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Lasys 2012: Mehr Besucher, weniger Aussteller

Die dritte Auflage der Lasys, internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung, ging mit einem Besucherzuwachs von 37 Prozent zu Ende. Insgesamt 5.293 Besucher (2010: 3.870) kamen an den drei Messetagen vom 12. bis 14. Juni 2012 nach Stuttgart, um sich über Neuheiten und Trends auf dem Gebiet der Laser-Materialbearbeitung zu informieren. Die Zahl der Aussteller war indes auf 178 (2010: 186) gesunken.

Insgesamt 5.293 Besucher kamen zur Lasys 2012 nach Stuttgart. Der Anteil Industriebesucher war dabei erneut gestiegen. Die Aussteller zeigten sich mit Besucherqualität sehr zufrieden.

Nahezu jeder Vierte (22 Prozent) kam aus dem Ausland, in erster Linie aus der Schweiz, Österreich, Italien, Belgien und Frankreich. Insgesamt waren Besucher aus 41 Ländern vertreten. Gerhard Hein, Geschäftsführer der VDMA Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung, dem ideellen Träger der Lasys, stellte in Gesprächen mit seinen Mitgliedern fest: "Es ist gelungen, den Begriff Laser-Materialbearbeitung zu popularisieren. Die Marktteilnehmer haben den Fokus der Lasys verinnerlicht."

Die 178 Aussteller zeigten Innovationen und Weiterentwicklungen bei Maschinen, Verfahren und Dienstleistungen für die Laser-Materialbearbeitung, einschließlich der laserspezifischen Maschinensubsysteme. Insgesamt 28 Prozent kamen aus dem Ausland. Angereist waren sie aus 17 Ländern, vorwiegend aus Europa, aber auch aus den USA, China, Kanada, Weißrussland und der Türkei.

Die Besucher kamen zu 75 Prozent aus der Industrie, das sind noch einmal 4 Prozent mehr als vor zwei Jahren. "Dieser Zuwachs im Industriebereich verdeutlicht, dass sich die Lasys als Anwender-Messe etabliert hat", unterstreicht Thomas Walter, Bereichsleiter Industrie & Technologie der Messe Stuttgart. Nahezu jeder Dritte kam aus dem Maschinenbau, knapp jeder Fünfte aus dem Automobilbau, gefolgt von der Elektro- und Elektronikindustrie, der metallbe- und -verarbeitenden Industrie, dem Anlagen- und Apparatebau sowie der Optischen Industrie. Entsprechend der Bandbreite der Branchen gaben die Besucher zudem an, die unterschiedlichsten Materialien mit dem Laser zu bearbeiten: Stahl, Aluminium, Kunststoff, Eisen, Sonderlegierungen, Verbundwerkstoffe, Buntmetalle, Keramik, Glas, Halbleiter, Kautschuk und Gummi, Holz, Papier und Textilien. Das deckte sich mit dem Angebot der Aussteller, die Lösungen für diese Bearbeitungsanforderungen anbieten konnten. Hinsichtlich der Unternehmensgröße aus der die Besucher kamen zeigte sich, dass das Angebot für Großunternehmen und KMUs gleichermaßen interessant ist. Aus Betrieben mit bis zu 49 Mitarbeitern kamen 31 Prozent der Besucher, 39 Prozent waren in Betrieben mit 50 bis 999 Mitarbeitern tätig und 30 Prozent stammten aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

