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Rectus und Pflitsch setzen auf Innovationskraft

Auf deutsche Technik und Innovationskraft setzen zwei Firmen, die viel verbinden und die viel verbindet. Pflitsch und Rectus zählen in ihrem Bereich zu den jeweils führenden Spezialisten, die nun mit Mut, Maschinen und Werkzeugen der Krise begegnen.

"Wir haben uns in den vergangenen Jahren zu einem Kupplungsspeziallieferanten weiter entwickelt, der sehr viele Sonderlösungen in hoher Fertigungstiefe herstellt. Daher zerspanen wir auch selbst", erklärt Gerhard Bochert, Leiter Endfertigung und Werkzeugbau bei der Rectus GmbH aus Nussdorf (bei Stuttgart), die heute zum amerikanischen Konzern Parker Hannifin gehört. Die Wurzeln reichen rund 60 Jahre zurück, als Gründer Walter Klein die Einhand-Schnellverschluss-Kupplung erfand. Der Schwabe sorgte mit diesem millionenfach verkauften Artikel für den Aufstieg zu einem führenden Spezialisten für Verbindungssysteme für Druckluft.

Was entsteht in Nussdorf? Eine Spezialität sind Produkte für die Medizinbranche: Unter Reinraum-Bedingungen entstehen aus hochwertigen Kunststoffen und Elastomeren Industriekupplungen. Thomas Emmel, Division Business Development Manager: "Unsere Kupplungen zeichnen sich durch hohe Festigkeit bei geringstem Gewicht, einem totraumfreien Strömungspfad sowie Beständigkeit gegenüber den meisten Flüssigkeiten und hohen Temperaturen bis zu plus 148 Grad Celsius aus."


Ortswechsel in das Bergische Land: Bei der Pflitsch GmbH & Co. KG aus Hückeswagen (bei Remscheid) entstehen seit 1919 Verbindungselemente für elektrische Geräte und Anlagen. Unter Leitung von Harald Pflitsch, dem Enkel des Firmengründers, werden heute hochwertige Kabelverschraubungen und -kanäle für Industrie-Anwender in aller Welt gefertigt. Das Unternehmen verarbeitet eine große Bandbreite an Werkstoffen von Messing, Kunststoff, Aluminium bis hin zu Titan. Zum Verarbeiten verfügt Pflitsch über kurvengesteuerte Traub-Drehauto-maten, Schütte-Mehrspindler (6- und 8-Spindler), CNC-Drehmaschinen von Mori Seiki, Traub und Index sowie über Entgratanlagen und eine Entfettungskammer.

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Das Interessante: Pflitsch fertigt nicht nur mit Werkzeugmaschinen, sondern beliefert auch deren Hersteller. Carsten Wohlrath von der Vertriebsleitung: "Diese Branche bevorzugt Kabeleinführungssysteme für Schaltschränke oder Abzweig-kästen, bei denen es beispielsweise um die Integration von Feldbus-Techniken geht." Die Kabelkanäle stellt das Unternehmen auf einer CNC-gesteuerten Stanz-Nibbel-Maschine Trumpf TruPunch her, die über ein komplettes Handlingsystem verfügt.


Das nötige Know-how holen sich die Fachleute ebenso wie ihre Kollegen von Rectus auf Messen für die Metallverarbeitung, bei denen die Metav 2010 eine sehr wichtige Rolle übernimmt. "Nicht nur unsere Produktionsspezialisten nutzen nächstes Jahr die Metav 2010 als umfassende Informationsquelle", erklärt der Pflitsch-Vertriebsleiter. "Wir geben zudem anderen Mitarbeitern frei, damit sie sich dort Vorort weiterbilden. Wir Manager aus Vertrieb und Marketing fahren ebenfalls zur Metav, um dort Ideen für den Absatz unserer Produkte in diese Branche zu bekommen." Auch Unternehmer Harald Pflitsch zählt laut Wohlrath zu den Stammbesuchern der Metav.

 

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