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Olympus Medizintechnik startet PLM-Roll-out

Der japanische Olympus-Konzern ist nicht nur mit Kameras und Sprachprodukten weltweit erfolgreich, sondern auch mit modernster Medizintechnik. Das gilt besonders für den Bereich »Surgical«, der Systemlösungen für die Chirurgie anbietet. Diese werden europaweit vom »European Competence Center for System Integration« (ECCSI) betreut, das in Hamburg bei der »Olympus Winter & Ibe GmbH« (OWI) angesiedelt ist. Hier konnte Contact Software Ende 2007 ein Auswahlprojekt für sich entscheiden, welches das OWI-Management zur Umsetzung seiner PLM-Strategie initiiert hatte.

Olympus ist unter anderem auf die Ausstattung kompletter Operationsräume spezialisiert.

Mit einer zentralen Projektdatenbank für den Verkauf und den Aufbau von Operationssälen auf Basis von CIM Database gingen Ende letzten Jahres erste Anwendungen in den Produktivbetrieb. Außerdem wurde im Oktober 2008 die nächste Ausbaustufe für die Bereiche Entwicklung und Produktion beauftragt. Im Endausbau soll die PLM-Plattform die gesamte Prozesskette vom virtuellen Produkt bis zum After-Sales-Service abbilden und als globale Informationsdrehscheibe im Bereich »Surgical« genutzt werden.

Olympus zählt mit diesem Geschäftsfeld international zu den führenden Herstellern von Endoskopen und anderen bildgebenden Systemlösungen für die Innere Medizin und die Chirurgie, und ist auf die Ausstattung kompletter Operationsräume spezialisiert. Derartige Projekte sind komplex und aufgrund der besonderen Themenstellung mit hohen Qualitätsanforderungen verbunden – nicht nur in Entwicklung und Produktion, sondern auch im Vertrieb und der Abwicklung. Neben der anspruchsvollen Aufgabe aus einem breiten Spektrum von Systemkomponenten ein passendes Kundenangebot zu erstellen, sind bei der Abwicklung des Projektes eine Vielzahl von Personen oft multinational tätig. Die notwendigen Informationen für Konfiguration, Aufbau und Service werden dabei sowohl von verschiedenen Herstellern innerhalb der Olympus-Gruppe als auch von externen Zulieferern benötigt, was bislang viel Aufwand für Dokumentation und Datenpflege nach sich zog.

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Mit CIM Database stehen nun alle zu einem Projekt dazugehörigen gültigen Dokumente in einem zentralen System zur Verfügung, das zudem mit seinen Funktionen wie Rechtesteuerung, Workflow-Management und Versionsverwaltung für Datenkonsistenz und Prozesssicherheit sorgt. In den nächsten Monaten wird der Einsatz von CIM Database auf den Bereich Entwicklung Endoskope ausgeweitet, wodurch das bisherige PDM-System abgelöst wird. Themen sind hier zunächst das CAD/CAE-Datenmanagement für Unigraphics NX 4 und SolidEdge, die Electronic Design Automation-Lösung Pulsonix und Eplan Electric P8 sowie die Verwaltung von Office-Dokumenten. Vorgesehen ist außerdem, über Web-Services einen Datenabgleich mit dem ERP-System Baan zu realisieren. Die Einbindung eines externen Entwicklungsstandorts in Tschechien ist im Frühjahr 2009 geplant. -fr-

Contact Software GmbH, Bremen Tel. 04 21/20 15 3 - 0, http://www.contact.de

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