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Logintern überzeugt mit Innovationen

Mit der Innovationskraft verpackungsbezogener Intralogistik bereichert die Logintern schon zum fünften Mal den Messeverbund Fachpack (Verpackungslösungen) und Printpack (Verpackungsdruck/ Packmittelproduktion). Das Messetrio geht mit gut 1.300 Ausstellern und 34.000 Besuchern vom 29. September bis 1. Oktober 2009 im Messezentrum Nürnberg an den Start.

Die Logintern legte 2007 deutlich an Fläche zu. 141 Unternehmen füllten nicht nur die neue Tageslicht-Messehalle 4A, sondern bereits einen Großteil der angrenzenden Halle 4. Insgesamt zeigten über 300 Aussteller auch in anderen Messehallen ein Logintern-relevantes Angebot, das die Fachwelt mit großem Interesse zur Kenntnis nahm: Fast die Hälfte aller Messebesucher informierte sich auch auf der Logintern. Neben dem Angebot der Aussteller bietet in diesem Jahr die Sonderschau "LogIDSquare: Logistik - Transport - Verpackung mit RFID und mehr" eine Vielfalt von Lösungsansätzen. Sie wird organisiert vom Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL), Dortmund.

Die internationale Finanzkrise übt einen massiven Kostendruck auf die Unternehmen aus. Nach einer Studie, an der sich 1.400 Unternehmen beteiligten, sehen viele deutsche Maschinenbauer für 2009 überwiegend negative Folgen und weniger die Chancen, die die neuen Herausforderungen mit sich bringen. (Dr. Wüpping Consulting, Bochum).

Vielversprechende Rationalisierungspotenziale bietet die Logistik, die durch die Globalisierung der Märkte und die Vernetzung von Unternehmen ihren Anteil an der Gesamtwirtschaft stetig erhöht. Zwar zählt die Logistik zu den größten Kostenblöcken, doch ihre Leistungsfähigkeit ist längst noch nicht ausgeschöpft. Eine effektive interne wie externe Logistik ist der Schlüssel zum Erfolg und höheren Renditen. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen spielt die funktionsfähige und innovative Logistik eine entscheidende Rolle, da Abgrenzungsmerkmale wie Qualität, Service und gute Preiskonditionen im Wettbewerb vorausgesetzt werden.

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Das wirtschaftliche Prinzip der globalen Beschaffung, Produktion und des weltweiten Absatzes bleibt für Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen branchen- und sektorübergreifend von größter Bedeutung. Der reibungslose Verlauf der Material-, Waren- und Informationsflüsse sowie deren Aufbau, Organisation und Steuerung verlangt nach innovativen Logistikdienstleistungen und -lösungskonzepten. Damit bleibt die Globalisierung eines der Hauptanwendungsgebiete für zukunftsorientierte Entwicklungen in der Logistik. In der Industrie fühlen sich derzeit bereits 60 % der Firmen und innerhalb des nächsten Jahrzehnts sogar 78 % unmittelbar von der Globalisierung beeinflusst. Die befragten Handelsunternehmen schließen sich mit derzeit 44 % und künftig 65 % an (Prof. Frank Straube, TU Berlin: Trends und Strategien in der Logistik). Nur mit projektbezogenen, straffen Lösungen und konsequenter Marktorientierung lassen sich erfolgreiche logistische Systemdienstleistungen realisieren. In diesem Fall bietet beispielweise die Logistik-IT bei schrumpfenden wie wachsenden Märkten Möglichkeiten, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Zukunftsträchtige Logistik-Informationstechnologien wie RFID, agentenbasierte Steuerung und serviceorientierte Architektur (SOA) bleiben fester Bestandteil der Optimierungsprozesse.
Im Rahmen der langfristigen Ausrichtung der Unternehmen stehen Umwelt- und Ressourcenschutz, steigende Sicherheitsanforderungen und damit einhergehende Technologieinnovationen im Vordergrund aller Überlegungen. Es ist entscheidend, eine umweltgerechte und zugleich effiziente Logistik als Exportfaktor zu etablieren, die allerdings auch zu langfristigen Änderungen in der logistischen Wertschöpfung führt. Die Umweltkosten werden besonders durch die Fokussierung auf den Transport sichtbar. Der Anteil der Logistikkosten an den Gesamtkosten der deutschen Wirtschaft beläuft sich derzeit auf 7 bis 8 % in der Industrie und 15,9 % im Handel. Von diesen verursachen Transportkosten mit 40 % den größten Anteil, gefolgt von 30 %, die für das Logistik-Management aufgewendet werden. Mit 20 % schlägt die IT-Unterstützung zu Buche, während die Bestandskosten mit 10 % beteiligt sind. Aufgrund steigender Energie-, Treibstoff- und Transportpreise wird es zukünftig noch schwieriger werden, in diesen Bereichen Kostensenkungen zu erreichen (Straube).
59 % der deutschen Logistikmanager halten den Logistikstandort Deutschland unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Entwicklung für wettbewerbsfähig, während US-amerikanische und chinesische Logistikmanager Deutschland mit 83 % (USA) und 60 % (China) deutlich positiver beurteilen (Straube). Dabei spielen Faktoren wie geopolitische Lage und Vertrauen in die Wirtschaftskraft die entscheidende Rolle. Interessant dabei: Das jeweils eigene Land wird vergleichsweise schlecht beurteilt.
Auch diese Themen greifen Aussteller, Sonderschau und Fachforum der LogIntern 2009 auf, um mit den Akteuren in Wirtschaft und Politik die Diskussion über zielführende Zukunftskonzepte sowie technologische Innovationen fortzuführen. Die LogIntern, die ihren Fokus ganz bewusst auf die innerbetriebliche Logistik setzt, präsentiert vom 29. September bis 1. Oktober 2009 effiziente Förder-, Umschlag- und Lagertechnik sowie die dazugehörigen Informationstechnologien, die dazu beitragen, Effizienz- und Einsparpotenziale bei voller Flexibilität auszunutzen.

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