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Studenten entwickeln Fahrzeug für Blinde

Bisher ist Autofahren und die damit verbundene Unabhängigkeit für blinde Menschen nicht möglich. Studenten der Universität Virginia Tech wollen dies im Rahmen des Projektes »Virginia Tech Blind Driver Challenge« ändern. Mittels der 3D-CAD-Software Solidworks entwickeln sie ein Fahrzeug, das Blinde selbständig steuern können.

Der 15-jährige Ishaan Rostogi war der erste blinde Jugendliche, der das Fahrzeug »Blind Driver Challenge« am 31. Juli 2009 fuhr.

Bereits im Sommer 2009 konnten blinde Personen einen entsprechend angepassten Dünenbuggy Probe fahren. Ein Fahrzeugcomputer des Buggy ermittelt die Umgebungsdaten durch einen Laser und gibt diese akustisch oder durch Vibration an den Fahrer weiter. Bei der Lenkung folgen die Fahrer computergenerierten Steuerbefehlen, wie etwa »zwei Klicks nach rechts«, da bei jeder 5-Grad-Drehung des Lenkrads ein Klickgeräusch ertönt. Durch eine Vibrationsweste wird signalisiert, wann gebremst werden muss.

Um die Konstruktion des Klickrads zu perfektionieren, nutzen die Studenten Solidworks, das bereits beim Entwurf des Armaturenbretts und der Batteriehalter sowie für die Steuerung des Laserschneidens der Teile zum Einsatz kam. Die Software ermöglicht dem Team, die Ideen aller Mitglieder zu visualisieren und einzugrenzen, Interferenzen zu erkennen und so die beste Konstruktion ermitteln.

Den derzeitigen Stand sehen die Studenten allerdings nur als Etappenziel. Langfristig sollen blinde Menschen in der Lage sein, selbst Fahrentscheidungen zu treffen und nicht mehr von den Anweisungen eines Computers abhängig sein. Dafür soll das Fahrzeug mit einem Gerät namens AirPix ausgestattet werden, das dem Fahrer in Echtzeit eine topografische Tastkarte der Umgebung bereitstellt, damit er selbst feststellen kann, wann gewendet, gebremst oder angehalten werden muss. Auch für die Konstruktion dieses Gerätes verwenden die Studenten Solidworks.

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»Viele blinde Menschen würden gerne selber fahren. Und es spricht nichts dagegen, dass Blinde eines Tages dazu in der Lage sein werden. Dies haben sie bereits in unseren teilautonomen Fahrzeugen unter Beweis gestellt«, so Kimberly Wenger, Leiterin des Studentenprojekts Virginia Tech Blind Driver Challenge. »Im nächsten Schritt muss die Technologie perfektioniert werden, damit Blinde auf öffentlichen Straßen fahren können, ohne dabei andere Personen zu gefährden. Zugegebenermaßen eine große Heraus- forderung.« -mi-

SolidWorks Deutschland GmbH, Haar Tel. 0 89/61 29 56 - 0, http://www.solidworks.de

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