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Artikel und Hintergründe zum Thema

Kunststoffe im Fokus

Die K 2013 in Düsseldorf hat begonnen

Heute eröffnet die K in Düsseldorf ihre Pforten. Die mehr als 3.200 Aussteller präsentieren an den kommenden 8 Messetagen ein umfassendes Angebot an zukunftsweisenden Fertigungs-, Verarbeitungs- und Bearbeitungstechnologien. Die Live-Präsentationen komplexer Produktionseinheiten in den Düsseldorfer Messehallen, so heißt es, seien einzigartig.

Nach drei Jahren ist es wieder so weit: Die K hält Einzug ins Düsseldorfer Messegelände. 3.218 Aussteller stellen ihre Innovationen für alle Industriebereiche vor, 121 mehr als 2010. Das Anbieterspektrum reicht vom globalen Großkonzern bis zum Start-up-Unternehmen, die Produktpalette vom Standardrohstoff bis zum individuell maßgefertigten Werkzeug. Die Vielfalt und die Internationalität der Unternehmen gewährleisten, dass die großen Themen der Branche - allen voran Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz - ebenso aufgegriffen werden wie Spezialsegmente.

K 2013: Spiegel des Weltmarkts

Die Aussteller der K 2013 stammen aus 59 Ländern. Unter ihnen sind erneut die Anbieter aus Europa, vor allem aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Frankreich besonders stark vertreten. Dabei ist bemerkenswert, dass die von der Euro-Krise stark betroffenen Länder Südeuropas - wie Italien, Spanien, sogar Griechenland - auf der K 2013 eine stabile oder sogar größere Präsenz zeigen werden als 2010. Ein klarer Vorteil für die Fachbesucher aus aller Welt, die auf das Angebot aus diesen Ländern nicht verzichten müssen. Die starke deutsche Kunststoff- und Kautschuk-Industrie präsentiert sich auf knapp 40 Prozent - 66.497 Quadratmeter - der gesamten Netto-Ausstellungsfläche von 171.326 Quadratmetern. Nach Deutschland ist Italien traditionell die größte ausländische Ausstellernation, die italienischen Unternehmen werden auf über 26.000 Quadratmetern ihre Produkte zeigen.

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Gleichzeitig spiegeln sich die Veränderungen im Weltmarkt auf der K deutlich wider: Die Anzahl und die Präsentationsfläche der Unternehmen aus Asien haben seit der Vorveranstaltung 2010 deutlich zugenommen. Allein die Netto-Ausstellungsfläche der fünf größten asiatischen Ausstellernationen China, Taiwan, Indien, Japan und Südkorea ist um ein Drittel größer geworden (knapp 18.800 qm in 2010, fast 25.000 qm in 2013). Nach den Krisenjahren der Industrie sind auch die US-Aussteller wieder sehr repräsentativ vertreten mit einer belegten Fläche von 5.350 Quadratmetern (2010: 4.402). Die wachsende Kunststoffbranche der Türkei stellt ihr Angebot auf fast 4.000 Quadratmetern aus, ihre Fläche ist mehr als 1.000 Quadratmeter größer als drei Jahre zuvor.

Einzigartige Live-Präsentationen in den Messehallen

Die Anbieter von Maschinen und Ausrüstungen sind traditionell die größte Ausstellergruppe der K. Sie belegen mit über 119.000 Quadratmetern mehr als zwei Drittel der gesamten Ausstellungsfläche. Die Hallen 1 bis 4 und 9 bis 17 sind für sie reserviert. Die Aussteller bieten weltweit das umfassendste Angebot an zukunftsweisenden Fertigungs-, Verarbeitungs- und Bearbeitungstechnologien. Die Live-Präsentationen komplexer Produktionseinheiten in den Düsseldorfer Messehallen sind einzigartig.

Die Hersteller von Rohstoffen, Halbzeugen und Technischen Teilen stellen in den Hallen 5 bis 8a aus. Dabei sind die Rohstoffproduzenten mit einer Nettofläche von 37.900 Quadratmetern vertreten. Wichtige Themen sind neben der Optimierung von Standardkunststoffen Bio-, Spezial- und verstärkte Kunststoffe sowie neue Entwicklungen in den Bereichen Strukturwerkstoffe und Funktionspolymere für zukunftsweisende Anwendungen.

