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Oerlikon: mobilisiert Ulmer Studenten

Das Institut für Fertigungstechnik und Werkstoffprüfung an der Hochschule Ulm suchte nach einer einfachen und bezahlbaren Lösung, um den Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Produktionstechnik und Produktionswirtschaft das automatisierte Schweißen praktisch vermitteln zu können. Ein Roboter ist wegen der Komplexität der Bedienung für einfache Studentenversuche weniger geeignet. Die Lösung fand man gemeinsam mit der Oerlikon Schweißtechnik GmbH in einem WELDYCAR, einem handlichen und mobilen Schweißfahrwagen. Bestückt mit einem Brenner und einer Schweißstromquelle verwenden die Ulmer Studenten das kleine Mobil, das schon vielfach in der Industrie im Einsatz ist, nun im Rahmen von Laborübungen zum automatisierten Schweißen. "Und das Beste daran ist", so Prof. Dr. Frank, Sprecher des Instituts für Fertigungstechnik und Werkstoffprüfung der Hochschule Ulm: "Die Oerlikon Schweißtechnik GmbH spendete der Hochschule Ulm das WELDYCAR. Wir bedanken uns für dieses vorbildliche Engagement zur Förderung des Nachwuchses und der Lehre." Das WELDYCAR ist nach Aussage des Professors auch deswegen eine hervorragende Lösung, da es völlig unkompliziert und ohne jegliche Programmierkenntnisse zu bedienen ist. "Es ist wichtig, dass unsere Studenten die Verfahren kennen und wissen, welches Gerät für welche Anwendung geeignet ist. Mit dem kleinen Schweißfahrwagen von Oerlikon können wir ohne große Vorbereitung sofort loslegen." Die Hochschule Ulm bietet Bachelor- und Master-Studiengänge im Bereich Maschinenbau und Fahrzeugtechnik an. Eine "Ulmer Spezialität" ist der Schwerpunkt "Internationaler Schweißfachingenieur", der normalerweise nur an einer SLV (Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt) als Zusatzqualifikation erlangt werden kann. Da die Hochschule Ulm seit 1971 einen Kooperationsvertrag mit der SLV Fellbach unterhält, kann diese Zusatzausbildung studienbegleitend und für ausgebildete Ingenieure auch nebenberuflich erworben werden.

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v.l.: Studierende mit Labormeister Jörg Dambacher sowie Institutssprecher Professor Dr.-Ing. Eberhard Frank (Institut für Fertigungstechnik und Werkstoffprüfung der Hochschule Ulm)

Zusätzlich gibt es an der Hochschule Ulm das Steinbeis-Transferzentrum fuür Fügetechnik an Kunststoffen und Metallen, in welchem Herr Prof. Dr. Schuler sowohl die Industriekontakte als auch die Verbindung zur Hochschule fortführt und welches sich in der fertigungstechnischen Beratung von Unternehmen etabliert hat. Das Studium an der Ulmer Hochschule basiert somit auf drei Säulen: der studentischen Lehre, der praktischen Ausbildung zum Schweißfachingenieur und den Industrieprojekten. "Der Praxisbezug ist für die Studenten in Ulm an der Tagesordnung und dies können wir durch das neue WELDYCAR von Oerlikon noch intensivieren", so Prof. Dr. Frank abschließend. lg

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