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ITK: Sage prognostiziert die großen IT-Trends für 2014

"Der Mittelstand hat zunächst kein Big-Data, sondern vielmehr ein Lost-Data-Problem", weiß Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH.

Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH, nennt fünf IT-Trends im Mittelstand für das Jahr 2014:

1. Trend: Nachfrage nach Cloud- und Mobile-Lösungen ungebrochen

Die starke Nachfrage nach Cloud-basierten Lösungen, gerade im Bereich der kleinen Unternehmen mit eins bis 20 Mitarbeitern, zeigt laut Dewald, dass dieser Trend ungebrochen ist und 2014 noch an Fahrt aufnehmen wird. Analog urteilte auch PAC-Berater Frank Niemann unlängst in seinem Experten-Beitrag auf dem Sage Mittelstandsblog und konstatierte: "Im hiesigen Markt wächst SaaS zur festen Größe heran." Dewald: "Ein erneut zweistelliges Umsatzwachstum im Bereich der cloudbasierten Lohnabrechnungslösung Sage einfachLohn oder die Verdreifachung der Kundenzahlen für die Buchhaltungslösung Sage One in Großbritannien und Irland auf über 21.000 Anwender im letzten Geschäftsjahr zeigen, dass mittelständische Unternehmen gegenüber Cloud-Angeboten sehr aufgeschlossen sind. Zudem wächst auch die Kombination aus fest installierten Betriebswirtschaftslösungen und Cloud-Modulen, wie Sage sie etwa mit der Lösung für den Online-Handel GS-Office eCommerce anbietet, überdurchschnittlich stark."
Die Treiber von Cloud-Anwendungen sind auch die mobilen Endgeräte, deren Verkaufszahlen im vergangenen Jahr wieder neue Rekorde gebrochen hatten. "Mittelständische Unternehmen haben den Nutzen mobiler Lösungen - etwa für den Außendienst, für das Arbeiten auf Dienstreisen oder im Home-Office - längst erkannt und fragen immer mehr nach mobilen Lösungen: Kundendaten durch mobile CRM-Lösungen überall anzeigen und bearbeiten zu können oder via mobiler ERP-Lösungen schnell einen Zugriff auf geschäftskritische Daten zu haben, gehört bei vielen mittelständischen Betrieben bereits zum guten Ton und steigert die Effizienz und Arbeitsqualität maßgeblich", so Dewald.

2. Trend: E-Commerce und E-Payment eröffnen neue Kundenkanäle

"Mittelstand goes E-Commerce" ist ein Trend, der immer mehr Firmen erreicht. Denn der Online-Handel ermöglicht vielen mittelständischen Handelsunternehmen, die bislang nur einen stationären Handel besitzen, völlig neue Absatzwege. So sind laut Prognose des HDE die E-Commerce-Umsätze in Deutschland 2013 um 12 Prozent gestiegen. Die bei Sage registrierte erhöhte Nachfrage nach Webshop-Lösungen unterstützt diese Aussage. "Doch erst, wenn auch das Bezahlverfahren einfach ist und keine Hürden bei der Bestellung aufbaut, lassen sich lukrative Umsätze generieren", ist Dewald überzeugt. Deshalb sei es für Sage Deutschland so wichtig gewesen, dass das Bezahlsystem Sage Pay, das in Großbritannien und Irland den Markt anführt, das Angebot von Sage auch im hiesigen Markt vervollständigt. "Bereits 2013 hatten wir einen guten Start mit Sage Pay im deutschen Markt. 2014 werden wir einen deutlichen Nachfrageanstieg nach dieser Bezahllösung sehen, auch weil die Lösung dann in all unseren ERP- und E-Commerce-Produkten integriert verfügbar sein wird", so Dewald.

