Aus IOS wird Kistler Aachen

Katja Preydel,

Kistler baut Industrie 4.0-Angebot aus

Die Kistler Gruppe baut ihr Industrie 4.0-Angebot aus. Ein wichtiger Schritt ist die Umfirmierung der IOS Gesellschaft für innovative Optimiersoftware mbH in die Kistler Aachen GmbH. Parallel eröffnet das Unternehmen in Aachen ein neues Kompetenzzentrum für Produktionssteuerung und -leitsysteme.

Am neuen Standort von Kistler Aachen entsteht ein Kompetenzzentrum für Produktionssteuerung und -leitsysteme. © Kistler Gruppe

Nach der Übernahme der IOS Gesellschaft für innovative Optimiersoftware im vergangenen Jahr erhalten Kunden jetzt vom Sensor bis zum Manufacturing Execution System (MES) sowohl Hardware als auch Software und die dazu gehörigen Services aus einer Hand. Die Integration des von IOS entwickelten MES in das Portfolio von Kistler stellt den nächsten Schritt in der Digitalisierungsstrategie der Messtechnikexperten dar.

Um die Integration zu unterstreichen, wurde IOS zum 20. Juni in die Kistler Aachen GmbH umbenannt. Unter der Leitung von Lukas Koch eröffnet das Schweizer Unternehmen am Aachener Standort ein Kompetenzzentrum für Produktionssteuerung und -leitsysteme. Anfang Juni bezogen Koch und das 17-köpfige Team die neuen Räumlichkeiten unweit der RWTH. „Wir stärken nicht nur die Nähe zu einem unserer wichtigsten Kooperationspartner, sondern schaffen auch Platz für neue Kolleginnen und Kollegen“, so Koch. „In den kommenden Jahren wollen wir die Belegschaft stark ausbauen.“ Dafür werden insbesondere Applikationsspezialisten, Softwareentwickler und MES-Experten gesucht.

Kunden profitieren von zwei Jahrzehnten umfassender Expertise rund um das eigene MES sowie der früheren engen Zusammenarbeit von IOS und Kistler. Diese mündet jetzt in ein sich ständig erweiterndes Industrie 4.0-Portfolio mit Produkten, die im Detail aufeinander abgestimmt sind. Auch auf der Serviceseite wächst das Angebot von Kistler weiter, denn die eigene Beratungskompetenz umfasst künftig auch die Vernetzung der Fertigung mittels eigener MES-Systeme.

Im Fokus des neuen Kompetenzzentrums steht die Digitalisierung kunststoffverarbeitender und weiterer Prozesse. Dutzende entsprechender MES-Systeme von Kistler wurden in den letzten Jahren bei Kunden unterschiedlichster Industriezweige installiert. Sie dienen beispielsweise der Produktionsüberwachung bei der Fertigung sicherheitskritischer Teile aus den Bereichen Automotive, Medical Devices oder Verbrauchsgüter. Entsprechende Systeme kommen aber auch bei der Herstellung weiterer hochanspruchsvoller oder komplexer Bauteile zum Einsatz, bei denen Qualität und Ausschuss geregelt und optimiert werden.

Das Unternehmen unterstützt vom verbauten Sensor, über die Aufbereitung und Analyse der abgeleiteten Daten bis hin zur konkreten Verbesserung im jeweiligen Fertigungsschritt, damit aus der Fabrik von gestern die Smart Factory von morgen wird. Koch betont: „Die Kombination aus Softwareexpertise und tiefem Prozessverständnis macht es uns möglich, direkt auf dem Shopfloor anzusetzen. Dort finden wir die wirklichen Gründe, um Prozesse von innen heraus zu optimieren und unseren Kunden zu mehr Transparenz und Effizienz in der Fertigung zu verhelfen. Wir begleiten sie auf dem Weg zur Digitalisierung – vom ersten Sensor an.“

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