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IPH: Offshore-Windenergie ist Thema auf der Hannover Messe 2012

Unter dem Leitthema "greentelligence" werden vom 23. bis 27. April 2012 auf der Hannover Messe effiziente, nachhaltige und umweltverträgliche Technologien vorgestellt. Obwohl die Fachmesse Wind pausiert, ist Windenergie auch in diesem Jahr ein Thema. In Halle 2 zeigt beispielsweise das IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH, wie sich Offshore-Windkraftanlagen durch neue Materialien, Leichtbauweisen und Data Mining verbessern lassen. Höher, leichter und intelligenter - so sollen die Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft sein. Zumindest, wenn es nach Ingenieuren aus dem Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover geht. Sie tüfteln derzeit daran, wie die Effizienz von Windkraftanlagen weiter gesteigert werden kann. Welche Technologien schon morgen die Windenergiebranche verändern könnten, zeigen sie auf der Hannover Messe anhand eines Miniatur-Offshore-Windparks.

Besucher können bei der weltgrößten Industriemesse sogar selbst Hand an dem Exponat anlegen: Als Wettergott können sie testen, was passiert, wenn aus dem Schönwetterbetrieb ein Sturm wird oder eine Anlage gewartet werden muss. Hinter dem spielerischen Ansatz stecken gleich zwei Forschungsprojekte des IPH. In einem Projekt geht es um die Frage, wie mehr Windenergie gewonnen werden kann, um den steigenden Bedarf zu decken. Die Antwort der Ingenieure lautet: Durch höhere Anlagen. Denn je höher sich die Rotorblätter einer Anlage befinden, desto größer ist der Energiegewinn. Allerdings werden die Türme ab einer bestimmten Höhe zu schwer und brechen unter ihrem eigenen Gewicht zusammen. Am IPH werden derzeit neuartige Materialkombinationen und Leichtbaukonzepte untersucht, durch die die Türme an Gewicht, nicht aber an Stabilität verlieren sollen.

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In einem weiteren Forschungsprojekt erforschen Ingenieure den Einsatz von Data Mining-Algorithmen. Aus den Daten, die bei dem Betrieb einer Anlage erfasst werden, sollen in Zukunft wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Die Betreiber von Windparks wüssten dadurch zum Beispiel schon frühzeitig, wann ein Bauteil ausgetauscht werden muss und könnten die teuren Instandhaltungseinsätze entsprechend planen. Der Betrieb der Anlagen könnte dadurch bald kostengünstiger werden.

Offshore-Windkraftanlagen sind nicht die einzige umweltschonende und nachhaltige Technologie, die am Niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 2 vorstellt wird. Unter dem Motto "Maritime Technologien" präsentieren die Aussteller aus Forschung und Industrie gemeinsam ein breites Spektrum an Entwicklungen: Neben effizienteren Offshore-Windkraftanlagen gehören dazu beispielsweise auch Schiff- und Wasserbau, maritime Dienstleistungen und Sicherheits- und Umweltschutztechnologien. Gefördert wird der Gemeinschaftsstand von dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. lg

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