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Mensch-Computer-Interaktion: Bitte nicht so kompliziert!

Marc Latoschik ist seit Kurzem Inhaber des Lehrstuhls für "Mensch-Computer-Interaktion" an der Universität Würzburg. Sein Ziel ist es, die Bedienung von Technik zu vereinfachen. "Die Aufnahmefähigkeit und das technische Verständnis der Benutzer werden fast immer überschätzt", erklärt Latoschik. Das Menü im Navigationssystem etwa mag zwar den Entwicklern glasklar erscheinen - der Verbraucher versteht oft nur Bahnhof. Es reicht eben nicht, in der Entwicklung nur die Technik zu kennen und zu beherrschen. Hier setzt Latoschiks "Mensch-Computer-Interaktion" an: Der Fachbereich wendet Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und Psychologie auf die Schnittstellen zwischen Mensch und Computer an und verknüpft dabei Methoden der Künstlichen Intelligenz und der Computergraphik. Das Ergebnis sind Produkte, die leichter, schneller und sicherer zu bedienen sind - und im Idealfall sogar Freude bei der Benutzung machen. Latoschiks Bürotelefon besitzt etwa 40 Tasten - die meisten wird er nie benutzen. "Warum ist das so kompliziert?", fragt er. "Das muss einfacher gehen!" Ginge es nach ihm, würden technische Geräte intuitiv bedienbar, formschön und leicht verständlich sein. Latoschik erforscht, wie Technik einfacher geht, wie Mensch und Computer sich gegenseitig verstehen. Nicht mehr das Werkzeug, sondern die Aufgabe sollte im Zentrum des Interesses stehen.-mc-

"Der Computer muss sich an den Menschen anpassen", findet Professor Marc Latoschik, seit kurzem Inhaber des Lehrstuhls für "Mensch-Computer-Interaktion" an der Universität Würzburg. (Bild: Valentin Niebler)

Prof. Marc Latoschik, Universität Würzburg
Tel. 0931/31-85871, E-Mail: marc.latoschik@uni-wuerzburg.de

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