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Sartorius: meldet gute Zahlen nach 9 Monaten

Geschäftsentwicklung der beiden Konzern-Sparten: Sartorius Stedim Biotech

Die Biotechnologie-Sparte (Sartorius Stedim Biotech) steigerte ihren Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 um 9,1% (wechselkursbereinigt: +6,4%) auf 330,9 Mio. Euro (VJ 303,4 Mio.Euro). Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 7,0% (wechselkursbereinigt: +4,6%) auf 318,8 Mio. Euro (Vorjahr 298,0 Mio. Euro) zu. Erwartungsgemäß trugen zu der positiven Entwicklung des Auftragseingangs insbesondere Bestellungen für Fermenter und andere biotechnologische Produktionsanlagen (Equipment) aus dem Raum Asien/Pazifik bei, wo die Pharmaindustrie derzeit stark in den Aufbau neuer Anlagen investiert. Auch das Geschäft mit Einwegprodukten für die biopharmazeutische Produktion erwies sich erneut als Wachstumstreiber; hier kamen die größten Zuwachsraten aus Nordamerika und aus Asien/Pazifik. In Europa fiel das Wachstum verhaltener aus. Die Entwicklung in dieser Region ist allerdings beeinflusst durch den zusätzlichen Vorjahresumsatz, den die Sparte 2009 im Zusammenhang mit der Schweinegrippe erzielt hatte. Die Sparte Biotechnologie erhöhte ihr operatives Ergebnis (um Sonderaufwendungen bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation = underlying EBITA) von 46,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 50,1 Mio. Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 15,5% auf 15,7%.

Sartorius Mechatronics

Dr. Joachim Kreuzburg, Sartorius-Vorstandsvorsitzender

Die Sparte Mechatronik erhielt in den ersten neun Monaten Aufträge im Wert von 177,4 Mio. Euro nach 151,4 Mio. Euro im Vorjahr. Damit steigerte die Sparte ihren Auftragseingang gegenüber dem krisenbedingt schwachen Vorjahreswert mit 17,2% deutlich (wechselkursbereinigt: +14,1%). Auch der Umsatz erholte sich kräftig um 11,4% von 146,8 Mio. Euro auf 163,6 Mio. Euro (wechselkursbereinigt +8,5%). Zu dieser positiven Entwicklung trugen sowohl die Laborprodukte als auch die Produkte der industriellen Wäge- und Kontrolltechnik bei. Zudem kamen aus allen Geschäftsregionen deutliche Wachstumsimpulse; die höchsten Zuwächse wurden in der Region Asien/Pazifik erzielt. Mit 8,8 Mio. Euro erwirtschaftete die Mechatronik-Sparte während der ersten neun Monate ein deutlich positives operatives Ergebnis (underlying EBITA) nach einem operativen Verlust von 2,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die entsprechende Marge verbesserte sich von -1,6% auf 5,4%. "Es ist erfreulich, dass die Erholung des Geschäfts in unserer Mechatronik-Sparte weiter voranschreitet. Zu der positiven Gewinnentwicklung der Sparte hat neben dem deutlich verbesserten wirtschaftlichen Umfeld unser umfangreiches Restrukturierungsprogramm entscheidend beigetragen. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung dieser Sparte und stellen jetzt die Weichen für künftiges Umsatz- und Gewinnwachstum", kommentierte Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg.

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Geschäftsentwicklung Sartorius Konzern

Im Konzern insgesamt erhielt Sartorius in den ersten 9 Monaten Aufträge in Höhe von 508,3 Mio. Euro (Vorjahr: 454,8 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 11,8% (wechselkursbereinigt: +9,0%). Der Konzernumsatz legte um 8,5% (wechselkursbereinigt: +5,9%) auf 482,3 Mio. Euro nach 444,7 Mio. Euro im Vorjahr zu. Auch das operative Ergebnis des Konzerns (underlying EBITA) für die Monate Januar bis September erhöhte sich deutlich und stieg um 34,1% von 43,9 Mio. Euro auf 58,9 Mio. Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich dementsprechend von 9,9% im Vorjahr auf 12,2%. Der maßgebliche Nettogewinn beträgt 26,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro). Er ergibt sich durch Bereinigung um die Sonderaufwendungen (3,3 Mio. Euro; Vorjahr 24,7 Mio. Euro) und die nicht zahlungswirksame Amortisation (5,3 Mio. Euro; Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Das entsprechende Ergebnis je Aktie beträgt 1,55 Euro (Vorjahr: 0,81 Euro). Der Konzern erzielte zudem mit 60,8 Mio. Euro einen deutlich positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit. Der mit 104,8 Mio. Euro noch höhere Vorjahreswert war durch positive Einmaleffekte beeinflusst, insbesondere um rund 36 Mio. Euro aus dem in der Vorperiode erstmalig umgesetzten Factoring-Programm.

Ausblick Sartorius Konzern

Auf Basis der 9-Monats-Ergebnisse hat die Unternehmensleitung für das Gesamtjahr 2010 ihre Wachstumsprognose bestätigt und die Gewinnerwartung leicht angehoben. Demgemäß erwartet das Unternehmen auf Konzernebene unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwas oberhalb von 5%. Hinsichtlich der Profitabilität rechnet das Management nunmehr mit einer Verbesserung der operativen EBITA-Marge um rund 2,5 Prozentpunkte, nachdem bisher eine Verbesserung um ein bis zwei Prozentpunkte erwartet worden war. Unverändert wird weiterhin ein deutlich positiver operativer Cashflow prognostiziert. "Das Jahr 2010 wird aller Voraussicht nach hinsichtlich aller wichtigen Kennzahlen ein erfolgreiches Jahr für den Sartorius Konzern. Von dieser Basis aus werden wir uns voll auf weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum konzentrieren. Dabei werden neue Produkte und operative Exzellenz eine wichtige Rolle spielen, aber auch die Erschließung neuer strategischer Geschäftsfelder", so Kreuzburg. "Wir prüfen deshalb derzeit auch Optionen, unsere Konzernorganisation hinsichtlich Effizienz und Flexibilität weiterzuentwickeln, z. B. in Richtung einer Holdingstruktur." lg

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