Der Bereich der Halbzeuge, technischen Teile und verstärkten Kunststofferzeugnisse erstreckt sich über fast 11.000 Quadratmeter. Energieeffiziente und umweltschonende Produktlösungen stehen im Mittelpunkt, die Fachbesucher dürfen auf neuartige Produkte und Anwendungen dank optimaler Rohstoff- und Verbundwerkstoffauswahl gespannt sein.

Auf der K wird die gesamte Wertschöpfungskette der Branche dargestellt. Und auch der Kautschuk ist eine feste, unverzichtbare Größe innerhalb der Messe. Zwar ist der Kautschuksektor im Vergleich zur Kunststoffindustrie der kleinere Bereich, doch er spielt für wichtige Abnehmerbranchen die Hauptrolle und ist hoch innovativ.

Sonderschau "Kunststoff bewegt"

Das vielfältige Angebot der Aussteller wird ergänzt durch ein Rahmenprogramm, das zusätzlichen Nutzen verspricht. Besonders hervorzuheben ist dabei die schon traditionelle Sonderschau in Halle 6, die den Titel "Kunststoff bewegt" trägt. Hier wird deutlich, welche Beiträge Kunststoffe zu einem "Leben in Bewegung" leisten. Der Begriff "bewegen" wird dabei weit gefasst. So geht es um die direkten Beiträge der Kunststoffe zu den unterschiedlichen Facetten von Mobilität, aber auch um emotionale Bewegung z.B. durch Kunst und Design, und ebenso darum, Anstöße zu geben für Lösungen zukunftsorientierter Fragen rund um die großen Themen Bevölkerungswachstum, Energiebedarf, Klimawandel. Dazu wird eine Vortragsreihe mit bedeutenden Referenten das Thema der Sonderschau aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Zur Standeröffnung am 16. Oktober spricht Ex-Außenminister Joschka Fischer zum Thema Nachhaltigkeit. Am 17. Oktober folgt Bertrand Piccard, der mit dem Solarflugzeug "Solar Impulse" erstmals die USA von San Francisco nach New York ohne einen Tropfen Treibstoff überquerte. Am 18. Oktober stellt der Kybernetik-Experte Yoshiyuki Sankai einen von ihm entwickelten Roboteranzug vor, der u.a. Menschen mit körperlichen Behinderungen mehr Mobilität ermöglicht. Am 21. Oktober beschließt John Elkington, einer der bedeutendsten Vordenker für Corporate Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung, die Vortragsreihe. Für ein Highlight sportlicher Natur werden am 18. Oktober Olympioniken und Weltmeister des erfolgreichsten Kanu-Verbandes der Welt, des deutschen ¿Team Kunststoff¿ sorgen. Die Sonderschau wird erneut organisiert von der deutschen Kunststoffindustrie unter Federführung von PlasticsEurope Deutschland und der Messe Düsseldorf.

Die K-Industrie in Zahlen

Mit einem Umsatz von etwa 88 Mrd. Euro und etwa 363.000 Beschäftigten in 3.270 Unternehmen ist die Kunststoffindustrie in Deutschland einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Sie hält einen Anteil von sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion. Dazu kommt die deutsche Kautschukindustrie mit rund 130 Unternehmen, 75.000 Beschäftigten und einem Gesamt-Jahresumsatz von 12 Milliarden Euro (2012). Allein in Nordrhein-Westfalen zählt die Branche rund 1.000 Unternehmen und Organisationen mit deutlich über 100.000 Beschäftigten. Für das Jahr 2012 schätzt der Erzeugerverband PlasticsEurope die weltweite Kunststoffproduktion auf ca. 288 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr 2011 mit einer weltweiten Produktion von 280 Millionen Tonnen entspricht dies einer Produktionssteigerung in einer Größenordnung von 2,8 Prozent.

Die Kunststofferzeuger konnten die Rohstoffproduktionweltweit von 1950 bis 2012 von damals 1,5 Millionen Tonnen auf 288 Millionen Tonnen steigern. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 9 Prozent. In Deutschland sank die Produktion von Kunststoffen im zurückliegenden Jahr um 3,4 Prozent auf 19,5 Millionen Tonnen (2011: 20,2 Mio. Tonnen). Die Umsätze beliefen sich insgesamt auf 25,1 Milliarden Euro und lagen damit um 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahr (2011: 25,3 Mrd. Euro). Für das Jahr 2013 rechnen die Kunststofferzeuger in Deutschland mit einem Wachstum in der Größenordnung von etwa 1,5 Prozent. kf

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