Märkte + Unternehmen

Internationale Eisenwarenmesse 2012: Positive Stimmung bei den Branchenverbänden

Die an der Messe beteiligten Branchenverbände aus Industrie und Handel ziehen drei Monate vor Messestart positive Bilanzen der vergangenen Monate. Auch wenn sich die Wachstumsdynamik seit dem Sommer abgeschwächt hat, vermelden die deutsche Werkzeugindustrie, der Baumarkt- und Hartwarenhandel sowie die Industrieunternehmen von Bau-, Haus- und Gartenprodukten Umsatzsteigerungen. Von der vom 4. bis 7. März 2012 in Köln stattfindenden Eisenwarenmesse, zu der sich rund 2.600 Anbieter aus 50 Ländern angemeldet haben, erwarten die Verbände weitere Impulse für 2012.

Die Umsätze der deutschen Werkzeugindustrie erreichten im Jahr 2010 nach Angaben des Fachverbandes Werkzeugindustrie (FWI) 3,4 Mrd. Euro, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009. Nach
16,8 Prozent Plus im ersten Halbjahr 2011 hat sich die Dynamik der Auftragseingänge in den letzten Monaten seit Juli abgeschwächt. Das Exportgeschäft konnte im ersten Halbjahr 2011 um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau zulegen. Europa ist für die Werkzeughersteller weiterhin der wichtigste
Absatzmarkt: 55,7 Prozent der Gesamtausfuhr fließen in die EU-Mitgliedsstaaten, der Export dorthin stieg um 15,6 Prozent. Die momentane Stimmung bei den dem FWI angeschlossenen Werkzeugherstellern ist gut: Über 60 Prozent der befragten Verbandsmitglieder beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage mit befriedigend; 38 Prozent sogar mit günstig. Bis Frühjahr 2012 rechnen zwei Drittel der Werkzeughersteller mit einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Situation. Ein Drittel befürchtet eine Abschwächung der Konjunktur.

Anzeige

Ein ähnliches Bild zeichnet der Zentralverband Hartwarenhandel (ZHH). Der Aufschwung setzte sich im ersten Halbjahr 2011 fort, dabei lagen die Wachstumsraten beim Produktionsverbindungshandel deutlich höher als im Hartwareneinzelhandel. Der
Eisenwaren- und Hausrateinzelhandel wuchs - getragen von den Sortimenten Elektrowerkzeuge, Befestigungstechnik, Kleinelektrogeräten, Hausrat und Sicherheitstechnik - um rund 4,5 Prozent. Bis zum Jahresende geht der ZHH beim Hartwareneinzelhandel von einer Fortsetzung des Konsumverhaltens aus, auch wenn die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum noch nicht absehbar seien. Für 2011 wird ein positives Wachstum erwartet.

Der Aufschwung in Deutschland führte im ersten Halbjahr 2011 auch beim Produktionsverbindungshandel (PVH), der die gewerblichen Endkunden bedient, zu Umsatzsteigerungen zwischen 7 und 11 Prozent. Die Umsatzentwicklung für den Bereich Baubeschlag war mit 7,5 Prozent Plus im Jahr 2011 bislang besser als erwartet. Der Werkzeughandel steigerte im ersten Halbjahr seine Umsätze um ganze 11 Prozent. Das Wachstum zog sich durch alle Warengruppen, kräftige Steigerungen verbuchten vor allem die Bereiche Arbeitsschutz, Betriebseinrichtung, der gesamte Werkzeugbereich und der Industriebedarf. Der ZHH rechnet damit, dass sich die im Sommer einsetzende Abschwächung der Wachstumsdynamik fortsetzt.
Aufgrund der vollen Auftragsbücher erwartet der Verband für den PVH dennoch ein weiteres Wachstum in den kommenden Monaten.

Ein verregneter Sommer bremste auch das Wachstum in den Baumärkten zwischenzeitlich, wie der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau und Gartenfachmärkte (BHB) berichtet. Dennoch setzte der deutsche Baumarkthandel 2011 seinen stabilen Wachstumskurs fort. Bis Ende September steigerten die Bau- und Heimwerkermärkte ihren Bruttoumsatz um ein Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auf 14,17 Milliarden Euro summierte sich der Gesamtumsatz, den der Baumarkthandel in den ersten neun Monaten des Jahres erwirtschaftete. Nach Umsatzrekorden im Frühjahr blieben die Sommermonate weit hinter den Erwartungen des Handels zurück. Seit August verzeichnet der Branchenreport von BHB und GfK dagegen wieder konstant wachsende Umsatzzahlen.
Zu den Umsatztreibern zählen aktuell die Warengruppen Baustoffe und Bauchemie mit plus 3,3 Prozent, Holz und Kunststoffe (plus 5,1 Prozent) sowie die Anstrichmittel mit einem Plus von 6,6 Prozent.

Dass die Branche in Deutschland weiterhin überdurchschnittlich wächst, meldet der Herstellerverband Haus & Garten, in dem aktuell 131 Industrieunternehmen von Bau-, Haus- und Gartenprodukten zusammen geschlossen sind. Laut Verband endete das erste Halbjahr 2011 mit Umsatzzuwächsen zwischen 4 Prozent auf nationaler und 9 Prozent auf internationaler Ebene. Das zweite Halbjahr konnte die gute Entwicklung nicht in dieser Stärke fortsetzen. Dennoch rechnet der Verband Haus & Garten mit einem positiven Jahresergebnis zwischen 2 und 3 Prozent für das Gesamtjahr 2011. lg

 

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Felss setzt auf Predictive Analytics mit X-INTEGRATE

Kunden des Maschinenbauers betreiben ihre Anlagen effizienter mit einer Lösung des IBM Premium-Partners und BI-Spezialisten. Klassische Prüfintervalle werden durch einen Scoring-Prozess mithilfe eines Vorhersagemodells auf Basis IBM SPSS ersetzt.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Messgerät zur Überwachung der Ölfeuchte

Der EE360 von E+E Elektronik bestimmt den Feuchtegehalt von Industrie-Ölen und ermöglicht damit die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

„Gravierende“ Vorteile mit Laser  

Der Laser e-SolarMark FL von Bluhm Systeme eignet sich für das Beschriften u.a. von Edelstahl oder Kunststoffe (ABS). Die Miele GmbH markiert mit diesem Laser Motorenteile.

Zum Highlight der Woche...

VDMA

Maschinenbau erwartet Produktionsplus für 2019

Die gute Auftragslage und der hohe Auftragsbestand sorgen dafür, dass die Maschinenbaufirmen auch im kommenden Jahr mit Produktionszuwächsen rechnen können. Allerdings steigt die Verunsicherung gerade bei exportabhängigen Investoren aufgrund der...

mehr...