Siemens Quartalszahlen Q1/2019

Gewinn rückläufig, Auftragseingang stark

Großaufträge lassen den Auftragseingang von Siemens im ersten Quartal 2019 stark anwachsen, allerdings geht auch der Gewinn stark zurück. Die Dividende steigt zum fünften Mal in Folge.

Joe Kaeser auf der Siemens-Hauptversammlung 2019 in München. © Siemens

"Das fortgesetzte hohe Auftragswachstum unterstreicht das Vertrauen der Kunden in die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. Es gibt aber noch viel zu tun, um in allen Geschäften führende Margen zu erreichen", so Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, im Rahmen der 53. ordentlichen Hauptversammlung von Siemens in München. Gemeint ist damit auch der rückläufige Gewinn.

In Zahlen bedeutet dies: Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahresquartal bereinigt (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) um 13 Prozent auf 25,172 Mrd. Euro gestiegen, die Umstzerlöse bereinigt um 2 Prozent auf 20,116 Mrd. Euro. Gründe für den guten Auftragseingang sind Großaufträge. Genannt werden hier Anstiege bei der Mehrzahl der industriellen Geschäfte, angeführt von starkem Wachstum bei Mobility, und prozentual zweistelligem Wachstum bei Energy Management, Power and Gas sowie Process Industries and Drives.

Im Geschäftsbereich Mobility sind mehrere Großaufträge genannt, ausschlaggebend für die starke Auftragslage sind ein Auftrag über 1,6 Mrd. Euro für U-Bahnen in Großbritannien sowie ein Auftrag über 0,8 Mrd. Euro für Züge, einschließlich Service, in Kanada.

Im Bereich Digital Factory bewegt sich der Auftragseingang in den Automatisierungsgeschäften nahezu auf Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse steigen in allen Geschäften, wobei ein zweistelliges Wachstum in China zu erwähnen ist.

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Einen starken Auftragseingang verzeichnet auch Process Industries and Drives. Ausschalggeben hierfür sind die Komponenten für Windkraftanlagen.

Starker Auftragsbestand, halbierter Gewinn

Den Auftragsbestand gibt Siemens mit 137 Mrd. Euro an, einem Rekordwert. Das Book-to-Bill-Verhältnis beträgt 1,25.

Das angepasste EBITA Industrielles Geschäft sank vorwiegend aufgrund der Rückgänge bei Power and Gas sowie Energy Management. Der Rückgang konnte aber durch ein höheres Angepasstes EBITA bei Process Industries and Drives sowie Digital Factory ausgeglichen werden. 

Der Gewinn nach Steuern sank von 2,211 Mrd Euro in Q1/2018 auf 1,118 Mrd. Euro im Q1/2019. Den Rückgang des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten und des Gewinns nach Steuern führt Siemens auf den starkten Rückgang begründet der Konzern mit dem hohen Niveau im Q1/2018, das den "Osram-Anteilsverkauf sowie wesentlich geringere Steueraufwendungen vorwiegend aufgrund eines positiven Nettoeffekts von 437 Mio. € aus der Neubewertung zukünftiger Steuerpositionen im Zuge der Steuerreform in den USA enthielt". Würden diese Effekte nicht berücksichtigt werden, bliebe der "Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und Gewinn nach Steuern auf entsprechendem Vorjahresniveau".

Steigende Dividende

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden zudem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Außerdem stimmten die Aktionäre dem Vorschlage der beiden Gremien zu und erhöhten die Dividende zum fünten Mal in Folge. Sie stieg damit um 10 Cent. Pro Aktie werden daher 3,80 Euro ausgeschüttet.

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