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Auffällig war zudem die hohe Besucherqualität. So gaben 91 Prozent der Besucher an, in Investitions-und Beschaffungsentscheidungen in ihren Unternehmen eingebunden zu sein. Und sie wollen investieren, 33 Prozent planen sogar mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100.000 Euro. Auf der Suche waren die Besucher in erster Linie nach Anlagen und Systemen. Laser-Fertigungssysteme für die Makro-Materialbearbeitung wollten 42 Prozent sehen, 39 Prozent interessierten sich für Laser-Fertigungssysteme für die Mikro-Materialbearbeitung oder Feinwerktechnik, 37 Prozent für Verfahren und Bearbeitungsverfahren, 22 Prozent für Laseraggregate und 19 Prozent für Mess- und Prüfsysteme (Mehrfachnennungen). ¿Wir hatten sehr gute Gespräche, sowohl mit Bestands- als auch mit Neukunden, darunter viele konkrete Projektanfragen. Für uns als stark wachsendes, aber immer noch eher kleineres Unternehmen, war die Lasys 2012 eine ideale Plattform um uns als Markt- und Technologieführer bei Hochleistungs-Diodenlasern einem hochkarätigen Fachbesucherkreis präsentieren zu können", stellt Dr.-Ing. Andre Eltze, Vertriebsleiter Europa bei Laserline in Mülheim-Kärlich, erfreut fest.

Mit dem Angebot der Aussteller zeigten sich die Besucher sehr zufrieden, denn 95 Prozent wollen die Messe weiter empfehlen. Und 91 Prozent sagten, dass sie zur Lasys 2014 wieder kommen wollen. "Die Besucher haben auf der Lasys 2012 gefunden, was sie gesucht haben. Angebot und Nachfrage haben sich ideal ergänzt", konstatiert Projektleiterin Meike Mayer zufrieden.

Die Aussteller waren vor allem mit der hohen Besucherqualität äußerst zufrieden. Die gewünschten Hauptzielgruppen aus der Industrie konnten hervorragend erreicht werden. Die Marktlage schätzten die Aussteller wesentlich besser ein als in der Vergangenheit. Sehr zufrieden zeigten sie sich auch mit dem Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, der als ideal für eine Hightech-Messe angesehen wird. Ingesamt 84 Prozent der Aussteller waren der Meinung, dass die Lasys 2012 erfolgreicher, oder zumindest so erfolgreich wie die Vorveranstaltung für sie verlaufen sei.

Klaus Löffler, Leiter internationaler Vertrieb, Trumpf Laser- und Systemtechnik, Ditzingen: "Wir sind alle begeistert, es lief sehr gut für uns. Es gab täglich Kontakte zu neuen Kunden und viele Interessenten am Stand kamen mit konkreten Kaufabsichten, wir haben sogar vom Stand weg direkt einen Laser verkauft. Entsprechend rechnen wir mit einem guten Nachmessegeschäft."

Dr.-Ing. Johannes Weiser, Geschäftsführer BBW Lasertechnik, Prutting: "Die Lasys 2012 war für uns ein voller Erfolg. Die Kompetenz der Besucher war beeindruckend, wir konnten fast doppelt so viele konkrete Aufgabenstellungen entgegennehmen als zur Lasys 2010. Für uns als Dienstleister bietet die Messe genau das richtige Umfeld."

Günther Braun, CEO & President, Rofin-Sinar Laser Technologies, Hamburg: "Mit dem Verlauf der diesjährigen Lasys sind wir zufrieden. Wir konnten neben zahlreichen Anfragen zur Laserbeschriftung, vor allem im Bereich der Laser Mikromaterialbearbeitung vermehrt Leads generieren und interessante Erstkontakte im Bereich der Makromaterialbearbeitung knüpfen."

Ronny Neubert, Head of Sales Department, 3D-Micromac, Chemnitz: "Unsere Zielgruppe war da und wir haben auch viele Neukunden am Stand begrüßt. Auffallend ist, dass die Besucher sehr stark aus der Industrie gekommen sind, mit klaren Projektanliegen. Die Kontaktqualität war sehr gut. Für uns kamen genau die richtigen Besucher, der Streuverlust war relativ gering. Sehr positiv war, dass viele Endkunden kamen und nicht nur Zulieferer. Wir sind seit der ersten Lasys mit dabei und kommen sicher wieder."

Alexander Pieler, Sales Manager Laser Welding, LPKF Laser & Electronics, Erlangen: "Die Resonanz an unserem Stand war sehr gut, aus einigen Anfragen sind konkrete neue Projekte entstanden. Wir sind spezialisiert auf Kunststoffschweißen, in diesem Bereich ergeben sich viele neue Märkte, etwa in der Automobilbranche oder der Medizintechnik. Unser Fazit: Zur Lasys kommt Klasse statt Masse und damit genau die Besucher die wir suchen."

