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KSB Konzern wächst im Auftragseingang und im Umsatz

Mit dem Ausklingen der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Breitengeschäft mit Standardpumpen und -armaturen bei KSB 2010 wieder belebt. Das Projektgeschäft blieb hingegen noch von den in der Krise verschobenen Investitionsentscheidungen der Kunden geprägt. Insgesamt verbesserte sich der Auftragseingang des Konzerns um 7,3 Prozent auf 2.075,0 Mio. Euro. Die Zuwächse kamen im Wesentlichen aus den außereuropäischen KSB-Gesellschaften, wobei die Unternehmen in der Region Asien / Pazifik mit einem Auftragsplus von 33,3 Prozent in Summe den stärksten Anstieg verzeichneten. In der AG lag der Auftragseingang, wegen der geringeren Anzahl neuer Großprojekte, um 5,8 Prozent unter dem des Vorjahres.

Mit dem Ausklingen der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Breitengeschäft mit Standardpumpen und -armaturen bei KSB 2010 wieder belebt.

Der Umsatz des Konzerns erreichte die Höhe von 1.939,3 Mio. Euro und damit ein Wachstum von 2,5 Prozent. Dieses ist von der Geschäftsentwicklung der Gesellschaften in den Regionen Asien / Pazifik, Amerika und Mittlerer Osten / Afrika getragen. Die drei Regionen erzielten jeweils ein Plus von 12,4 Prozent, während der Umsatz der europäischen Gesellschaften insgesamt um 2,1 Prozent zurückging. KSB erzielte einen Umsatz von 778,8 Mio. Euro (nach HGB) und damit ein Plus von 1,3 Prozent.

Bei der Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung im Konzern ist die Erstkonsolidierung von fünf operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien, Kanada, Norwegen und Russland zu berücksichtigen. Ohne diese Erweiterung des Konsolidierungskreises wären der Auftragseingang um 40,2 Mio. Euro und der Umsatz um 35,4 Mio. Euro geringer gewesen.

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Der Konzern hat 2010 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 135,8 Mio. Euro. (VJ: 172,8 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Ergebnisrückgang um rund 21 Prozent resultierte unter anderem aus der verminderten Erlösqualität im Projektgeschäft infolge des verstärkten Preisdrucks. Weitere Einflussfaktoren waren höhere Abschreibungen für die in den Vorjahren getätigten Großinvestitionen sowie Mehrkosten im Personalbereich. Die KSB AG hat ein Ergebnis vor Steuern (nach HGB) in Höhe von 39,8 Mio. Euro (VJ: 46,3 Mio. Euro) erzielt.

Trotz des Ergebnisrückgangs bei der deutschen Muttergesellschaft schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Vorjahreshöhe auszuschütten, also je Stammaktie von 12,00 Euro und je Vorzugsaktie von 12,26 Euro.

Die Bilanzsumme des Konzerns ist 2010 auf 1.861,3 Mio. Euro gewachsen. Dies steht hauptsächlich im Zusammenhang mit einem Anstieg des langfristigen Vermögens sowie höheren Forderungen.

Die Nettofinanzposition hat sich nochmals verbessert; das im Vorjahr platzierte Schuldscheindarlehen wurde zur Finanzierung des operativen Geschäfts nicht benötigt. Auch die strategischen Vorhaben konnte der Konzern aus eigener Kraft finanzieren und darüber hinaus Kredite vorzeitig tilgen.

Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich bis Ende 2010 um 3,1 Prozent auf 14.697 Mitarbeiter (VJ: 14.249). Dieses Wachstum der Belegschaft geht größtenteils auf die Erstkonsolidierung der fünf Gesellschaften zurück. Personell verstärkt haben sich aber auch die KSB AG, die zahlreiche Strategieprojekte initiierte, sowie Gesellschaften in Brasilien und Indien.

Für 2011 geht der Konzern davon aus, dass die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung, trotz ökonomischer und politischer Risiken, weiter anhält. Daher erwartet der Konzern Zuwächse sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres sind der Auftragseingang um 11,3 Prozent und der Umsatz um 9,2 Prozent gegenüber den beiden Vergleichsmonaten 2010 gewachsen.

Das Konzernergebnis wird im aktuellen Geschäftsjahr nach KSB-Prognose mindestens das Niveau des Jahres 2010 erreichen. Eine Steigerung ist wegen des anhaltenden Preisdrucks in den Absatzmärkten sowie den absehbaren Kostensteigerungen im Material- und Personalbereich noch unsicher. lg

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