Rekordjahr Nummer vier für Dortmunder Pumpenspezialist

Wilo Gruppe steigert Umsatz und Gewinn

Die Wilo Gruppe hat ihren Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt und den Umsatz um 3,7 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro gesteigert. Für den Pumpenspezialisten ist dies der vierte Umsatzrekord in Folge.

Stammsitz der Muttergesellschaft WILO SE in Dortmund.

"Mit Blick auf die immer noch verhaltene volkswirtschaftliche Situation in vielen Ländern der Welt ist bemerkenswert, dass wir unsere ehrgeizigen Ziele zum größten Teil erreicht oder übertroffen haben", sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Hermes auf der Bilanzpressekonferenz der Wilo Gruppe am Dienstag in Düsseldorf. "Wir konnten uns dynamischer entwickeln als der Gesamtmarkt, obwohl die makroökonomische Situation sich weltweit nicht in dem Maße erholt hat wie prognostiziert¿, erläuterte der 43-Jährige. "Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen konnten wir 2013 die Weichen für eine weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung stellen."

Kennzahlen bestätigen Rekordjahr

Nicht nur beim Umsatz blickt die Wilo Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit 125,7 Mio. Euro (Vorjahr: 119,7 Mio. Euro) erzielte die Gruppe den bisher höchsten operativen Gewinn (EBIT) der Unternehmensgeschichte. Das Konzernergebnis stieg auf 83,0 Mio. Euro (Vorjahr: 78,2 Mio. Euro) und hat sich damit auf einen historischen Höchstwert verbessert.

Im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung hat die Wilo Gruppe im Geschäftsjahr 2013 ihre Belegschaft um 4,3 Prozent, auf durchschnittlich 7.194 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ausgebaut.

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Zudem modernisierte das Unternehmen mit Stammsitz in Dortmund seine Markenidentität und stellte sein Markenversprechen als einer der weltweit führenden Pumpenspezialisten in der Gebäudetechnik, der Wasserwirtschaft und im Industriesegment noch klarer heraus.

Gezielte strategische Investitionen als Wachstumstreiber

Im Geschäftsjahr 2013 hat Wilo 71,0 Mio. Euro investiert. Die Investitionen bezogen sich im Wesentlichen auf Kapazitätserweiterungen, neue Fertigungstechnologien sowie den Ausbau der vorhandenen Vertriebs- und Produktionsstandorte. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war die Modernisierung und Erweiterung der Produktionskapazitäten an den wichtigen europäischen Standorten in Deutschland und Frankreich in Höhe von zusammen 31,4 Mio. EUR.

In Russland plant die Wilo Gruppe, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine neue Produktionsstätte zu errichten, und trägt damit der Größe und hohen Bedeutung dieses Marktes Rechnung. Dabei behält die Wilo Gruppe als Global Player die gegenwärtigengeopolitischen Risiken insbesondere in Russland stets im Blick, um rechtzeitig und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Unwägbarkeiten wie politische und soziale Unruhen in einigen Teilen der Welt, zum Beispiel aktuell in der Ukraine oder auchin der Türkei, können die Geschäftstätigkeit jederzeit beeinflussen.

Standortentwicklung am Stammsitz in Dortmund

In Dortmund wird spätestens im Verlauf des Jahres 2015 der erste Spatenstich für die Modernisierung und den Neubau von Produktions- und Verwaltungsgebäuden erfolgen. Dazu wurden am Standort bereits Ende 2012 weitere Grundstücke erworben und im Laufe des vergangenen Jahres im Rahmen der Bauvorbereitung erste Gebäude abgerissen.

"Diese Standortentwicklungsmaßnahme ist ein Bekenntnis zum Ruhrgebiet", erläuterte Hermes. "Die Stärkung unseres High-End-Standorts unterstreicht die Bedeutung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland für die gesamte Wilo Gruppe", so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Kompetenzausbau durch Akquisitionen und Kooperationen

Mit der erfolgreichen Übernahme der GEP Industrie-Systeme GmbH, einem Spezialisten im Bereich Betriebs-, Trink- und Löschwasseranlagen, werden die Geschäftsaktivitäten der Wilo Gruppe in diesem Markt gestärkt.

Im Zuge eines Venture Capital-Investments hat der Dortmunder Pumpenspezialist Anteile am Software- und Systementwickler iEXERGY aus Münster erworben. Der Vertrag über eine Minderheitsbeteiligung wurde 2013 vorbereitet und am 11. April 2014 geschlossen. Im Rahmen eines Technologieprojekts arbeiten die beiden Unternehmen gemeinsam am Informationsaustausch zwischen Hocheffizienz-Pumpen und weiteren Komponenten innerhalb der Gebäudeautomation.

