Märkte + Unternehmen

OWL-Maschinenbau

Informationen, Kontakte und ein wenig Prominenz ¿ diese Indrigenzien bildeten die Basis der zweiten Auflage des OWL Forums für Technologie und Innovation am 25.November 2005 in Bielefeld. Diese Zutatenliste und die richtige Mischung macht es offensichtlich, nur so ist der Zulauf der Veranstaltung zu erklären.
Mit mehr als 270 Unternehmen und über 40.000 Beschäftigten bildet der Maschinenbau eine starke Branche im Raum Ostwestfalen Lippe (OWL). Die mittelständisch organisierten Unternehmen sind außerordentlich erfolgreich, zum überwiegenden Teil auch international und sogar weltweit. Die zunehmende Globalisierung und weitere Beschleunigung des technologischen Wandels fordert auch in Zukunft hohe Innovationsbereitschaft um diese Position zu halten und auszubauen. Das betrifft nicht nur die Kernkompetenz Technologie, auch das Erschließen neuer Märkte, Nutzung der weltweiten Anbietermärkte, Eingehen von Kooperation auf allen Ebenen und viele weitere Themen beschäftigen die Branche.
Kräfte bündeln, von den Stärken und Erfahrungen anderer Unternehmen lernen und durch engere Zusammenarbeit gemeinsam profitieren sind einige der Grundideen des Verein OWL Maschinenbau. Das gemeinsam mit InnoZent OWL, Paderborn, und der OstWestfalenLippe Marketing GmbH veranstaltete Forum bestand denn auch zum großen Teil aus Referaten und Workshops zu Fragen und Problemen, die viele Unternehmen bewegen. Produktplanung, effiziente Fertigungslogistik, Unternehmensgründung und Kooperationen im Ausland und eine Fülle weiterer Themen brennt den Unternehmen unter den Nägeln. Informationen, die nicht von Unternehmensberatern sondern Praktikern kommen, lassen sich zumeist besser nutzen: Ein Rad, das sich woanders bereits dreht, muss nicht in jedem Unternehmen neu erfunden werden. Zwischen den Veranstaltungen gab es immer wieder reichlich Zeit für Gespräche der Teilnehmer untereinander und mit den Referenten.
Die Workshops wurden ergänzt und begleitet von der Technologiemesse InnoZent OWL. Wertschöpfungspartner des Maschinenbaus bieten hier ihre Lösungen an. Das Spektrum der über 40 Aussteller reichte von Beratung und Schulung über Produktionstechnologie bis hin zu Forschung und Entwicklung. Allein sieben Hochschulen präsentierten mittelstandsorientierte Transferprojekte. Auch diese begleitende Ausstellung schaffte Raum für das Knüpfen neuer Kontakte und für Diskussionen im kleinen Kreis.
Mehrere High-Lights versprach die Abendveranstaltung Zukunftsforum. Unter dem Motto ¿Kompetenz aktiv entwickeln ¿ schneller und stärker durch Netzwerke¿, stellte die Chancen durch engere Verknüpfung der Kompetenzen innerhalb der OWL Maschinenbau in den Mittelpunkt.
Dass BMW Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg referierte, ist kein Zufall. Er stammt aus Bielefeld und war dort viele Jahre in verantwortlichen Positionen tätig. Zukunftsperspektiven und Handlungsmöglichkeiten für mittelständische Maschinenbauunternehmen vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen kann auch Prof. Milberg nicht als allgemeingültige Thesen vermitteln. Dass Kooperationen in funktionierenden Netzwerken die Chancen für den Mittelstand im Wettbewerb erheblich verbessern, steht für ihn ¿ auch vor dem Erfahrungshintergrund aus der Konzerntätigkeit ¿ fest.
Mit dabei in verschiedenen Fragerunden auch Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David, Dietmar Harting, Chef der Harting Technologiegruppe, Espelkamp und der Gildemeister Vorstand Prof. Raimund Klinkner. Auch für sie hängt der künftige Erfolg der Unternehmen an guten Rahmenbedingungen in der Region und an der Fähigkeit zum Blick über den eigenen Tellerrand. Thesen, die sich an konkreten Beispielen beweisen lassen, zu deren erfolgreicher Umsetzung auch weiterhin Unterstützung benötigt wird.
Warum eine Veranstaltung der Maschinenbaubranche in Bielefeld? Diese Frage stellt sich nach dem Besuch nicht mehr. Von Provinz keine Spur, Dynamik, Offenheit und offensives Herangehen an die Aufgaben sind die Eindrücke auf den neutralen Beobachter. Die große Zahl namhafter und erfolgreicher Unternehmen der Region, die praxis- und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Forschungsinstituten, das Mitziehen der Kammern und Stadtverwaltung bei Weiterentwicklung der OWL-Maschinenbau und gute Ideen werden positive Impulse bringen. ¿Und das¿, so ein Teilnehmer ¿wird gut sein für unsere eigenen Unternehmen, aber auch für unsere Kunden¿.
dr

Links: http://www.owl-maschinenbau.de

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