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Artikel und Hintergründe zum Thema

Motek 2013

„Der Markt entscheidet“

Mit der Motek findet in Stuttgart vom 7. bis zum 10. Oktober 2013 die wichtigste Fachveranstaltung im Bereich der Produktions-, Montage-, Prüftechnik-, Verpackungs- und Intralogistik-Automatisierung statt – in diesem Jahr bereits zum 32. Mal. Messeveranstalter Paul Eberhard Schall im Interview.

SCOPE: Herr Schall, die Messelandschaft im Bereich Automatisierung ist wieder einmal ziemlich in Bewegung – erwächst daraus weitere Konkurrenz für die Motek?

Schall: Zumindest gibt es ungesunde Unruhe am Markt, denn so mancher möchte ein Stück vom Kuchen abhaben, versteht aber unter Automatisierung etwas ganz anderes als wir, die wir uns konsequent auf den Bereich Produktions- und Montageautomatisierung und dergleichen konzentrieren. Automation ist für uns Automatisierung von Prozessen und Abläufen durch Handhabung, Robotik, Teile- und Baugruppen-Transfer, Materialfluss und so weiter, während Automatisierung nach anderer Lesart ja vor allem die elektrische Automatisierung durch Antreiben, Steuern, Prozessüberwachung und dergleichen mehr meint. Nüchtern betrachtet stellen uns diese Wettbewerber nur sehr begrenzt vor Probleme. Zumal am Ende der Markt – also die Aussteller und vor allem die Fachbesucher – darüber entscheidet, ob eine Messe Erfolg hat oder eben nicht.

SCOPE: Die Motek findet zum 32. Mal statt – gehen da nicht langsam die Themen aus?

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Schall: Das Gegenteil ist der Fall! Denn die Globalisierung der Produktion und Montage führt dazu, dass in immer mehr Ländern ein und dieselben Standards vorherrschen und kein Hersteller oder Zulieferer bestehen kann, wenn er nicht gute bis beste Qualität zu möglichst geringen Kosten und vor allen Dingen auch termingerecht produziert. Selbst die Produktion in den Niedriglohnländern bietet heute keine Gewähr mehr dafür, die notwendigen Erträge und Gewinne erwirtschaften zu können. Die Produzenten und Zulieferer müssen heute alle Ratio-Register ziehen, und die zur Umsetzung erforderlichen modernen, leistungsfähigen Komponenten, Baugruppen, Subsysteme und Komplettlösungen gibt es in vollem Umfang nur an der Motek zu sehen.

SCOPE: Heißt konkret in Themen ausgedrückt?

Schall: Vor gut 30 Jahren wurden an der Motek die ersten pneumatisch angetriebenen Handhabungsmodule vorgestellt. Heute geht der Trend eindeutig zu elektrisch betriebenen Handlingmodulen. Damit hielten neben der elektrischen Antriebstechnik die entsprechende Steuerungstechnik und die Software Einzug. Diesen Wandel haben wir nicht nur begleitet, sondern gestalten ihn bis heute aktiv mit. Dasselbe gilt für die Robotertechnik. Heiße Themen zur nunmehr 32. Motek sind zum Beispiel Montage-Komplettlösungen mit und ohne Robotertechnik, elektrische Mehrfunktions-Module, komplette Zuführlösungen als andockbare Subsysteme oder die Miniaturisierung plus Funktionsintegration mechatronischer Komponenten, Baugruppen und Geräten.

SCOPE: Wohin geht die technologische Reise für die Motek?

Schall: Wir sehen seit Jahren eine zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen in Produktion und Montage. Darauf haben wir mit der komplementären Fachmesse Bondexpo, die sich mit dem Fügen/Verbinden durch Klebtechnologien zum Kleben, Vergießen, Dichten, Schäumen, Dämmen befasst, reagiert.

SCOPE: Mit welchen Highlights wartet die Motek des Jahres 2013 auf?

Schall: Die Highlights ziehen sich wie der berühmte rote Faden durch die Hallen. Wir präsentieren erstmals mehr als 60 Montageanlagenbauer und mehr als 40 Roboter-Systemintegratoren. Zusammen mit den Ausstellern und Teilnehmern der Bondexpo sowie der Sonderschau Mikrosystemtechnik und des Microsys-Technologieparks zählen wir etwa 1.000 Aussteller, die aus über 20 Ländern nach Stuttgart kommen.

Das komplette Interview lesen Sie in der August-Ausgabe unseres Schwestermagazins handling.

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