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Förderung für die virtuelle Produktentwicklung

Das Bundesforschungsministerium fördert die KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) des CAE-Dienstleisters Tecosim mit Mitteln in Höhe von rund 200.000 Euro. Im Zuge der Förderung wird der Studienbereich Maschinenbau an der Fachhochschule Wiesbaden eine vollständig finanzierte Planstelle für die gesamte Projektlaufzeit einrichten. Die übrigen Fördermittel werden für die Entwicklung eines »STL-Konverters« (Stereo-Lithografie) verwendet, mit dessen Hilfe die Prozesskette der Datenkonvertierung von STL- zu FEM-Daten (Finite Element Modelle) geschlossen werden soll.

Bisher erfolgt dieser Prozess der Konvertierung in Teilen manuell. Mit dem STL-Konverter soll eine weitgehende automatische Erstellung von FE-Modellen aus Scan-Daten möglich werden: »Für die Modellierung der CAD-Daten eines kompletten Fahrzeugs werden heute bis zu sechs Wochen Zeit benötigt.

Die neue Konvertierungssoftware ermöglicht es, diesen Prozess künftig in 20 Prozent der Zeit abzuschließen. Die automatische Erkennung von Designfeatures in den STL-Daten und deren Überführung in die CAD-Flächen ist einen einzigartige und neue Technologie«, so Dipl.-Ing. Udo Jankowski, Geschäftsführer von Tecosim. Der STL-Konverter schlägt damit eine Brücke zwischen virtueller Produktentwicklung und Fertigungstechnik: Rückkopplungen realer Produkte können schnell in die Entwicklung integriert und Fertigungseinflüsse unmittelbar berücksichtigt werden.

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Damit trägt der Konverter zu einem besseren Produktverständnis, zu einer wissensbasierten Produktentwicklung unter fertigungstechnischen Aspekten, sowie zu einer besseren Produktreife zum Zeitpunkt der Markteinführung bei. Aufgrund ausgereifterer, marktfähigerer Produkte birgt dieses ›Reverse Engineering‹ ein wichtiges Potenzial zur Sicherung von Arbeitsplätzen. -mi-

Tecosim, Rüsselsheim Tel. 0 61 42/82 72 – 215, http://www.tecosim.com

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