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Krones wegen globaler Krise 2009 in der Verlustzone

Die Nachfrage im Verpackungsmaschinenmarkt sank 2009 wegen der globalen Wirtschaftskrise weltweit um mehr als 25 Prozent. Mit Ausnahme von China waren alle Regionen von einem signifikanten Rückgang betroffen, besonders Nordamerika und Osteuropa sowie Russland. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2009 für die Krones AG, Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik, wohl das Schwierigste in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte.

Der Auftragseingang ging im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent auf 1.916,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2.326,5 Mio. Euro) zurück. Wegen der abgeschwächten Auftragseingänge verringerte sich der Konzernumsatz 2009 gegenüber dem Rekordjahr 2008 um 21,7 Prozent auf 1.864,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2.381,4 Mio. Euro). Die Ertragslage des Unternehmens wurde maßgeblich durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufgrund der schnellen Trendumbrüche geprägt.
Obwohl der Vorstand bereits Ende 2008 mit dem Programm ¿"onversion" begonnen hatte das komplette Unternehmen den schrumpfenden Märkten anzupassen, erzielte Krones 2009 ein Konzernergebnis von minus 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: plus 106,5 Mio. Euro).
Das Ergebnis je Aktie betrug minus 1,13 Euro (Vorjahr: 3,39 Euro).

Die grundsolide finanzwirtschaftliche Ausrichtung von Krones hat sich in der Wirtschaftskrise bewährt. Trotz des Verlustes konnte das Unternehmen 2009 den Free Cashflow um rund 5 Prozent auf 82,5 Mio. Euro erhöhen. Zum Stichtag 31.12.2009 hatte der Krones Konzern keine Bankschulden und verfügte darüber hinaus über eine Nettoliquidität in Höhe von mehr als 135 Mio. Euro (Vorjahr: 107 Mio. Euro).

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Aufgrund des Verlustes halten es Vorstand und Aufsichtsrat für angemessen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende zu zahlen. Die langfristige Dividendenpolitik von Krones hat zum Ziel, 20 Prozent bis 25 Prozent des Gewinns auszuschütten.


Vorsichtiger Optimismus für das Jahr 2010

Nach der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Weltwirtschaft auf Erholungskurs. Die weitere Konjunkturentwicklung ist aber unverändert mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Das Geschäftsmodell sowie die klare Unternehmensstrategie von Krones haben sich bewährt. Das Unternehmen hat die Lehren aus der Krise gezogen und wird mit dem Veränderungsprogramm "Conversion", das für "Umdenken und Umbauen" steht, noch weitere spürbare Potenziale mobilisieren, um Krones auf volatilere Märkte einzustellen.
Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für Krones unverändert gut, weil die Megatrends für die Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Diese Anforderungen und die Notwendigkeit der Krones Kunden, sich in den Industrieländern am Point of Sales immer stärker zu differenzieren, generieren eine immer größere Anzahl an neuen Behältern und Verpackungsformen. Die Wertschöpfungskette wird dadurch zunehmend komplexer. Davon profitiert Krones, weil das Unternehmen als Komplettanbieter seinen Kunden immer eine passende Lösung anbieten kann.

Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Quartal 2010 ist Krones für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Der Vorstand rechnet mit einem Umsatzwachstum von 5 Prozent bis 15 Prozent und einem nennenswert positiven Konzernergebnis im zweistelligen Millionenbereich. Für das Geschäftsjahr 2011 geht Krones bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen von einer weiteren positiven Entwicklung aus.

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