Rund ein Viertel mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung

43,9 Mio. EUR sind im vergangenen Geschäftsjahr für Forschung und Entwicklung aufgewendet worden. Das sind 12 % mehr als noch 2012. Damit wurde der Anspruch der Wilo Gruppe, die führende Position in Bezug auf Technologie, Innovation und Qualität auszubauen, deutlich unterstrichen. So wurden in 2013 wesentliche Produktentwicklungsaktivitäten weiter intensiviert. Dies trifft in besonderem Maße auf sämtliche Aktivitäten und Entwicklungen rund um das Thema Energie- und Ressourceneffizienz zu. Die Mitarbeiterzahl im Bereich Forschung und Entwicklung wurde um mehr als 25 % erhöht.

Die konsequente Förderung der Forschung und Entwicklung schlägt sich in innovativen Produkten nieder. Revolutionär effektiv und zugleich verblüffend einfach zu installieren ist Wilo-Heatfixx, die Problemlösung für unterversorgte Heizflächen im Heizsystem. Dank moderner Funktechnologie und standardisierter Installationstechnik sorgt Wilo-Heatfixx für eine optimale Versorgung
- ohne großen Planungs- und Montageaufwand. Erfolgreich verlief auch die Markteinführung der Wilo-AxumCut PRO, einer weiterentwickelten Schraubenspindelpumpe für den Schmutz- und Abwasserbereich. Sie lässt sich in Anwendungen mit unterschiedlichsten Förderhöhen und Mengen einsetzen.

Steigende Umsätze in allen regionalen Märkten

Mit 50,6 Prozent hat die Region Europe den größten Anteil am Gesamtumsatz der global aufgestellten Wilo Gruppe. Der Umsatz lag hier im Geschäftsjahr 2013 bei 622,6 Mio. Euro und somit über dem Vorjahresumsatz von 615,9 Mio. Euro. Der Umsatzanteil der Region Asia Pacific betrug 23,4 Prozent. Der Umsatz stieg von 271,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012 auf 287,4 Mio. Euro in 2013. In der Region EMEA lag der Umsatz bei 210,0 Mio. Euro (Vorjahr: 195,5 Mio. Euro), was einem Anteil von 17,0 Prozent entspricht.

Hermes: "Unsere Strategie, in neuen Märkten stark zu wachsen und in den reifen Märkten stark zu bleiben, hat sich ein weiteres Mal ausgezahlt." Wilo werde seine Expansion in den kommenden Jahren in den südostasiatischen Schwellenländern intensivieren und eine gesteigerte Marktpräsenz in wachstumsstarken Ländern Lateinamerikas und Afrikas anstreben. "Zudem bleibt das Ziel, die starke Marktposition in Europa weiter zu festigen", so Hermes.

Neue Horizonte erschließen

Wilo berücksichtigt für die weitere Unternehmensentwicklung die für die Wilo Gruppe als relevant erachteten Megatrends Globalisierung, Urbanisierung, technologischer Fortschritt, Wassermangel, Energieknappheit und Klimawandel. Die globalen Megatrends berücksichtigen dabei langfristige Entwicklungen wichtiger sozioökonomischer Veränderungen. Für die Wilo Gruppe erschließen sich aus der Betrachtung der globalen Megatrends neue Handlungsfelder für das weitere nachhaltige Wachstum.

So eröffnet beispielsweisedie stark zunehmende Urbanisierung große Chancen: In Afrika und Asien wohnen heute nur rund 40 Prozent der Menschen in Städten - deutlich weniger als in den traditionellen Industrienationen. Aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik wird sich dies in den kommenden Jahren drastisch ändern.

Mehr und mehr Menschen zieht es in die Ballungsräume, und zudem werden zahlreiche neue, große Städte und Megacitys entstehen. ¿Eine unserer Stärken ist es, Märkte immer in ihrem vielschichtigen Gesamtkontext zu begreifen. Nur so können wir unsere Kompetenzen exakt auf die unterschiedlichen landestypischen Gegebenheiten ausrichten. Erst auf diese Weise entstehen zukunftsorientierte Lösungen¿, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Oliver Hermes.

Wie groß das Potenzial für Wilo auf der anderen Seite auch in den vermeintlich gesättigten Märkten Europas und insbesondere Deutschlandsist, lässt sich anhand von Fakten leicht verdeutlichen. Neun von zehn Heizungspumpen in europäischen Haushalten sind technologisch veraltet. Mit dem Einsatz von Hocheffizienzpumpen können bis zu 90 Prozent des Energieverbrauchs reduziert werden. Auf die EU hochgerechnet ergeben sich allein im Bereich der Nassläuferpumpen ein Einsparpotenzial von 32 Terrawattstunden und eine mögliche Verminderung des CO2-Ausstoßes um 11 Mio. Tonnen. Die Wilo Gruppe erkennt ihre Mitverantwortung für den langfristigen Prozess, der in Deutschland den Titel "Energiewende" trägt und in Europa mit ehrgeizigen Verordnungen vorangetrieben wird. Wilo hat schon heute eines der effizientesten Pumpen-Portfolios der Welt. kf

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