Neues Automobil-Konsortium gegründet

Best Practice: Umgang mit Werkstoffdaten

Auf dem SAE World Congress in Detroit, MI, hat Granta Design die Gründung des Automotive Material Intelligence Consortium (AutoMatIC) bekannt gegeben. Die neue Industriekooperation soll Hersteller und Zulieferer aus dem Automobil- und Nutzfahrzeugbereich zusammenbringen und dabei helfen, die optimalen Prozesse für den Umgang mit Werkstoffdaten zu entwickeln.

Zur Unterstützung der Arbeit des Konsortiums wird Granta den Mitgliedern erforderliche Technologien, Daten und Projektergebnisse zur Verfügung stellen, darunter Software zur Verwaltung unternehmensinterner Materialdaten, innovative Werkzeuge zur Integration von Werkstoffdaten in CAD, PLM und Simulation und führende Referenzdatenquellen automobiler Stähle, Leichtmetalllegierungen, Polymere sowie Verbundwerkstoffe.

Das Konsortium will seine Mitglieder bei ihren Zielen unterstützen, die Entwicklungsproduktivität zu erhöhen, Kosten zu senken, Produkteigenschaften zu verbessern, Risiken im Zusammenhang mit Materialbeschaffung und gesetzlichen Vorgaben bei verbotenen Substanzen zu senken und die Rentabilität der Investitionen in Simulation und PLM zu maximieren. Das neue Konsortium AutoMatIC orientiert sich an zwei bestehenden Projekten, die bei der industriellen Anwendung von Werkstoffinformationstechnologie bereits Pionierarbeit geleistet haben: das Material Data Management Consortium (MDMC) und das Environmental Materials Information Technology (EMIT) Consortium.

Aufgrund immer kürzerer Entwicklungszyklen, der reduzierten Anzahl physikalischer Prototypen und steigender Herausforderungen bei größeren Konstruktionsänderungen hat die Automobilindustrie die strategische Bedeutung präziser und kontrollierter Informationen zu Werkstoffen erkannt. Diese Informationen sind in der virtuellen Produktentwicklung, bei der Materialsubstitution, der Qualifikation der Lieferketten, der Zertifizierung und beim Risikomanagement von essenzieller Wichtigkeit. Die Unternehmen im Automobilbereich müssen außerdem mit den schnellen Entwicklungen bei neuen Werkstoffen Schritt halten und Innovationen, z.B. bei hochfesten Stählen und Verbundwerkstoffen, zügig verstehen und umsetzen können. Gute Materialdaten und effektive Werkstoffentscheidungen sind gerade hinsichtlich globaler Fertigung, Leichtbau und Emissionsreduzierung von grundlegender Bedeutung bei der Optimierung von Produktdesigns.

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Für die Verwaltung und praktische Anwendung von Materialinformationen existiert bei Granta bereits eine umfangreiche Technologiebasis. Das AutoMatIC Projekt wird diese Technologie für automobile Anwendungen anpassen und erweitern. Den Mitgliedern des Konsortiums werden die Entwicklungen Wettbewerbsvorteile verschaffen und sie werden es ihnen ermöglichen, diese Werkzeuge in ihren Unternehmen schnell und effizient einzuführen und anzuwenden. Außerdem werden sie vom Austausch der Erfahrungen und der Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern im Rahmen der regelmäßigen Treffen des Konsortiums profitieren.

Die erste dreijährige Phase des Konsortiums beginnt im Juni dieses Jahres. Die Gründungsmitglieder - erwartet werden führende OEMs und Zulieferer aus den USA und Europa - werden noch vor dem ersten Treffen im Laufe der nächsten Monate bekannt gegeben. Das Projekt steht allen, an der Anwendung von Materialinformationstechnologie interessierten Unternehmen aus den betreffenden Industrien offen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie auf der Webseite.

Es wird erwartet, dass sich das Konsortium ähnlich wie das MDMC und das EMIT Konsortium entwickelt. Das MDMC wurde 2002 gegründet und umfasst heute über 20 aktive, führende Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie und dem Energiesektor (z.B. Boeing, NASA, GE, Rolls-Royce). Das Konsortium hat bei der Entwicklung der Werkzeuge für Werkstoffinformations-Management Pionierarbeit geleistet und wird den strengen Anforderungen der Unternehmen in dieser Branche gerecht. Das EMIT Konsortium wurde 2008 gegründet und umfasst rund ein Dutzend Mitglieder (z.B. Airbus Helicopters, Emerson Electric, Honeywell) aus unterschiedlichen Fertigungsbereichen. Es entwickelt Werkzeuge zur Bewertung der Materialportfolios und Produktdesigns der Unternehmen hinsichtlich Umwelteinflüssen und dem Risiko bei der Verwendung verbotener Substanzen.

Zur Unterstützung der Arbeit des Konsortiums wird Granta den Mitgliedern erforderliche Technologien, Daten und Projektergebnisse zur Verfügung stellen, darunter Software zur Verwaltung unternehmensinterner Materialdaten, innovative Werkzeuge zur Integration von Werkstoffdaten in CAD, PLM und Simulation und führende Referenzdatenquellen automobiler Stähle, Leichtmetalllegierungen, Polymere sowie Verbundwerkstoffe. Darüber hinaus stellt Granta den Konsortiums-Mitgliedern die Ergebnisse aus anderen Kooperationen, wie Stahl- und Verbundmaterialmodelle für die Crashberechnung und Berichterstellung im Zusammenhang mit verbotenen Substanzen, bereit.

"Das AutoMatIC Projekt baut auf einer soliden Technologie für Materialinformations-Management für automobile Unternehmen auf", sagt Dr. Patrick Coulter, Chief Operating Officer bei Granta Design. "Dabei wird das bereits bewährte Konsortium-Modell eingesetzt, das bereits enge Industriekooperationen ermöglicht hat, um Software und Informationsquellen zu entwickeln, die konkrete Auswirkungen auf Werkstoffauslegung, Simulation, Produktdesign und Entwicklung haben." kf

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