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ProSTEP iViP Symposium findet im April 2008 statt

»Vitality of Standards – Service Orientation for Dynamic Enterprises« – so lautet das Motto des nächsten ProSTEP iViP Symposiums am 9. und 10. April 2008 im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin. Mit rund 350 Teilnehmern jährlich ist der vom ProSTEP iViP Verein organisierte Branchentreff eine bedeutende Fachkonferenz für Experten aus dem Bereich des Product-Lifecycle-Management. Das ProSTEP iViP Symposium 2008 wird vom ProSTEP iViP Verein mit Unterstützung der beiden Vereinsmitglieder Continental und Microsoft durchgeführt. Zu den Themen der zahlreichen - in deutscher und englischer Sprache angebotenen – Vorträge und Workshops gehören: Vernetzung von Produktentwicklungs- und Produktionsprozessen, Visualisierung und Simulation, Produktdatenmanagement, Archivierungs- und Sicherheitsaspekte sowie Wirtschaftlichkeits- und Risikoanalysen. Begleitet wird das Konferenzprogramm durch eine parallel stattfindende Ausstellung, die das aktuelle Spektrum bei IT- und Systemdienstleistungen dokumentiert.

Durch den Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Forschern aus Hochschulen, Instituten und Industrie will der ProSTEP iViP Verein die Maschen des Netzwerks enger knüpfen.

Schon die im September 2007 in Bremen unter dem Motto »Integrated Engineering – From Patchwork to Network« abgehaltenen ProSTEP iViP Science Days 2007 haben Zeichen gesetzt. Denn der Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Forschern aus Hochschulen, Instituten und Industrie im ProSTEP iViP Verein will die Maschen des Netzwerks enger knüpfen, um neue Impulse zu geben und Entwicklungen zu initiieren, wo die verfügbaren Methoden, Technologien und Werkzeuge an ihre Grenzen stoßen.

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Professor Martin Eigner von der Technischen Universität Kaiserslautern spannte bereits in der Begrüßung den Bogen, der dann die zweitägige Veranstaltung beherrschte und in einem interessanten Vorschlag für ein Großprojekt seinen Höhepunkt fand. Trotz enormer Fortschritte auf dem Weg vom ersten CAD-Einsatz bis zum heutigen Produktentstehungsprozess unter Nutzung einer breiten Palette von IT-Applikationen sind wichtige Ziele, die sich die Gemeinschaft seit ihrer Gründung gesetzt hat, noch nicht erreicht. Welches sind die Kernanforderungen, die sich stellen? Wo müssen Lösungsansätze gesucht werden? Welche nächste Entwicklungsstufe ist das Ziel? Welche Wege führen dorthin? Diese Fragen beschäftigten die fast 100 Teilnehmer aus allen Teilen Europas in 21 Vorträgen und zwei Workshops.

Aus völlig verschiedenen Blickwinkeln analysierten die Referenten die Prozesse des Engineering, der Organisation und der Kommunikation und beschränkten sich dabei keineswegs auf das Gebiet der Technik und der Technologie. Zur Sprache kamen unter anderem der menschliche Faktor, die kulturellen und psychologischen Aspekte weltweiter Zusammenarbeit in Entwicklungsprojekten, das frühzeitige Finden passender Partner für Konsortien und immer wieder die Suche nach der PLM-spezifischen Semantik, die helfen soll, die neuesten Internet-Technologien für Engineering-Prozesse zu nutzen.

Professor Martin Eigner nutzte seine Rede am Ende des zweiten Tages, um einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten. Er erinnerte an das Leitprojekt »integrierte Virtuelle Produktentstehung« (iViP) aus dem Jahr 1998, dessen erfolgreiche Durchführung schließlich zu einem Teil des heutigen Vereinsnamens geführt hat. Außerdem berichtete er, dass die im ProSTEP iViP Verein organisierten Forschungseinrichtungen in einem Brainstorming in den letzten Monaten erste Ideen gesammelt hätten, die in ein erneutes Groß-Forschungsprojekt münden sollen. Die Ergebnisse des Brainstormings, die von Professor Eigner vorgestellt wurden, klangen, als ließe er alle wichtigen Lösungsfelder Revue passieren, die während der Science Days 2007 Thema waren. Fünf Kernbereiche kristallisierten sich heraus: 1. Der Ausbau der Entwicklungsmethodik zur intelligenten Nutzung der IT für ein funktionales und interdisziplinäres Modell. 2. Die Möglichkeit, bereits in der frühen Konzeptphase auf ein dynamisches DMU zu setzen. 3. Bessere Unterstützung der Planungs- und Entscheidungsfindung und der Dokumentation der Entscheidungsprozesse während der Produktentstehung. 4. Die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur Analyse der menschlichen Faktoren im Entwicklungsprozess. 5. Die Definition klarer Anforderungen für die nächste Generation von CAD- und PDM-Systemen. Professor Eigner erklärte: »Wir brauchen einen ganzheitlichen PLM-Ansatz, der Methoden, Prozesse, IT-Lösungen und Technologie gleichzeitig berücksichtigt.« Das Ergebnis der abschließenden Podiumsdiskussion zu diesem Vorschlag der Forschergruppe fasste er mit den Worten zusammen: »Wir müssen lernen, als Netzwerk und nicht als Individuen zu agieren. Zum Beispiel mit einem Forschungsprojekt, das hilft, öffentliche Gelder in sinnvolle und für die Industrie wirklich nützliche Aufgabenstellungen zu lenken.«

ProSTEP iViP Verein Telefon 0 61 51/92 87 336 http://www.prostep.org

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