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Werkstoffdaten verwalten

In der Produktentwicklung zählt nicht nur das Know-how in Hinsicht auf das technische Können. Auch die Erfahrung im Umgang mit Werkstoffen ist äußerst wichtig. Deren Eigenschaften sind nicht nur für Konstrukteure für ihre Arbeit von Interesse, diese müssen auch im Hinblick auf die die Erfüllung gesetzlicher Richtlinien (Stichwort Compliance) jederzeit nachvollziehbar sein. Produzierende Unternehmen sind dazu angehalten diese Informationen zu archivieren. Oft führt dies zu einem hohen manuellen Aufwand, wie eine aktuelle Studie des Beratungshauses und Systemintegrators ECS Engineering Consulting & Solutions belegt. Zum Thema Werkstoffdaten-Verwaltung wurden 100 Fach- und Führungskräfte aus der deutschen Industrie befragt. Demnach sehen 67 Prozent die manuelle Eingabe und Verarbeitung von Materialdaten als das größte Problem an. Von der überwiegenden Mehrheit (72 Prozent) wird darin auch die Hauptursache für einen hohen Zeit- und Kostenaufwand bei der WDV in den Unternehmen gesehen.

Bild: Werkstoffzentrum Rheinbach Das Verwalten von Werkstoffdaten führt oft zu einem hohen manuellen Aufwand.

Mehr als die Hälfte (62 Prozent, Mehrfachnennungen waren erwünscht) der Branchenkenner sieht zudem eine weitere Schwierigkeit darin, dass die Vollständigkeit und der Sinnzusammenhang der Daten nicht darstellbar ist. Auch ein häufiger Wechsel der Applikationen führt zu Problemen (45 Prozent). Ebenso verhält es sich, wenn Partner und Kunden keinen Zugriff auf die Materialdaten haben (40 Prozent). Für weitere 38 Prozent sind auch redundante Daten, Medienbrüche, Übertragungsfehler und Inkonsistenzen problematisch.

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Laut ECS-Studie verursachen zudem Eingabefehler und deren Korrekturen einen hohen Zeit- und Kostenaufwand (65 Prozent). Für die Hälfte der Fach- und Führungskräfte (50 Prozent) trifft dies auch für das aufwändige Überprüfen der eingegebenen Datensätze zu. Wenn Partner und Zulieferer keinen Zugriff auf die Daten haben, müssen sie diese bei den Unternehmen anfordern, was nach Meinung von knapp einem Drittel der Befragten (32 Prozent) ebenfalls zu einem hohen Zeit- und Kostenaufwand führt. »Die Verwaltung der Werkstoffdaten verursacht in vielen Industrieunternehmen immer noch Probleme, wobei die häufigste Schwierigkeit in der manuellen Dateneingabe zu sehen ist«, kommentiert Peter Teckentrup, Chief Operation Officer der ECS Engineering Consulting & Solutions, die Studienergebnisse. »Hier gilt es, mit modernen Softwarelösungen den manuellen Faktor stark zu begrenzen und damit auch den hohen Zeit- und Kostenaufwand drastisch zu reduzieren.« -sg-

ECS Engineering Consulting & Solutions GmbH, Neumarkt Tel. 09181/4764-0, http://www.ecs-international.de

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