Märkte + Unternehmen

Indien – dynamischer Wachstumsmarkt mit viel Potenzial

Auf unvermindert großes Interesse trifft die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie in Indien. Zum dritten Mal hat der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) gemeinsam mit der Deutsch-Indischen Industrie- und Handelskammer ein jeweils zweitägiges Symposium am 18./19. März 2010 in Chennai und am 23./24. März 2010 in Pune organisiert. 19 namhafte deutsche Firmen stellten ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die moderne Industrieproduktion vor. Rund 320 Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie dem allgemeinen Maschinenbau folgten der Einladung in Chennai; fast 360 Kunden kamen in Pune.

"Die indische Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum absolviert. Deshalb sind wir abermals nach Indien gegangen", erklärt Klaus-Peter Kuhnmünch, beim Organisator VDW verantwortlich für die Technologiesymposien. Auch habe sich Indien von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sehr viel schneller erholt als andere Länder und bleibe daher auch in Zukunft für deutsche Anbieter attraktiv. "Die große Resonanz der indischen Besucher hat gezeigt, dass die Auswahl für die Automobilstandorte Chennai und Pune die richtige war", so Kuhnmünch.

Der Ausbau der Industrie und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen stehen ganz oben auf der Agenda der indischen Wirtschaftspolitik. Dafür sind moderne Werkzeugmaschinen als der Schlüssel für jede erfolgreiche Industrieproduktion unerlässlich. Entsprechend ist der indische Werkzeugmaschinenverbrauch zwischen 2004 und 2008 um mehr als 270 Prozent auf über 1,2 Mrd. Euro gestiegen.

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Dieser Bedarf wird zum ganz überwiegenden Teil durch Importe gedeckt. Deutsche Werkzeugmaschinen genießen in Indien einen sehr guten Ruf. Deshalb ist Deutschland seit vielen Jahren nach Japan der wichtigste Lieferant von Fertigungstechnik für die indische Industrie. Mit ihrer großen Erfahrung, dem breiten Technologieangebot und dem tiefgehenden technischen Know-how sind deutsche Werkzeugmaschinenhersteller die idealen Partner für die indische Industrie.


Werner Bürgel, Abteilungsleiter Entwicklung neuer Märkte, Grob-Werke GmbH & Co. KG in Mindelheim, bestätigt: "Wir sind hier auf sehr interessierte Fachleute als Besucher getroffen. Sie haben eine hohe Meinung von deutschen Werkzeugmaschinen. Nicht nur made by Grob, sondern auch design and built in Germany with German quality wird sehr geschätzt."

Das VDW-Technologiesymposium will bestehende Geschäftskontakte weiter intensivieren und dazu beitragen, dass neue Kontakte entstehen. Deshalb setzt die Veranstaltung neben den Firmen-Vorträgen auf viel Freiraum für das bilaterale Gespräch. Für Jürgen Groß, Leitung Gesamtvertrieb MAG Power­train GmbH, Eislingen, geht das Konzept auf. "Die Symposien sind ist eine Superplattform, auch für die kleineren deutschen Anbieter. Die Kunden kommen zu uns und sind sehr interessiert. Wir hatten während der Symposien die Möglichkeit, intensiv Gespräche zu führen. Zusätzlich besteht die Gelegenheit, den indischen Markt kennen zu lernen. Das müsste man sich sonst alleine erarbeiten."

Ergänzt werden die Präsentationen der einzelnen Firmen von Referaten zu Themen wie Steuern und rechtlichen Grundlagen. Damit werden die notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Geschäftsanbahnung abgerundet. Das alles kommt auch bei den indischen Kunden gut an. C. Renganathan, Direktor Chennai Metco PVT LTD, Chennai, sagt: "Es ist eine großartige Leistung des VDW, dass er so viele verschiedene Werkzeugmaschinentechnologien in Indien vorstellt und so viele Experten hier zusammenbringt. Die Video-Präsentationen, die Vorträge und die Menschen kennen zu lernen, die das alles repräsentieren, bieten für uns große Chancen."

Klaus-Peter Kuhnmünch vom VDW bekräftigt: "Wir als deutsche Werkzeugmaschinenindustrie sind überzeugt davon, dass Indien sich auch künftig weiterhin sehr dynamisch entwickeln wird." Deshalb werde der Verband auch in Zukunft hier präsent sein zum beiderseitigen Nutzen von indischen Kunden und deutschen Werkzeugmaschinenanbietern.

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