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RWTH Aachen wurde in PACE-Initiative aufgenommen

Nachdem die RWTH Aachen bereits seit dem Jahr 2006 durch Sachspenden, Teilnahme an Konferenzen und Projekten für Studierende von der so genannten PACE-Initiative (Partners for the Advancement of Collaborative Engineering Education) profitieren konnte, feierte Mitte Februar 2008 mit einem offiziellen Festakt die Aufnahme in die PACE-Gemeinschaft. PACE (www.pacepartners.org) ist eine gemeinschaftliche Initiative von General Motors (GM)/Adam Opel GmbH, EDS, Hewlett Packard, Siemens PLM Software sowie Sun Microsystems zur Verbesserung der praxisnahen Ausbildung von Ingenieuren und Designern für den Automobilsektor. Mit der Aufnahme bei PACE befindet sich die RWTH Aachen in einem Kreis von weltweit renommierten Universitäten wie das MIT, Virginia Tech, Georgia Tech sowie weiteren Institutionen aus Australien, Kanada, China, Mexiko, Süd-Amerika, Süd-Korea und Schweden.

Im Jahr 2007 konnten an der RWTH Aachen bereits vor der offiziellen Aufnahme zwei Rechnerräume durch PACE-Mittel ausgestattet werden (Foto: RWTH/ikt).

Die besondere Bedeutung dieses Ereignisses zeigte die Anwesenheit hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. So konnte RWTH-Rektor Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut insbesondere Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Innovation, Forschung und Technologie, begrüßen, der die Glückwünsche der Landesregierung überbrachte. Weitere Gratulanten waren Holger Kimmes, Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen und Arbeitsdirektor der Adam Opel GmbH, Martien Merks, Vizepräsident und Managing Director von Siemens PLM Software GmbH, Christian Wollheim, Account Manager EDS Europe, Klaus Ehrenberger, Business Development Manager HP, Harald Fratz, Senoir Partner Account Executive Sun Microsystems und Dr. Winfried Heinzel, Direktor des Dezernats für Internationale Angelegenheiten der Technischen Universität (TU) Darmstadt.

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Die Aufnahme in die PACE-Gemeinschaft ist nicht selbstverständlich. Nur die führenden Universitäten in Ländern, die Fachkräfte für die Automobilindustrie ausbilden, erhalten Chancen auf die Förderung. Darüber hinaus ist auch die Anzahl pro Land strikt beschränkt. Nach der TU Darmstadt sollte nur noch eine deutsche Universität aufgenommen werden. Dabei konnte sich die RWTH unter Federführung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen vom Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik mit ihrem Aufnahmeantrag durchsetzen. Ab dem kommenden Sommer semester steht für die Studierenden der beiden Studiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen für ein Jahr eine ausreichende Anzahl von Lizenzen für die Software NX 5 (CAD) und Teamcenter (Collaborative Engineering) zur Verfügung. Damit können die Studierenden auch zu Hause am eigenen Rechner arbeiten. Außerdem wurde ein Server kostenlos bereit gestellt. Eine weitere Motivation für die PACE-Mitgliedschaft liegt in der Weiterbildung der Dozenten durch Schulungen der Software-Anbieter. Durch regelmäßige Workshops ist auch die Aktualität der Lehre gewährleistet.

Schließlich bietet die Netzwerkbildung zwischen Hochschulen, Studierenden und der Industrie auf internationaler Ebene ein drittes Argument, der PACE-Gemeinschaft beizutreten. Mit PACE bestehen direkte Kontakte durch spezielle Kurse, Workshops, Konferenzen oder Projekten wie das Global-Vehicle-Project. Bei diesem Projekt haben Studierende aus 21 Hochschulen in zehn Ländern einen Formel-Rennwagen gemeinsam konstruiert und gebaut. Als ein weiteres inter- nationales Gemeinschaftsprojekt ist im kommenden Sommersemester mit der Hongik Universität in Süd-Korea eine Lehrveranstaltung »Kooperative Produktentwicklung« vorgesehen, wobei die Studierenden in Aachen und Süd-Korea per »Video-Conferencing« kommunizieren. Thema ist die Entwicklung eines Fahrzeuges für Senioren. -fr-

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