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Delmia-Kunden- konferenz in Stuttgart

Wie digitale Planung Fertigungsunternehmen darin unterstützen kann, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten war Thema der diesjährigen europäischen Kundenkonferenz von Delmia. Die Veranstaltung der Dassault-Systèmes-Tochter im Stuttgarter SI-Centrum besuchten über 400 Anwender.

»Welcome to the lifelike experience« beschrieb Delmia-CEO Philippe Charlès in seinem Eröffnungsvortrag die Strategie von Dassault Systèmes (DS), mit seiner V6-Produktsuite eine 3D-Online-Umgebung für jedermann zu schaffen. Darin sollen Produkte und Produktionsabläufe für Entwickler und Konstrukteure erlebbar werden. 3D-Modelle seien dabei ein ideales, universelles Kommunikationsmedium, um Ideen zum Leben zu erwecken und sie über Bereichs- und Firmengrenzen hinweg mit anderen auszutauschen.
Professor Dieter Spath vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sprach in einem Gastvortrag darüber, wie Informationstechnologie Innovationen bei Produkten und Prozessen vorantreiben kann. Für die europäische Wirtschaft komme es darauf an, besser, schneller und innovativer als die Konkurrenz zu sein. »Wir können uns im globalen Wettbewerb nur als kreative und innovative Gesellschaft behaupten«, betonte er.

Ein innovatives Konzept aus der Luftfahrtindustrie stellte Frédéric Bertraud vor, der bei Airbus für die Prozessgestaltung bei der Entwicklung des Großraumflugzeugs A350 verantwortlich ist. Der Konzern setzte ein PLM-Projekt auf, um effiziente Methoden für die Entwicklung des A350 zu finden. Ziele des Projektes sind eine Verzahnung von Konstruktion und Fertigung mit den Produktionsprozessen, eine realistische Simulation der Montage-Prozesse, die Analyse der Einflüsse von Design-Änderungen auf die Montage-Prozesse sowie die Erstellung digitaler Prototypen der Montage-Stationen während der Produktionsphase.
Auch Daimler setzt bei der Rohbau-Planung auf die Digitale Fabrik und Delmia. Stefan Tritschler, bei Daimler in Sindelfingen verantwortlich für die Rohbauplanung der E-Klasse, nannte als eines der Hauptziele der Digitalen Fabrik die Entwicklung innovativer Planungslösungen und die Harmonisierung und Standardisierung zwischen dem Planungsprozess, den Methoden und den Werkzeugen. Integrierte Prozesse, Werkzeuge und Methoden sind bei Daimler heute bereits etabliert – vom Presswerk, über Rohbau, Lackierstraße, Montage, Logistik bis zur Fabrikplanung. Als nächster Schritt steht bei Daimler die stärkere Einbindung der Lieferanten in die Digitale Fabrik an.

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In einem weiteren Vortrag berichtete Dr. Jörg Wirtz, der bei EADS das Supply-Chain-Management und die Fertigungssysteme verantwortet, über die Erfahrungen mit Delmia bei der Entwicklung und Produktionsplanung des Transportflugzeugs A400M. Wie durch den Einsatz von Simulation die Arbeitskultur eines Unternehmens neu gestaltet werden kann, veranschaulichte Dr. Aharon Minkov, der bei dem Flugzeughersteller Israel Aircraft Industries für die Entwicklung der Fertigungstechnologien verantwortlich ist.

Am zweiten Tag der Veranstaltung behandelten die Teilnehmer in Workshops industrie- und fachspezifische Themen. Delmia-Experten zeigten anhand von Live-Demos die Vorteile von Delmia V6 für die Automobilindustrie, die Luftfahrt und den Maschinen- und Werkzeugbau.

Delmia GmbH, Fellbach Tel. 07 11/ 27 30 0 - 0, http://www.3ds.com

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