Jubiläum beim Werkzeug-Dienstleister

Mara Hofacker,

Hahn+Kolb feiert 120-jähriges Bestehen

2018 feiert die Hahn+Kolb Group ihr 120-jähriges Bestehen. Der weltweit tätige Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant mit 14 Auslandsgesellschaften, 38 Vertriebspartnern in insgesamt 49 Ländern und Kunden aus dem Maschinenbau, der Automobil-, Metall-, Elektronik- und Energiebranche hat dabei intelligente Beschaffungslösungen und neueste Fertigungsverfahren fest im Blick. 

Hahn+Kolb wurde 1898 von Herrmann Hahn und Adolf Kolb als kleines Handelsgeschäft in Stuttgart gegründet. Die Pariser Weltausstellung 1900 und die Düsseldorfer Ausstellung im Jahr 1902 zeigte beiden die damalige technische Überlegenheit der US-amerikanischen Maschinen und Produkte auf. In enger Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und Kunden wollten sie daraufhin eine bessere Qualität der Maschinen und Werkzeuge erzielen sowie Arbeitsprozesse intelligenter gestalten. Das gab den Ausschlag für den Erfolg von Hahn+Kolb.

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Industrie 4.0 wandeln sich auch die Prozesse rund um die moderne Produktion. Zentrale Herausforderung ist dabei das bedarfsgerechte Bereitstellen von Arbeitsmitteln. Das weiß auch der Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant Hahn+Kolb, der im Bereich moderner Einkaufsprozesse für produzierende Unternehmen stets neue Möglichkeiten für eine individualisierte, automatisierte und nutzerfreundliche Beschaffung entwickelt. Dahinter steckt auch die Erfahrung im Absatz von Werkzeugen und Maschinen seit 1898. Die Gründer Hermann Hahn und Adolf Kolb arbeiteten von Beginn an eng mit Kunden und Lieferanten zusammen, um die Qualität von Maschinen und Werkzeugen zu verbessern und die Arbeitsprozesse intelligenter zu gestalten.

Die Hahn+Kolb Group, weltweit tätiger Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant, wird 120 Jahre alt. (Bild: Hahn+Kolb)

„Wir freuen uns, dass wir über 120 Jahre jung geblieben sind, denn erfolgreich im Handel ist nur, wer neue Anforderungen der Kunden versteht und schon heute zeitgemäße Lösungen für die Bedarfe von morgen anbietet“, sagt Katrin Hummel, Geschäftsführerin bei Hahn+Kolb. „Deshalb müssen wir unsere Angebote und Dienstleistungen kontinuierlich prüfen und weiterentwickeln. Was in den 30er-Jahren unsere Warenhäuser in Stuttgart und München waren, sind heute unser Onlineshop und intelligente Industrie-4.0-Anwendungen. Heute kommt keine Kunde mehr vorbei, um sich das Produktangebot im Regal anzusehen. Stattdessen präsentieren wir ihm unser gesamtes Sortiment auf Abruf, wo immer er sich gerade befindet.“

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Beschaffung 4.0 auf digitalem Weg
Als erster Werkzeug-Händler überhaupt veröffentlichte Hahn+Kolb bereits 1997 seinen Katalog mit damals schon tausenden Artikeln im Internet. Um die Beschaffungsprozesse möglichst schlank und effizient zu gestalten, investiert Hahn+Kolb konsequent in digitale Lösungen für die Industrie 4.0. Das Ergebnis sind intelligente und autarke, sich selbst verwaltende Beschaffungsmodule wie der HK-MAT oder individuelle E-Kataloge, die für jeden Bedarf die passende Industrielösung bieten. Unter anderem haben die Kunden die Möglichkeit, den Onlineshop von Hahn+Kolb mit inzwischen 70.000 Artikeln nach ihren Wünschen individuell zu einem persönlichen E Katalog zu konfigurieren – beispielsweise inklusive der Angabe ihrer unternehmenseigenen Kostenstellen. Über die OCI-Schnittstelle (Open Catalog Interface) wird die Plattform dann direkt per eigenem ERP-System angesteuert. Diese Direktverbindung vereinfacht und beschleunigt auf Kundenseite die Genehmigungsprozesse.

Eine weitere Möglichkeit ist der elektronische Datenaustausch (EDI), bei dem das E-Procurement-System des Anwenders direkt an das Warenwirtschaftssystem von Hahn+Kolb angebunden wird. Über die Schnittstelle tauschen Dienstleister und Kunde Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Lieferavis und Rechnungen aus. Der manuelle Aufwand und damit mögliches Fehlerpotenzial verringern sich deutlich.

Der HK-MAT verwaltet rund um die Uhr eingelagerte Werkzeuge und Messmittel, kontrolliert anstehende Kalibrierdaten, gibt Leihmittel aus und bestellt eigenständig nach. (Bild: Hahn+Kolb)

Verfügbarkeit rund um die Uhr mit dem HK-MAT
Für die gesicherte Versorgung mit Arbeitsmitteln 24/7 kommt das Werkzeug-Ausgabesystem HK-MAT zum Einsatz. Es verwaltet eingelagerte Werkzeuge und Messmittel, kontrolliert anstehende Kalibrierdaten und gibt nach entsprechender Autorisierung Leihmittel aus. Die Bedienung ist dabei denkbar einfach: Per großem Bedien-Panel wird das gewünschte Arbeitsmittel ausgewählt, das verriegelte Fach öffnet sich nach Eingabe einer PIN oder per System-Card. Bei Bedarf löst der HK-MAT im Anschluss automatisiert und eigenständig eine Bestellung aus, die direkt bei Hahn+Kolb eingeht. Der Versand startet anschließend binnen kurzer Zeit aus dem 2013 neu errichteten Zentrallager mit etwa 440.000 Kleinlagerplätzen, über 100 Shuttles und rund 4.300 Palettenlagerplätzen. Auf diese Weise ist die lückenlose Versorgung der Produktion sichergestellt.

Um die Beschaffungsprozesse möglichst schlank und effizient zu gestalten, investiert Hahn+Kolb in digitale Lösungen für die Industrie 4.0. (Bild: Hahn+Kolb)

„Wie bei der Beschaffung wandeln sich auch die Fertigungsverfahren. Unsere Mitarbeiter müssen deshalb in modernsten Techniken geschult sein, denn auch hier sind wir Partner und Berater unserer Kunden. Die Maxime unserer Gründer, gemeinsam mit den Lieferanten und Kunden bessere Maschinen und Werkzeuge zu gestalten, ist tatsächlich bis heute gleichgeblieben“, betont Katrin Hummel. Mit einem Gespür für Innovationen gründete Hermann Hahn 1913 eine Fabrik für Drehautomaten, die noch immer als Index-Werke mit Sitz in Esslingen erfolgreich CNC-Maschinen herstellt. Die Basis für das Wissen im Spezialmaschinenbau war gelegt und fließt weiter in die Unternehmenskultur bei Hahn+Kolb ein, wenn es um die effektive Bearbeitung moderner Werkstoffe geht. Auch im Bereich Additiver Fertigung ist der Werkzeug-Dienstleister aktiv. Bereits seit mehreren Jahren führt Hahn+Kolb ein im 3D-Druck hergestelltes Spannfutter der konzerneigenen Premium-Marke Atorn im Sortiment. Und erst kürzlich wurde ein industrieller 3D-Drucker ins Programm aufgenommen. „In diesem Bereich erwarten wir in den kommenden Jahren noch einige neue Entwicklungen, die wir begleiten und vorantreiben wollen – es bleibt also auch in Zukunft spannend“, gibt Katrin Hummel als Ausblick zu erkennen. 

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