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PLM wird auf der AMB fertigungsnäher


PLM wird auf der AMB fertigungsnäher

Die Integration der früheren CAT.PRO in die AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, trifft bei den Herstellern von CAD/CAM-Systemen, Produktdaten-Management-Lösungen (PDM) und anderen Werkzeugen für das digitale Product Lifecycle Management (PLM) auf positive Resonanz. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben sich bereits über 50 Aussteller für den Bereich Software & Engineering der AMB 2008 angemeldet, etwa genau so viele wie zuletzt auf der CAT.PRO 2006 vertreten waren.

Bis zur Eröffnung der AMB, die vom 9. bis 13. September dieses Jahres erstmals auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart stattfinden wird, dürfte die Zahl der Anmeldungen weiter zunehmen, falls überhaupt noch Aussteller untergebracht werden können. Denn trotz der Verdoppelung der Ausstellungsfläche gegenüber dem Messegelände auf dem Killesberg ist das neue Gelände nämlich schon weitgehend ausgebucht.

Die thematischen Schwerpunkte der ehemaligen Fachmesse für innovative Produktentwicklung, Daten- und Prozessmanagement haben sich mit ihrer Eingliederung in den Software-Bereich der AMB verschoben. Statt der digitalen Produktentwicklung steht die digitale Fertigung stärker im Mittelpunkt, und hier insbesondere das Thema CAM (Computer Aided Manufacturing). Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind die namhaften CAM-Hersteller in Stuttgart vertreten: Unternehmen wie Cimatron, Missler Software, OpenMind, Tebis oder SolidCAM. Nicht zu vergessen die großen PLM-Anbieter wie Dassault Systèmes oder Siemens PLM Software, die den weltweiten CAM-Markt anführen.

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Aber auch die CAD-Anbieter unter den Ausstellern der AMB befinden sich in einer beneidenswerten Lage, da die meisten anderen Aussteller zugleich ihre Kunden oder zumindest potentielle Interessenten sind. Die Crème de la Crème des deutschen Werkzeugmaschinenbaus und zahlreiche Hersteller aus den europäischen Nachbarländern geben sich in Stuttgart ein Stelldichein, was die Gelegenheit für Gespräche auf Führungsebene eröffnet. Zugegebenermaßen setzen viele dieser Unternehmen inzwischen 3D-CAD-Systeme ein, so dass das Potenzial für Neugeschäfte begrenzt ist. Aber von einer effizienten Nutzung der digitalen Daten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg sind sie noch weit entfernt.

Rückrat der digitalen Produktentwicklung ist ein konsistentes Produktdaten-Management (PDM), das dafür sorgt, dass alle an der Entwicklung beteiligten Disziplinen mit den jeweils aktuellen Versionsständen der Daten arbeiten. Auf der AMB 2008 haben die Messebesucher Gelegenheit, das aktuelle Angebot an vorkonfigurierten Mittelstandspaketen in Augenschein zu nehmen, die sich nach Aussagen der Hersteller mit wenig Anpassungsaufwand implementieren lassen. Für größere Fertigungsbetriebe gewinnt außerdem das Lebenszyklus-Management ihrer Fertigungsdaten an Bedeutung, um jederzeit nachvollziehen zu können, welche Produktversionen nach welchen Unterlagen gefertigt wurden. Die traditionellen PLM-Lösungen bieten bislang wenig Unterstützung für die Steuerung und Kontrolle der fertigungsnahen Prozesse, weshalb hierfür spezielle MES-Lösungen (Manufacturing Execution System) eingesetzt werden. Sie bieten unter anderem Funktionen für die Erfassung und Auswertung der Betriebs- und Maschinendaten und erlauben dadurch eine frühzeitige Erkennung von Engpässen und Qualitätsproblemen in der Fertigung. Auf der AMB 2008 werden auch verschiedene Anbieter ihre MES-Lösungen präsentieren. -fr-

Landesmesse Stuttgart GmbH Tel. 07 11/25 89 - 0, http://www.messe-stuttgart.de/amb

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