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Schiffbau-Fachforum mit voller Kraft voraus

Der Schiffbau boomt weltweit. Davon profitieren nicht nur die Werften, sondern auch die deutschen Zulieferer, die international eine Spitzenstellung einnehmen. Um die Auftragsflut zu bewältigen, müssen Werften, Reedereien, Ingenieurbüros, Ausrüster und Klassifizierungsgesellschaften effizienter zusammenarbeiten. Wie das geht, wurde auf dem 3. Schiffbau-Fachforum der PROSTEP AG in Rostock vermittelt. Mit über 60 Teilnehmern hat sich das Schiffbau-Fachforum zu einem wichtigen Branchentreffpunkt entwickelt. Zielsetzung der Veranstaltung ist es, die Rationalisierungspotenziale durch eine bessere Abstimmung von Prozessen, IT-Systemen und Daten aufzuzeigen, wie Dr. Matthias Grau von PROSTEP zum Auftakt betonte. Mitarbeiter von PROSTEP stellten den Anwesenden ihre Lösungen und Strategien für die Zulieferintegration vor, während Vertreter von Werften und Zulieferern über ihre praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz von IT-Systemen berichteten. Was effektive und effiziente Kommunikation in schiffbautechnischen Entwicklungsnetzwerken bedeutet, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Robert Bronsart vom Center of Marine Information Systems der Universität Rostock.

Was effektive und effiziente Kommunikation in schiffbautechnischen Entwicklungsnetzwerken bedeutet, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Robert Bronsart vom Center of Marine Information Systems der Universität Rostock.

Wie in anderen Branchen entfällt auch im Schiffbau ein hoher Entwicklungsanteil auf die Zulieferer, die bis zu 80 Prozent der Wertschöpfung erbringen. Mit der verteilten Entwicklung steigt der Kommunikationsbedarf, was neue Werkzeuge für die Automatisierung des Informationsaustauschs erforderlich macht. Udo Hering von PROSTEP stellte auf dem Fachforum die Software OpenDXM GlobalX vor, die eine sichere und automatisierte Kommunikation über das Internet erlaubt. Die Collaboration-Plattform unterstützt gleichzeitig die Synchronisation von PDM-Metadaten und die Bereitstellung von Angebotsunterlagen, Normteilbibliotheken oder Handbüchern in Entwicklungsnetzwerken. Ungeachtet der Tatsache, dass die Erstellung von digitalen 3D-Modellen im Schiffbau seit Jahren die Regel ist, werden die Informationen zwischen Werften, Kunden, Zulieferern und Klassifizierungsgesellschaften noch oft als Zeichnungen in Papierform oder als PDF per Mail kommuniziert. Es gebe im Schiffbau keine unternehmensübergreifende Infrastruktur für den Datenaustausch, obwohl nachvollziehbare und sichere Prozesse sowie eine Langzeitarchivierung der digitalen Daten über den gesamten Schiffslebenszyklus wesentliche Anforderungen der Branche seien, sagte Peter Pfalzgraf von PROSTEP, der den Anwesenden Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von intelligenten PDF-Dokumenten für die sichere Kommunikation von 2D- und 3D-Daten gab. PROSTEP hat sich zur Aufgabe gemacht, die Unternehmen im Schiffbau mit innovativen CA-Prozessen seefest zu machen, wie Dr. Josip Stjepandic zum Abschluss des Fachforums feststellte. Das Lösungshaus bietet dafür umfassende Serviceleistungen, angefangen von der Methodenentwicklung für den austauschgerechten Modellaufbau, über den Datenkonvertierungsdienst http://OpenDESC.com bis hin zur Entwicklung von speziellen Anwendungen, zum Beispiel einem NX-Zusatzmodul für die automatische Beflanschung von Rohrleitungen oder einer Schnittstelle zum Import von Konzeptmodellen aus NAPA in NX. Lösungen, die heute im produktiven Einsatz sind. -we-

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PROSTEP AG, Darmstadt Tel. 0 61 51/92 87 - 0, http://www.prostep.com

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