januar, an der die Schaeffler Gruppe nicht teilgenommen hat. Ohne diesen Einmaleffekt beträgt der Konzerngewinn im 1. Halbjahr 136 Mio. Euro (- 625 Mio. Euro). Im 2. Quartal wurde ein positives Konzernergebnis von 97 Mio. Euro erzielt. Ein weiterer Beleg für die operative Stärke und verbesserte finanzielle Flexibilität ist der Free Cash Flow von 336 Mio. Euro im 1. Halbjahr. Darin spiegeln sich die überdurchschnittliche Ertragskraft der Schaeffler Gruppe und die Fähigkeit, Investitionen und Zinsen vollständig aus dem laufenden Geschäft zu bestreiten. Vor diesem Hintergrund sind umfangreiche Investitionen in Wachstumsmärkten geplant. Allein im asiatischen Wirtschaftsraum wird Schaeffler in den nächsten Jahren etwa 300 Mio. Euro investieren. Die Netto-Verschuldung der Schaeffler Gruppe betrug per Ende Juni rd. 5,9 Mrd. Euro, was einem Rückgang zum Jahresende von mehr als 200 Mio. Euro entspricht. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch beim Verschuldungsgrad, berechnet als Netto-Finanzschulden im Verhältnis zum EBITDA, der auf 3,5 zum Halbjahr von 5,6 (Ende 2009) reduziert werden konnte. Das Eigenkapital der Schaeffler Gruppe betrug zum 30. Juni 2010 rd. 3,0 Mrd. Euro. Bei einer Bilanzsumme von rd. 13,3 Mrd. Euro ergab sich eine Eigenkapitalquote von 23 Prozent. Dazu sagte Klaus Rosenfeld, CFO Schaeffler Gruppe: "Unsere Finanzierungssituation hat sich im 1. Halbjahr deutlich entspannt. Wir werden in den nächsten Jahren unsere Netto-Verschuldung weiter reduzieren. Das Thema Schuldenabbau hat für uns hohe Priorität." Die Kooperation mit der Continental AG ist ein weiterer Baustein in der Strategie, das Unternehmen als weltweit führenden Auto- und Industriezulieferer zu positionieren. Der Fokus liegt hier auf dem operativen Geschäft und den bereits erfolgreich begonnenen gemeinsamen Projekten. Dazu zählt neben der Einkaufskooperation etwa die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Turboladern und eine Vielzahl weiterer Projekte ist bereits angestoßen. Insgesamt profitiert die Schaeffler Gruppe von ihrer sehr guten Marktstellung und ihrer Produktqualität sowie einer ungebremsten Innovationskraft. Auch wenn der sich abzeichnende globale Konjunkturaufschwung noch mit Unsicherheiten behaftet ist, zeigt sich Schaeffler optimistisch: "Wir sind sowohl operativ als auch strategisch bestens gerüstet, um die großen Zukunftstrends unserer Branche - Energieeffizienz, Mechatronik und E-Mobilität - mit zu gestalten und die Markt-position der Schaeffler Gruppe weiter auszubauen", sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, CEO Schaeffler Gruppe.

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