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Industrie-Dienstleister gut im Rennen

In der Industrie hält der Trend zur Arbeitsteilung an. Im Anlagenbau oder bei anderen komplexen Großprojekten und Produktionsprozessen werden immer häufiger qualifizierte Tätigkeiten von spezialisierten Dienstleistern übernommen. Die Branche des Industrieservice rechnet unbeschadet von der Schuldenkrise mit weiterem Wachstum.
"Die deutsche Wirtschaft hat ein gutes Jahr hinter sich. Dazu hat der Industrieservice entscheidend beigetragen - er hilft den Unternehmen, Kosten zu flexibilisieren und Effizienz zu steigern", sagte Martin Hennerici, Vorstand des Düsseldorfer Wirtschaftsverbandes Industrieservice (WVIS). Der Manager des Maschinenbauers Voith und Chef der Sparte Industrial Services erwartet, "dass sich der Trend zu professionellen Industriedienstleitungen fortsetzen wird".
Nicht nur wie bisher vorwiegend in den Branchen Energie, Chemie und Petrochemie: "Auch in anderen Industrien wird der Markt für Industrieservices weiter wachsen." Beispielsweise verstärke die Autoindustrie ihre Outsourcing-Bemühungen, um im globalen Wettbewerb schlanker zu werden, ergänzte Hennerici. Neben den deutschen Markt würden auch unter diesem Aspekt die "Emerging Markets" immer interessanter.
Diese Entwicklungen führen, so der Voith-Manager, auch dazu, dass die Industriedienstleister immer besser als Arbeitgeber punkten können. "Das Image unserer Branche stützt sich im wesentlichen auf drei Punkte", sagte Hennerici. Sie biete ein attraktives Arbeitsfeld für mittlere bis hohe Qualifikationen, werde immer mehr zum Jobmotor auch für weniger qualifizierte Berufsgruppen am Rande des Arbeitsmarktes, und außerdem sei sie der Garant hoher Leistungsstandards im Sinne einer Service Excellence.
Der Verband, der knapp 30 industrielle Dienstleister und damit etwa ein Drittel des deutschen Marktes mit einem Umsatzvolumen von knapp zehn Milliarden Euro repräsentiert, startete jetzt bei den Mitgliedsunternehmen seine alljährliche Umfrage "Branchenmonitor".
Die bisherigen Signale von den Mitgliedern dokumentieren eine positive Grundstimmung. Der Markt der Industriedienstleistungen habe im letzten Jahr generell von der guten Entwicklung der deutschen Wirtschaft profitiert, urteilte beispielsweise Lothar Meier, neu im WVIS-Vorstand für die InfraServ Knapsack: "Der Trend, Aktivitäten auszulagern, die nicht zum Kerngeschäft gehören, wird weiter anhalten."

"Nach ersten Einschätzungen, die wir nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 von unseren Firmen gehört haben, rechnen wir weiter mit einer sehr optimistischen Grundstimmung", sagte WVIS-Geschäftsführer Reinhard Maaß. Die Ergebnisse werden nach Ende der Befragung als "Branchenmonitor 2012" publiziert. lg

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