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Schaeffler: Guter Jahresauftakt

Das Unternehmen Schaeffler ist nach eigenen Angaben gut ins Jahr 2012 gestartet. "Wir haben unsere Wachstumsstrategie im ersten Quartal 2012 trotz des schwieriger gewordenen Umfelds erfolgreich fortgesetzt. Mit einem Umsatzwachstum von sechs Prozent sind wir erneut über dem Markt gewachsen. Unsere Profitabilität konnten wir auf hohem Niveau stabilisieren", sagte der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG, Dr. Jürgen M. Geißinger.

Der Umsatz der ersten drei Monate 2012 stieg um rund sechs Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der Umsatzanstieg in den beiden Sparten Automotive und Industrie lag erneut über dem jeweiligen Marktwachstum. Die Sparte Automotive steigerte den Umsatz um rund 6 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Die Sparte Industrie wuchs um ebenfalls rund 6 Prozent auf rund 900 Millionen Euro. Die Region Nordamerika verzeichnete mit 17 Prozent das höchste Umsatzwachstum, gefolgt von Asien/Pazifik mit 14 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent. Die Regionen Europa ohne Deutschland und Südamerika entwickelten sich mit 3 bzw. 7 Prozent rückläufig.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 401 Millionen Euro (Vorjahr: 472 Millionen Euro) und konnte damit den überdurchschnittlich guten Vorjahreswert infolge des auch im ersten Quartal fortgeführten Kapazitätsaufbaus und wachstumsinduzierter Vorlaufkosten erwartungsgemäß nicht erreichen. Die EBIT-Marge betrug 14 Prozent, nach 17,5 Prozent im ersten Quartal 2011. Das Konzern-Nettoergebnis lag im Berichtszeitraum bei 236 Millionen Euro (Vorjahr: 438 Millionen Euro). Das Nettoergebnis des Vorjahreszeitraums war durch nicht zahlungswirksame Marktwertveränderungen von Zinsderivaten in Höhe von 156 Millionen Euro positiv beeinflusst.

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Der operative Cash Flow konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht gesteigert werden. Die Investitionen wurden mehr als verdoppelt. Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf 244 Millionen Euro (Vorjahr: 114 Millionen Euro). Der regionale Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag erneut in Asien, wo die in 2011 begonnenen Projekte in China und Indien weiter fortgesetzt wurden. Ziel dieser Investitionen ist, den lokalen Anteil an der Wertschöpfung zu erhöhen. Als Folge der stark gestiegenen Investitionen sowie einmaliger Transaktionskosten im Zusammenhang mit der umfassenden Refinanzierung im ersten Quartal lag der Free Cash Flow bei minus 107 Millionen Euro (Vorjahr: plus elf Millionen Euro).
Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum Ende des ersten Quartals auf rund 7,2 Milliarden Euro (Ende 2011: 7,1 Milliarden Euro). Die Ende Januar bekannt gegebene Refinanzierung der Kreditverbindlichkeiten wurde im ersten Quartal 2012 weitestgehend umgesetzt. "Mit der Refinanzierung unserer Senior-Finanzschulden ist es uns gelungen, das Fälligkeitsprofil unserer Kredite deutlich zu verbessern. Wir konnten rund 3,5 Milliarden Euro an Hochzinsanleihen und Krediten erfolgreich am Kapitalmarkt platzieren und somit unsere Finanzierungsquellen verbreitern," sagte Klaus Rosenfeld, Finanzvorstand der Schaeffler AG. "Aufgrund deutlich gestiegener Investitionen und Einmaleffekte aus diesen Transaktionen war der Free Cash Flow im ersten Quartal negativ. Im Jahresverlauf erwarten wir eine gute Free Cash Flow Entwicklung und rechnen insgesamt für das Gesamtjahr mit einem positiven Free Cash Flow."

Ausblick 2012: Die für die Schaeffler Gruppe relevanten Märkte weisen in zunehmendem Maße eine regional unterschiedliche Entwicklung auf. Während die Automobilproduktion und die Industriesektoren in Nordamerika und Asien weiterhin wachsen, bleibt die Situation in Europa herausfordernd. Angesichts des guten Starts ins Jahr 2012 bleiben die Ziele für das Gesamtjahr jedoch bestehen. Dr. Geißinger sagte: "Auch wenn sich die regionalen Märkte derzeit deutlich unterschiedlich entwickeln, sehen wir weltweit weiter solide Wachstumschancen für unser Geschäft. Wir gehen daher unverändert davon aus, 2012 ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent und eine EBIT-Marge von mehr als 13 Prozent zu erreichen." kf

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