Märkte + Unternehmen

Milliarden-Grenze wurde durchbrochen

Ansys bestätigte die erste kommerzielle Strömungssimulation mit mehr als einer Milliarde Berechnungszellen. Ein italienisches Forscherteam hatte sie im letzten Jahr als Teil einer aerodynamischen Untersuchung einer America’s Cup Yacht ausgeführt. Da der Einsatz von Simulation zunehmend eine entscheidende Bedeutung bei der Entwicklung von innovativen Produkten erlangt – und sich gleichzeitig Kosten und Entwicklungszeiten reduzieren lassen – werden Fälle in dieser Größenordnung mittelfristig vermehrt behandelt werden, um komplette und komplexe Systeme abzubilden.

Der aerodynamischen Einfluss des Windes auf die America’s Cup Yacht.

Ansys bestätigte die erste kommerzielle Strömungssimulation mit mehr als einer Milliarde Berechnungszellen. Ein italienisches Forscherteam hatte sie im letzten Jahr als Teil einer aerodynamischen Untersuchung einer America’s Cup Yacht ausgeführt. Da der Einsatz von Simulation zunehmend eine entscheidende Bedeutung bei der Entwicklung von innovativen Produkten erlangt – und sich gleichzeitig Kosten und Entwicklungszeiten reduzieren lassen – werden Fälle in dieser Größenordnung mittelfristig vermehrt behandelt werden, um komplette und komplexe Systeme abzubilden.
Es ist erst 15 Jahre her, dass Simulationen mit 60.000 Zellen als bahnbrechend bezeichnet wurden. In den letzten Jahren wurde die Zellanzahl von technologisch führenden Unternehmen auf einige Hundertmillionen Zellen gesteigert. »Abgesehen von der technologischen Leistung beim Lösen solch großer Fälle ist dies auch ein Meilenstein für die Firma Ansys, welche die Simulationssoftware für eine qualitativ hochwertige Lösung bereitstellte«, sagt Jim Cashman, Präsident und CEO von Ansys, Inc. »Es gibt immer Qualitätseinbußen, wenn ein Ingenieur gezwungenermaßen nur einen Teilbereich statt des gesamten Systems betrachtet. Dieser Erfolg ist ein weiterer Schritt hin zur realitätstreuen Simulation komplexer Systeme.«

Anzeige

Die Simulation einer Yacht beinhaltet einige komplexe physikalische Effekte, wie hydrodynamische und aerodynamische Strömungen und Steifigkeitsuntersuchungen. Das Forschungsteam konzentrierte seine Untersuchungen auf den aerodynamischen Einfluss des Windes auf eine am Wind segelnde America’s Cup Yacht. Die Analyse der Daten war dank Parallelverarbeitung und der guten Skalierung der Software in 170 Stunden, etwas mehr als eine Woche, abgeschlossen. Dieser Zeitrahmen wird im kommerziellen Umfeld als akzeptabel angesehen, sofern die Lösung des Falles für das Projekt von entscheidender Bedeutung ist. Die Ergebnisse wurden mit experimentell ermittelten Windkanaldaten verglichen, um die Genauigkeit abzuschätzen. Dabei zeigte sich eine gute Übereinstimmung, was die Eignung der Software auch für komplexe und anspruchsvolle Ingenieuraufgaben unterstreicht. -mi-

CADFEM, Leinfelden-Echterdingen Tel. 07 11/99 07 45 – 20, http://www.cadfem.de

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige