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Mapal: Mehr als 170 Besucher bei den Kundentagen

"Die Bearbeitung von Composites ist völlig anders als das Bearbeiten von Metall"

Die prozessfähige und wirtschaftliche Bearbeitung moderner Werkstoffe mit Mapal Werkzeugen konnten die Besucher live in der Versuchs- und Entwicklungsabteilung erleben.

Unter diesem Motto fanden bei Mapal die zweiten Kundentage "Mapal Dialog" statt. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der "neuen Leichtbauwerkstoffe". Und die Resonanz auf die Einladung war überwältigend: mehr als 170 Kunden und Interessenten konnten an den beiden Tagen begrüßt werden.

Unter der Überschrift "Energieeffizienz, Leichtbau, neue Werkstoffe - zukünftige Herausforderungen an Werkzeughersteller" begrüßten Dr. Dieter und Dr. Jochen Kress die zahlreichen Besucher zu einer Veranstaltung vollgepackt mit interessanten Hintergrund- und Detailvorträgen, mit praktischen Vorführungen unter Span und einer umfassenden Hausausstellung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie moderne Werkstoffe am produktivsten bearbeitet werden können. Denn die modernen Leichtbauwerkstoffe, allen voran die Carbonwerkstoffe, verhalten sich in der mechanischen Bearbeitung völlig anders als die bisher verwendeten Stähle. Daher sind die Werkzeughersteller gefordert, sich aktiv einzubringen und prozessfähige und wirtschaftliche Bearbeitungslösungen zu schaffen.

Zu Beginn referierte Remi Marc Stehle von Carbon Composite Technology anschaulich über den Aufbau, die Strukturen und die Anwendungsbereiche von Faserverbundwerkstoffen. Dabei wurde die Vielfalt der Carbonwerkstoffe deutlich. Die automatisierte Produktion von Composite-Bauteilen stellte anschließend, Dr. Christian Boge, Vice President der MAG Composites Europe dar.

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In einem weiteren Vortrag veranschaulichte Dr. Peter Müller-Hummel, bei Mapal Senior Manager der Business Unit Aerospace & Composite, wie Mapal in den letzten drei Jahren ein umfassendes Prozessverständnis für die Bearbeitung von Composites und Materialverbundwerkstoffen aufgebaut hat. Die Unterschiede in der Bearbeitung von Composites und Stählen sind dabei enorm. "Wenn man weiß, was zu tun ist, sind die Unterschiede gut beherrschbar", so Müller-Hummel, und sieht beispielsweise in der irreversiblen Struktur der Composites die Chance, in einem Bearbeitungsgang durch sogenannte Einschuss-Werkzeuglösungen die Bohrungen herzustellen. Bei Metallen wird die endgültige Kontur in der Regel durch mehrere Bearbeitungsschritte erarbeitet.

Durch das umfassende Prozessverständnis der Fachleute gekoppelt mit Wissen, Erfahrung und modernsten Fertigungskapazitäten in den Kompetenzzentren sowie dem weltweiten Netzwerk an Produktionsstätten und Vertriebsmannschaften sieht Müller-Hummel Mapal in einer Position, jedem Kunden das optimale Werkzeug für die neuen Anwendung liefern zu können.

Im Anschluss an die erste Vortragsreihe waren die Besucher eingeladen, sich die Hausausstellung anzusehen. Dort wurde die komplette Werkzeugpalette von Mapal gezeigt. Gleichzeitig fanden Werksführungen statt. Und natürlich waren in der Versuchs- und Entwicklungsabteilung alle Maschinen belegt mit Anwendungsbeispielen aus der Welt der neuen Leichtbauwerkstoffe. Vom Bohren und Reiben in einem Materialverbund aus Titan-CFK-Aluminium über das Bohren und Fräsen in einem CFK-Bauteil bis hin zur Bearbeitung von Inconel waren interessante und technologisch führende Anwendungen zu sehen.

Am Nachmittag stellte Frank Dreher, Technischer Berater im Bereich Aerospace & Composite, detailliert die Werkzeuglösungen für das Bohren und Fräsen von CFK und Hybridmaterialien aus CFK und Metallwerkstoffen vor. Dabei sind die Mapal Werkzeuge nicht nur im Bereich der Luftfahrt im Einsatz. Auch die Windkraft, der Schiffsbau und erste Anwendungen in der Automobilindustrie konnten erfolgreich erschlossen werden. Heiko Heinisch, verantwortlich für Vertrieb und Marketing im Kompetenzzentrum Vollhartmetall-Werkzeuge, referierte anschließend über Bearbeitung von Titan und Titanlegierungen sowie Inconelwerkstoffe.

Das Veranstaltungsecho war rundum positiv. Die über 170 Besucher nutzten die Zeit, um sich über die Bearbeitungsmöglichkeiten zu informieren und vor allem um mit den Spezialisten wirklich in "Dialog" zu treten. Auch die Geschäftsleitung zog ein sehr positives Fazit. "Wir haben unsere Kompetenz in der Bearbeitung der modernen Werkstoffe nachdrücklich unter Beweis stellen können und haben uns damit weiter als kompetenter Partner für derartige Anwendungen gezeigt", so Dr. Jochen Kress. lg

 

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