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it´s OWL: Spitzencluster-Projekte gestartet

Der Spitzencluster Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (it´s OWL) ist offiziell gestartet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Fördermittel für die ersten 11 Projekte im Umfang von rund 10 Mio. Euro bewilligt. Weitere 23 Spitzencluster-Projekte werden sukzessive bis Anfang 2013 starten.

"Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich loslegen können. Die Beantragung der vielen Projekte ist eine große Herausforderung, die wir dank des hohen Einsatzes der Projektpartner, des Clustermanagements und des Projektträgers gemeinsam gemeistert haben", freut sich Prof. Dr. Jürgen Gausemeier (Vorstand des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn und Vorsitzender des Clusterboards). "Wir entwickeln in den Projekten neue Technologien und Methoden, die für eine Vielzahl von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in OWL von hoher Bedeutung sind", ist Gausemeier überzeugt.

Zu den im Juli gestarteten Projekten gehören die fünf sogenannten Querschnittsprojekte, in denen die Hochschulen Ergebnisse der Spitzenforschung für die Unternehmen nutzbar machen. Dabei geht es beispielsweise darum, Verfahren der Selbstoptimierung und intuitive Bedienschnittstellen für Produkte und Produktionsverfahren bereit zu stellen. Oder den Energieverbrauch von Maschinen und Geräten zu reduzieren sowie den Wirkungsgrad der eingesetzten Energie zu erhöhen. "Die Querschnittsprojekte sind die Technologiebasis des Spitzenclusters it´s OWL: Die Ergebnisse schaffen wichtige Grundlagen für neue Produkte und Produktionsverfahren der Unternehmen", erläutert Gausemeier.

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Auf diese Spitzenforschung bauen die Innovationsprojekte der Unternehmen auf, von denen vier schon jetzt gestartet sind. So will das Bielefelder Unternehmen Gildemeister durch eine virtuelle Arbeitsvorbereitung die Zeiten und Kosten für das Einrichten von Werkzeugmaschinen um bis zu 80 Prozent reduzieren. Die Automatisierungsspezialisten Beckhoff (Verl) und Harting (Espelkamp) setzen in ihren Projekten den Fokus auf intelligente Automatisierungslösungen, um die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit von Produktionsprozessen zu erhöhen. Das Elektronikunternehmen Weidmüller (Detmold) und der Möbelzulieferer Hettich (Kirchlengern) arbeiten gemeinsam an selbstoptimierenden Fertigungsprozessen, bei denen die Maschinen automatisch Abweichungen an den eingesetzten Bauteilen erkennten. In den Projekten entstehen Hightech-Produkte und Produktionsverfahren, die ihren Anwendern ganz konkrete Vorteile in Punkto Bedienung, Qualität, Sicherheit, Kosten und Ressourceneinsatz bieten.

In zwei weiteren Projekten - sogenannten Nachhaltigkeitsmaßnahmen - geht es um den Markterfolg und die Akzeptanz von intelligenten Produkten und Produktionsverfahren: So sollen Instrumente entwickelt werden, um zu überprüfen, ob die neuen Technologien auch die Kundenwünsche treffen und keine Berührungsängste bei den Benutzern bestehen. Neben "Marktorientierung" und "Akzeptanz" werden in den nächsten Monaten weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Bereichen "Strategische Produktplanung" und "Prävention gegen Produktpiraterie" gestartet.

Die Ergebnisse der Querschnittsprojekte und der Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden für interessierte Unternehmen nutzbar gemacht. In der zweiten Jahreshälfte werden dazu projektbezogenen Arbeitsgruppen und Veranstaltungen angeboten, in denen sich Unternehmen über die Forschungsansätze und Beteiligungsmöglichkeiten informieren können. Interessenten können sich bei der OstWestfalenLippe GmbH melden (Telefon: 0521/967330, info@ostwestfalen-lippe.de).

Als ein Flaggschiff seiner Hightech-Strategie hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007 den Wettbewerb "Deutschlands Spitzencluster - Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung" gestartet. In der dritten und letzten Runde des Wettbewerbs haben sich 24 Cluster aus ganz Deutschland beworben. Die fünf Sieger sind von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt worden. Das erfolgreiche Cluster-Quintett, darunter "it's OWL", bekommt jeweils bis zu 40 Millionen Euro Fördermittel von der Bundesregierung. Insgesamt wurden in drei Wettbewerbsrunden 15 Spitzencluster ausgezeichnet.

Projekte, die zum 1. Juli gestartet sind:

 

Querschnittsprojekte

  • Selbstoptimierung (Konsortialführer: Heinz Nixdorf Institut Universität Paderborn)
  • Mensch-Maschine-Interaktion (Konsortialführer: Universität Bielefeld)
  • Intelligente Vernetzung (Konsortialführer: Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  • Energieeffizienz (Konsortialführer: Universität Paderborn)
  • Systems Engineering (Konsortialführer: Fraunhofer IPT Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik)

 

Innovationsprojekte (Unternehmen und Hochschulen)

  • Scientific Automation (Konsortialführer: Beckhoff Automation, Verl)
  • Intelligente Arbeitsvorbereitung auf Basis Virtueller Werkzeugmaschinen (Konsortialführer: Gildemeister, Bielefeld)
  • Flexibles Montagekonzept durch Fertigungsinseln (Harting, Espelkamp)
  • Selbstoptimierende Fertigungsprozesse (Konsortialführer: Weidmüller, Detmold und Hettich, Kirchlengern)

 

Nachhaltigkeitsmaßnahmen

  • Marktorientierung (Konsortialführer: Universität Münster)
  • Akzeptanz gewährleisten (Konsortialführer: Universität Bielefeld)
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