Dr. Jörg Lässig, Geschäftsführer, SITEC, Chemnitz: "Bereits zum dritten Mal ist die Lasys genau die richtige Plattform für uns gewesen. Wir bekamen sehr konkrete, zum Teil zeitnah zu bearbeitende Anfragen. Das Publikum ist qualitativ sehr gut. Für uns als Laseranlagenhersteller hat die Messe gezeigt, dass der Bedarf an solchen Anlagen in allen Branchen kontinuierlich wächst. Klein, aber fein und trotzdem hochspezialisiert, so kommt man direkt an die Anwender."

Adrian Piddington, Senior Sales Engineer, Fianium Ltd., Southampton: "Mit unserer Teilnahme waren wir sehr zufrieden. Dank der Kombination aus Forumsvorträgen in der Messehalle und den Stuttgarter Lasertagen (SLT) hatten wir eine unglaubliche Menge Besucher an unserem Stand. Wir konnten viele Kontakte knüpfen und die Qualität war auch hervorragend, da die Anwendungen und die Fianium Ultrafast Fiber Laser gut zusammenpassten. Wir sind sicher wieder bei der Lasys 2014 dabei."

Eduard Fassbend, CEO, Swisstec Micromachining AG, Herisau/Schweiz: "Wir waren sehr überrascht so viele, sehr gute Kontakte auf der Messe schließen zu können. Als kleine Firma nutzen wir die Messe gern als Plattform um unser gesamtes Knowhow zu präsentieren und individuell auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen. Wir kommen 2014 gerne wieder."

Sehr gut angenommen wurde neben dem Ausstellungsprogramm auch das Rahmenprogramm. Die Stuttgarter Lasertage (SLT) bekamen erwartungsgemäß ein großes Publikum. Rund 460 Teilnehmer besuchten den renommierten SLT-Kongress.

Nahezu jeder vierte Besucher interessierte sich für das Fachforum "Lasers in Action", in dessen Rahmen die Aussteller in 27 Fallstudien aus der Industrie berichtet haben. Auf der neuen Sonderschau "Megatrends - made by laser" drehte sich alles um die derzeitigen Trends Energie, Mobilität, Gesundheit, Kommunikation und Umwelt. Zwölf Prozent der Besucher nutzten die Gelegenheit, die dort gezeigten Exponate zu inspizieren und sich an den Ständen der Aussteller zu informieren.

Der Short Course "Basiswissen Laser und Laser-Materialbearbeitung" informierte Besucher, die bisher nur wenig oder gar keine Erfahrung mit der Lasertechnologie gemacht hatten, über den Stand der Technik und die aktuellsten Entwicklungen. Der Short Course war aufgrund des starken Interesses vor zwei Jahren auf zwei halbe Tage erweitert worden und konnte mit insgesamt 76 Teilnehmern einen Interessentenzuwachs von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Ein weiteres Indiz dafür, dass das Interesse an Lasermaterialbearbeitung wächst.

Unterstützung im Solution Center "meet the experts" suchten acht Prozent der Besucher. Dort standen an allen drei Messetagen erfahrene Experten aus fünf renommierten Laserinstituten zur Verfügung, um bei Fragen nach Technologien und Lösungen für Fertigungsaufgaben geeignete Aussteller zu empfehlen.

Im erstmals veranstalteten "Stuttgart Laser Marketplace" stellten international tätige Unternehmen, ein Laser-Forschungszentrum und ein Marktforschungsinstitut den globalen Markt für Laser und Lasersysteme zur Materialbearbeitung vor. Ein Angebot, das von den Besuchern ebenfalls sehr gut angenommen wurde.

Der Termin der Lasys 2014 befindet sich derzeit noch in der Abstimmung und wird in Kürze bekannt gegeben. Sie soll wieder im Verbund mit der O&S, Fachmesse für Oberflächen und Schichten und mit den UKIP-Automotive-Messen stattfinden. kf

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