Filtration

Profitables Umsatzwachstum bei Mann+Hummel

Mann+Hummel hat im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz auf 3,9 Milliarden Euro (2016: 3,48 Milliarden Euro) gesteigert. Dies entspricht einem Wachstum auf währungsbereinigter Basis von 11,8 Prozent. Das Ergebnis (EBIT) hat sich deutlich auf 185,1 Millionen Euro (2016: 115,7 Millionen Euro) verbessert. Die EBIT-Marge erreicht 4,8 Prozent (2016: 3,3 Prozent). 

Umsatzwachstum bei Mann+Hummel

Finanzgeschäftsführerin Emese Weissenbacher zeigte sich mit dem Jahresergebnis insgesamt zufrieden: „Wie letztes Jahr angekündigt, konnten wir im Jahresverlauf 2017 beim Umsatz und besonders beim Ergebnis zulegen.“ Das EBIT stieg um 69 Millionen Euro auf 185,1 Millionen EUR. Wie bereits im Vorjahr wurde auch das Geschäftsjahr 2017 durch wesentliche Sondereffekte aus Wertminderungen und strukturellen Maßnahmen beeinflusst.

„Wir entwickeln und fertigen wegweisende Technologien für die Gesundheit und die Mobilität von Menschen. Dabei hilft der scharfe Fokus auf die Kernkompetenz des Unternehmens: Filtration. Filtration trennt Nützliches vom Schädlichen und ist eine Schlüsseltechnologie. Das gilt nicht nur für zahlreiche technische und industrielle Anwendungen, sondern auch für saubere Luft und reines Wasser“, sagte Kai Knickmann, Geschäftsführer Original Equipment bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 am Dienstag in Ludwigsburg. „Die Automobil- und Maschinenbauindustrie befinden sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Gleiches gilt für unser Geschäftsmodell. Treiber sind alternative Transportlösungen, die Digitalisierung und die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit. Selten war es interessanter und chancenreicher, die Mobilität und die Industrie der Zukunft mitzugestalten“, fügte er hinzu.

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2017 waren bei Mann+Hummel an allen Standorten durchschnittlich insgesamt 20.535 Mitarbeiter beschäftigt. Um der hohen Dynamik in der Automobilbranche noch besser gerecht zu werden, will Mann+Hummel die projektbezogene Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns forcieren: „Wir stärken den Einsatz bereichsübergreifender Teams mit hoher Eigenständigkeit bei Entscheidungen und der Zusammenarbeit. Mit unseren Kunden und Lieferanten arbeiten wir noch enger und frühzeitiger zusammen, um attraktive Produkte viel schneller in Serie zu bringen. Das bedeutet aber auch, ein Projekt rasch abzubrechen, wenn die Erwartungen nicht erfüllbar sind. Mit diesem Denken ist eine Start-up-Kultur auch in einem Konzern möglich.“ Beispiel ist das „Feinstaubfresser“-Projekt, bei dem Kollegen aus verschiedenen Bereichen interdisziplinär und frei von bestehenden Strukturen zusammenwirken.

Forschung und Entwicklung

2017 hat der Konzern 133 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert Laut Knickmann wolle man führend in Filtration bleiben, sei es im Bereich Automobil, Life Sciences oder Umwelttechnik.

„Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette und die Veränderungen bei den Antriebssystemen sind Treiber einer spannenden Entwicklung“, so Knickmann. „Daraus ergeben sich neue und interessante Geschäftsfelder für unser Unternehmen.“ Zum großen Durchbruch sei aber noch ein Technologiesprung in der Batterietechnik nötig. Auch in zehn Jahren würden - bezogen auf den Gesamtbestand an Fahrzeugen - vermutlich noch weniger als fünf Prozent der Fahrzeuge rein elektrisch angetrieben. „Jede Antriebstechnologie braucht Filtration“, so Knickmann. „Wir stehen für Vielfalt und Technologieoffenheit. Wer von der Monokultur des Verbrennungsmotors nahtlos in eine Monokultur elektrischer Antriebe wechselt, verbaut sich große Potenziale und Zukunftschancen, die wir heute noch gar nicht absehen können.“

Für alternative Antriebe bietet Mann+Hummel bereits heute ein breites Portfolio an Produkten an. Das Angebot wird immer weiter in Richtung neuer Anwendungen auch zur Filtration von Luft und Wasser ausgebaut. Dafür richtet das Unternehmen seit Januar 2018 sein Geschäftsmodell konsequent auf die beiden Marktsegmente Transportation sowie Life Sciences & Environment aus.

Ausblick auf das Jahr 2018

Für die Zukunft sieht Emese Weissenbacher das Filtrationsunternehmen bestens gerüstet: „Mann+Hummel ist finanziell solide und technologisch stark aufgestellt. Wir gehen unseren Weg fokussiert und mit einer klaren Strategie. 2017 haben wir die Akquisition von Wix-Filtron erfolgreich abgeschlossen und den  Geschäftsbereich voll in den Konzern integriert. Wix-Filtron hat unsere  Erwartungen erfüllt und besonders unsere Position im amerikanischen Ersatzteilgeschäft massiv gestärkt.“

2018 solle die Ergebnismarge weiter verbessert werden. Insgesamt erwarte man ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine leicht positive Margenentwicklung. Die operative Marge (EBIT) läge so ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich. kp

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