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Contact läutet Paradigmenwechsel im CAD-Datenmanagement ein

Für die Fertigungsindustrie wird der Spielraum zur Verringerung der Herstellungskosten immer kleiner. Innovation und damit hochwertigere und gewinnträchtigere Produkte werden damit zum wirksamsten Hebel im Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund hat Contact Software, abgestimmt mit Praktikern aus der Industrie, eine neue Architektur für die verteilte, kollaborative Produktentwicklung geschaffen, die Kreativität und Systematik endlich praxisgerecht verbindet. Sie bedeutet auch eine Abkehr von der in der PDM/PLM-Branche üblichen Anwendungsarchitektur.
Bei der Kollaboration mittels Shared Workspaces, hier synchronisiert durch ein PLM-Backbone, können Anwender asynchron, selbst-organisiert und schneller zusammenarbeiten.

Mit der innovativen Workspaces-Technologie führt das Bremer Software-Haus eine gänzlich neue Arbeitsweise für CAD-Anwender ein, die sowohl den Wünschen eines Produktentwicklers nach kreativem Freiraum als auch dem Bedarf eines Unternehmens nach geordneten und sicheren Prozessen gerecht wird. Mit dem »CIM Database Workspace Manager« und den dafür ausgelegten CAD-Integrationen können Anwender asynchron, selbstorganisiert und schneller zusammenarbeiten, und abhängig vom Reifegrad ihrer Arbeit die Unternehmensprozesse gezielt mit den notwendigen Daten versorgen. Workspaces als Werkzeug und für die Selbstorganisation der eigenen Arbeit stärken deshalb die Belange der Entwickler als Grundlage der Innovationskraft eines Unternehmens. Ausgangspunkt für die neue CAD-Integrationsarchitektur sind Anleihen aus der Software-Entwicklung, die die Suche nach immer besseren Methoden und Werkzeugen, unabhängig von proprietären Schnittstellen und Formaten, seit Ende der 1960er Jahre betreibt.

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Die Arbeit nach eigenen Bedürfnissen strukturieren

Bekannte Ergebnisse sind die Eclipse-Plattform, das Capability-Maturity-Model oder Versionsverwaltungssysteme wie Subversion. Im Mittelpunkt der neuen Architektur steht die Entkopplung des »Work in Progress« – also der persönlichen Arbeitsunterlagen – vom Team-, Projekt- oder Unternehmenskontext, repräsentiert durch das PLM-System. Für die persönliche Arbeit steht ein eigenes, lokales Repository zur Verfügung, das überall und bei Bedarf auch offline genutzt werden kann. Ausgelegt als Werkzeug, unterstützt es den CAD-Anwender dabei, seine Arbeit nach eigenen Bedürfnissen im Sinne einer Selbstorganisation zu strukturieren. Repositories für die Selbstorganisation sind die so genannten Workspaces. Ein einzelner Workspace repräsentiert und strukturiert den Content eines Anwenders, bestehend aus Hintergrundinformationen, etwa Bauraumdaten, und den eigentlichen Arbeitsgegenständen wie den zu modifizierenden Komponenten einer Baugruppe. Anwender können beliebige Workspaces parallel anlegen und nutzen. Ein Schwerpunkt von Workspaces ist das Content-Management für die Autorensysteme. Die Besonderheiten des jeweiligen Systems werden in seiner Workspaces-Schnittstelle gekapselt. Unternehmen profitieren damit insbesondere in Multi-CAD-Umgebungen von einer einheitlichen Oberfläche, geringerem Schulungsaufwand und sofort in der Breite wirksamen Funktionserweiterungen. Anwender eines bestimmten CAD-Systems profitieren von der Produktsicht in ihrem Workspace erweiterbar um Office-Dokumente, Produktstrukturen und andere Informationen. Der Workspace Manager stellt Funktionen bereit, die dem Anwender helfen, seinen Content einfach zu organisieren. Die Funktionen gliedern sich grob in das Zusammenspiel mit den Autorensystemen, Kollaboration/Synchronisation und lokales Content-Management. Ein Beispiel dafür sind so genannte Snapshots, also die Möglichkeit, auf Knopfdruck den aktuellen Stand eines Workspace einzufrieren und damit Zustände wie beim Austausch einer Baugruppe mit einem Zulieferer nicht nur zu dokumentieren, sondern später wieder vergleichbar zu machen, wenn beauftragte Änderungen ins eigene PLM-System eingespielt werden sollen. Im Sinne einer offenen Architektur können neue Funktionen über eine definierte Schnittstelle in Form von Plug-ins einfach integriert werden.

Mit dem »CIM Database Workspace Manager« unterstützt die Architektur die Kollaboration in einem gemeinsamen Kontext, über den sich die Beteiligten synchronisieren. Die grundsätzlich offene Architektur legt dabei nicht fest, wodurch dieser Kontext definiert ist. Workspaces können natürlich als integraler Bestandteil einer Gesamtlösung »PLM« in einem Unternehmen genutzt werden. Entscheidend ist dabei, dass Workspaces asynchron kommunizieren. Work- spaces können deshalb grundsätzlich offline, also ohne Verbindung mit einem anderen Kontext, zum Beispiel dem zentralen PLM-System, genutzt werden. Diese Fähigkeit unterstützt Szenarien und Situationen wie das On-Site-Engineering an entfernten Standorten im Anlagenbau oder pauschal das Arbeiten »unterwegs«, für das mobile Verbindungen oft nicht leistungsfähig oder verlässlich genug sind. Eine online-Verbindung ist nur dann notwendig, wenn Änderungen synchronisiert werden sollen.

Die neue CAD-Integrationsarchitektur eignet sich auch hervorragend zur Abbildung unternehmensübergreifender Kollaborationsszenarien. Workspaces sind weder auf einen bestimmten kollaborativen Kontext noch auf eine bestimmte Art der Kommunikation mit diesem Kontext festgelegt. Unterschiedliche Unternehmen können Workspaces entsprechend ihren Bedürfnissen einsetzen: als reinen Content-Container, in Verbindung mit dem Workspaces-Management, um dessen besondere Funktionen zu nutzen, und schließlich bei Bedarf mit der eigenen PLM- oder ERP-Lösung.

Die Szenarien sind flexibel gestaltbar

Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen besteht ausschließlich in der Synchronisation des Workspace-Content. Die Szenarien sind flexibel gestaltbar: beginnend beim Austausch per E-Mail, im Peer-to-Peer-Verfahren bis hin zur Nutzung eines zentralen Portals oder SOA-Access-Point, hinter dem ein PLM-Backbone geschaltet ist, der als globaler Synchronisationspunkt dient.

»Wir haben ein völlig neuartiges Produkt zur Verwaltung von CAD-Daten entwickelt, mit dem wir überall auf großes Interesse stoßen«, berichtet Contact-Geschäftsführer Karl Heinz Zachries. »Der Workspace Manager beinhaltet Radikal-Innovationen, die aus unserer Sicht den Markt verändern werden.« -fr-

Contact Software GmbH, Bremen Tel. 04 21/20 15 3 - 0, http://www.contact.de

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