3. Trend: Sensibilität in Sachen Datensicherheit steigt - Cloud Computing muss dabei kein Widerspruch sein

Lange Zeit war das Thema Datensicherheit nicht auf der obersten Agenda mittelständischer Unternehmen. Nicht zuletzt der NSA-Skandal hat viele Firmeninhaber und Geschäftsführer aufschrecken lassen. Aber auch vermeintlich besser kontrollierbare Gefahren wie Hacker-Attacken oder Viren werden vermehrt zur Gefahr für den Mittelstand. Denn mittlerweile sind fast alle mittelständischen Unternehmen abhängig von der IT. Zudem machen Geldinstitute ihre Kreditvergabe und -konditionen immer häufiger vom Grad der Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens abhängig. Dewald verweist darauf, dass die Anforderungen an die eingesetzten Sicherheitsmechanismen steigen: "Es erscheint paradox, aber gerade bei kleinen Mittelständlern können Cloud Computing-Lösungen häufig ein viel höheres Maß an Risikovorsorge und Sicherheit gegen Datendiebe gewährleisten als die eigenen IT-Systeme. Denn hier kümmern sich professionelle Anbieter um die IT-Sicherheit, die Datenspeicherung und um Notfallkonzepte."
So sind beispielsweise die Rechenzentren, in denen Sage seine Cloud- Lösungen betreibt, mit allen modernen Sicherheitsverfahren sowie ergänzenden technischen und organisatorischen Maßnahmen abgesichert. Sie entsprechen höchsten Anforderungen hinsichtlich Informationssicherheit und Datenschutz, was durch entsprechende Zertifizierungen wie ISO 27001 belegt wird. Darüber hinaus wird die Sicherheit der Daten durch regelmäßige externe Penetrationstests gewährleistet. Regelmäßiges Daten-Backup sowie schnelle Wiederherstellung von verlorenen Daten sind in diesen Cloud-Anwendungen ebenfalls eingeschlossen. "Deshalb ist die Cloud auch ein echtes Argument für die Datensicherheit von kleinen Betrieben, die sonst kaum die Möglichkeit hätten, ein solches Sicherheitsniveau selbst in ihren Unternehmen aufzubauen", ist sich Dewald sicher.

4. Trend: Industrie 4.0 wird langsam aber sicher zum Thema

Was mit dem Stichwort "Internet der Dinge" begann, setzt sich im Begriff "Industrie 4.0" fort: Angestrebt ist eine Vernetzung von Maschinen, Dingen und Menschen bzw. deren IT-Endgeräten, mit dem Ziel einer selbstregulierten Steuerung von Prozessen. "In kleinen und mittelständischen Unternehmen spielt Industrie 4.0 heute zwar noch kaum eine Rolle", sagt Dewald. Wer will, kann aber durchaus die ersten Keime der Industrie 4.0-Idee in kleinen Anwendungsinseln entdecken. So verbindet etwa Sage beim Berliner Kanalreinigungsunternehmen Run 24 GmbH die Warenwirtschaftslösung von Sage mit dem Logistiksystem des Navigations- und Fuhrparkspezialisten TomTom Business Solutions. Dadurch ist es ohne menschliches Zutun möglich, Monteure und Auftragsverantwortliche über den Auftragsstatus immer informiert zu halten und den Aufgabenvollzug praktisch in Echtzeit zurückzumelden. Eine direkte Verlinkung des Sage-Systems zum Endgerät des Monteurs ermöglicht Transparenz über GPS-Standort, Stand der Reparaturarbeiten und nächste Arbeitsaufgaben. "Zwar gibt es noch nicht die ganz großen Industrie 4.0- Konzepte beim kleineren Mittelstand, jedoch hält auch hier das Ziel, möglichst viele Prozesse voll zu automatisieren, weiter Einzug. Im Jahr 2014 werden wir weitere solcher Beispiele sehen", ist Dewald überzeugt.

5. Trend: Datenflut beherrschbar machen

Big Data - also der Trend zur Auswertung von riesigen Datenbeständen - ist heute überwiegend ein Thema in Großunternehmen und Konzernen. Aber auch immer mehr kleinere Mittelständler kämpfen mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Daten, die strukturiert und aufbereitet werden müssen. In vielen kleinen mittelständischen Betrieben liegen diese Daten häufig noch an den unterschiedlichsten Stellen: in Excel-Listen, in Adress-Verzeichnissen, in Rechnungssystemen, in Zeiterfassungslösungen etc. Dadurch finden die Verantwortlichen von Geschäftsabläufen Daten oft schwer oder gar nicht. Häufig müssen sie zwei- oder dreimal erfasst werden, was die Fehlerrate und den Ressourceneinsatz erhöht. Dewald konstatiert daher: "Der Mittelstand hat zunächst kein Big-Data, sondern vielmehr ein Lost-Data-Problem. Vielen Unternehmen wäre daher schon sehr geholfen, die verstreuten Datenbestände in einer IT-Lösung zu vereinigen oder die verschiedenen Module sinnvoll zu integrieren, wie es moderne Betriebswirtschaftslösungen tun." -sg-

Sage Software, Frankfurt am Main, Tel. 069/50007-0, http://www.sage.de

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